Beschuss durch Hamas, Raketenteile treffen die «Aida Diva»


aidaDas deutsche Kreuzfahrtschiff Aida Diva ist in Israel von der Hamas unter Beschuss geraten. Das Schiff wurde von mehreren Raketenteilen getroffen.

Eine gemütliche Kreuzfahrt wurde zur Erlebnisreise. Die radikal-islamische Terrororganisation Hamas hat offenbar sechs Raketen in Richtung des deutschen Kreuzfahrtschiffs AidaDiva gefeuert, berichtet die ARD. Das Schiff lag zu diesem Zeitpunkt im Hafen von Ashdod.

Ein Video das die Raketen über AIDAdiva zeigt:

Laut den Tagesthemen wurden insgesamt sechs Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung AIDAdiva geschossen. Die Raketen detonierten bevor sie das Schiff erreicht haben. Noch ist es unklar ob sie von israelischen Luftabwehrraketen abgeschossen worden oder von selbst explodiert sind. Gäste an Bord sollen mit den Tagesthemen gesprochen haben. Sie seien alle unter Schock. Es sind Raketenteile auf die AIDAdiva gefallen, einige Gäste haben diese Teile wohl als Souvenir eingesteckt. (AIDA Cruises spricht unten im Statement von “Kleinstpartikeln”.)

Der Vorfall ist gegen 20:30 Uhr passiert als AIDAdiva gerade den Hafen von Ashdod verlassen hatte. Die Israelis haben Gegenfeuer gegeben und es muss einen ordentlichen Schusswechsel gegeben haben. Im Video der Tagesthemen hört man auch Sirenenalarm in Ashdod und hektische Passagiere an Bord.

An Bord von AIDAdiva befanden sich zu dem Zeitpunkt 2700 Passagiere und Besatzungsmitglieder.

Das deutsche Kreuzfahrtschiff Aida Diva ist in Israel von der Hamas unter Beschuss geraten.

Video: כיפת ברזל יירטה 12 רקטות מעל נמל אשדוד Hamas is firing bombs

«Alle Gäste und Crewmitglieder sind wohlauf. Es wurde niemand verletzt und es entstanden keine Schäden am Schiff», teilt das deustche Kreuzfahrtunternehmen Aida auf ihrer Facebook-Seite mit. Die «AidaDiva» habe die Reise ohne Verzögerung Richtung Kreta fortgesetzt.

«Wir bedauern es sehr, dass die Gäste von ‹AidaDiva› Zeugen dieses Zwischenfalls wurden», heisst es im Statement weiter. Die Sicherheitslage wurde stets beobachtet.

Als Reaktion auf anhaltenden Raketenbeschuss durch palästinensische Extremisten hat Israel eine Militäroffensive gegen den von der Hamas kontrollierten Gazastreifen gestartet. Die «Operation Protective Edge» habe zum Ziel, «den Terror zu stoppen, dem israelische Bürger täglich ausgesetzt sind», hiess es in einer über Twitter veröffentlichten Erklärung der Armee.

Es gebe keine zeitliche Beschränkung der Operation. «Wir stellen uns auf den möglichen Einsatz von Bodentruppen ein», sagte der israelische Militärsprecher Peter Lerner. «Aber ich denke nicht, dass das sofort passieren wird.»

Pressestatement von AIDA Cruises

Während des planmässigen Auslaufens von AIDAdiva aus dem Hafen von Ashdod (Israel) am Abend des 7. Juli 2014 kam es gegen 20.28 Uhr Ortszeit in Ashdod zu Explosionen, die vom Kreuzfahrtschiff AIDAdiva aus beobachtet wurden.

Alle 2.700 Gäste und Crewmitglieder von AIDAdiva sind wohlauf. Es wurde niemand verletzt und es entstanden keine Schäden am Schiff.

Allerdings wurden Kleinstpartikel, die nach ersten Einschätzungen von Experten von Abwehrraketen stammen könnten, auf dem Passagierdeck gefunden. Von diesen geht keine Gefahr aus, sie wurden unverzüglich durch die Besatzung sichergestellt.

Die Gäste an Bord von AIDAdiva wurden umgehend durch die Schiffsführung informiert.

AIDAdiva hat ohne Verzögerung seine Reise fortgesetzt und befindet sich derzeit auf dem Weg nach Kreta, wo es am Mittwoch, den 9. Juli 2014, um 8 Uhr planmässig anlegen wird.

„Wir bedauern es sehr, dass die Gäste von AIDAdiva Zeugen dieses Zwischenfalls wurden. Wir versichern allen unseren Gästen, dass für AIDA Cruises die Sicherheit von Gästen und Crew jederzeit oberste Priorität hat. Die aktuelle Sicherheitslage in Israel wurde und wird durch uns permanent beobachtet und mit Hilfe eigener und externer Analysen qualitativ bewertet. Auf Basis dieser Analysen entscheiden wir für jede einzelne Reise, ob und welche Massnahmen, gegebenenfalls Änderungen, eingeleitet werden“, sagte Hansjörg Kunze, Vice President Communication & Sustainability AIDA Cruises. Bis heute Abend lag keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Ashdod vor.

Das deutsche Auswärtige Amt teilt mit:

In den letzten Tagen kam es zu verstärkten Raketen- und Mörserangriffen auf israelisches Territorium aus dem Gaza-Streifen heraus. Die überwiegende Mehrzahl der Angriffe betrafen die Ortschaften in unmittelbarer Umgebung des Gaza-Streifens, vereinzelte Raketen wurden aber auch auf Beer Sheva und Ashdod gerichtet. Die israelischen Streitkräfte haben mit einer Militäroperation begonnen, um weitere Angriffe zu unterbinden. Mit einer Fortsetzung der Angriffe muss gerechnet werden. Innerhalb eines Radius von 40km um den Gaza-Streifen wird von nicht notwendigen Aufenthalten abgeraten. Des Weiteren wird empfohlen, sich über die Lage von Schutzräumen und das Verhalten bei Raketenangriffen zu informieren (dazu siehe auch unten). Anweisungen der israelischen Zivilschutzbehörden ist Folge zu leisten.

In der Folge der Entführung und Ermordung von drei israelischen Jugendlichen setzen die israelischen Sicherheitskräfte ihre Suche nach den Verantwortlichen im Westjordanland fort. Diese konzentriert sich auf das südliche Westjordanland, insbesondere auf Hebron und Umgebung sowie den Raum Bethlehem. Der Ort Halhoul, in dessen Nähe die drei Jugendlichen am 30.06.2014 aufgefunden wurden, sollte gemieden werden, ebenso die Altstadt von Hebron und die jüdischen Siedlungsgebiete in Hebron (H2). Auch können Auseinandersetzungen zwischen jüdischen Siedlern und palästinensischer Bevölkerung nicht ausgeschlossen werden. Daher sollten insbesondere die Strasse 60 bei Shilo, die Südhebronberge, v. a. um Karmel, und die Siedlungen um die Stadt Nablus gemieden werden. Auch wird von Fahrten in der Dunkelheit abgeraten. Im gesamten Westjordanland muss mit verschärften Kontrollen an allen Checkpoints gerechnet werden.

Nach dem Mord an einem palästinensischen Jugendlichen in Jerusalem ist es in arabischen Stadtvierteln von (Ost-)Jerusalem sowie einigen arabischen Städten in Israel (u.a. Nazareth und Tira) zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Mit weiteren gewaltsamen Ausschreitungen, vor allem in Ost- Jerusalem, ist zu rechnen.

Quelle

 



Kategorien:Nahost

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