Spiel Maccabi Haifa – Energie Cottbus wegen Hooligans abgesagt


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Rechtsradikale Hooligan-Gruppierung „Inferno“, Möchtegernfans von Energie Cottbus

Aus Angst vor deutschen Hooligans ist in Wörgl ein Testspiel zwischen dem deutschen Zweitligisten FC Energie Cottbus und Maccabi Haifa aus Israel abgesagt worden. Beide Clubs gastieren derzeit in Tirol (Österreich). Das Testspiel sollten am 6. Juli um 15.30 Uhr stattfinden.

Im Vorfeld des in Wörgl geplanten Spieles Energie Cottbus gegen Maccabi Haifa erfuhr die Tiroler Polizei, dass sich ein Bus mit teilweise gewaltbereiten Cottbus-Fans mit deutsch-nationaler Gesinnung auf den Weg nach Tirol gemacht hätte, berichtet Erich Lettenbichler von der Landespolizeidirektion. Der Sicherheitsaufwand wäre zu gross gewesen, so Lettenbichler. Die Stadt Wörgl und der FCE sagte daher das für das Wochenende geplante Spiel ab. Dies bestätigte Pressesprecher Lars Töffling von Energie Cottbus.

Polizei holt vor jedem Spiel Erkundigungen ein

Der Grossteil der Testspiele zwischen den internationalen Teams, die in den Sommerwochen in Tirol gastieren, verläuft aber vollkommen problemlos. Letztes Jahr waren es laut Lettenbichler über 90 Testspiele. Der szenekundige Dienst der Tiroler Polizei hole vor jedem Spiel Erkundigungen ein und stehe auch in Kontakt mit den Teams.

Grund für die Absage war die Anreise von rund 40 Personen aus Cottbus Richtung Angerberg. Darunter sollen sich auch Mitglieder der dem rechten Spektrum zugerechneten Hooligan-Gruppierung „Inferno“ befunden haben. Erst vor wenigen Wochen hatte Cottbus diese „Fans“ von allen Energie-Spielen ausgesperrt. Hintergrund der Massnahme war die Tatsache, dass der Verein zwei Personen, die antisemitische Zeichen propagierten, der Gruppierung zuordnen konnte.

„Der FC Energie Cottbus zögert nicht, sein Ansehen und seine Werte mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen und zu wahren“, begründeten die Lausitzer im Juni den Ausschluss. In einem offenen Brief distanzierte sich Energie zugleich klar und deutlich gegen jegliche Form des Extremismus: „Seit jeher steht der Verein nicht nur sinnbildlich sondern aktiv für Werte wie die Integration von Ausländern, für Toleranz, für Fairplay“, stellte der Zweitligist klar und betonte, dass sich der Verein „weder von Parteien noch von Gesinnungen aus dem Spektrum der Extreme beeinflussen, benutzen oder gar vereinnahmen“ lasse.

Die Cottbus-Fans kamen übrigens trotzdem nach Tirol und konnten in Angerberg das Ersatzspiel ihres Clubs gegen einen tschechischen Verein, dem 1. FK Pribram (1:0), mitverfolgen. Das verlief friedlich. Auch  Maccabi Haifa FC bestritt ein Ersatzspiel und gewann gegen PFC Neftchi Baku 3:0.

(JNS und Agenturen)



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