Rivlin führt im Rennen um das Präsidentenamt in Israel


reuvenrivlinDer 74 Jahre alte Reuven Rivlin von der regierenden Likud-Partei liegt im Rennen um das Präsidentenamt in Israel in Führung. 44 von 120 Abgeordneten des Parlaments in Jerusalem stimmten am Dienstag in einer ersten Wahlrunde für Rivlin.

An zweiter Stelle unter insgesamt fünf Kandidaten folgt der 65-jährige Meir Schitrit von der Partei Hatnua, die in der politischen Mitte angesiedelt ist. Er erhielt 31 Stimmen. Da eine Mehrheit von mindestens 61 der 120 Abgeordneten für einen Sieg notwendig ist, muss es noch eine Stichwahl zwischen den beiden führenden Kandidaten geben.

Der scheidende Präsident Schimon Peres legt sein Amt Ende Juli nach sieben Jahren nieder. Es gab keine Wahlplakate und keine Wahlkampf-Veranstaltungen, denn den Präsidenten wählen dürfen in Israel nur die Abgeordneten im Parlament. Und trotzdem war dieses Rennen um das höchste Staatsamt, um die Nachfolge von Schimon Peres, ein Wahlkampf, der die Nerven beansprucht hat.

Paukenschlag vor drei Tagen: Benjamin Ben-Elieser, Kandidat der oppositionellen Arbeitspartei, musste seinen Rückzug erklären. Der alte Strippenzieher steht unter Korruptionsverdacht. Dabei hatte er noch vor drei Monaten selbstbewusst erklärt: „Nach 30 Jahren im Parlament bin ich überzeugt, dass ich Unterstützer in allen politischen Lagern habe. Andernfalls würde ich gar nicht kandidieren. Ich nehme das doch nicht auf mich, um zu verlieren.“

Mit Rivlin als Präsident und Netanjahu als Regierungschef würde es an der israelischen Staatsspitze womöglich noch mehr knirschen als zwischen Peres und Netanjahu.



Kategorien:Politik

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