Schweiz: Nationalrat Grüsel-Geri – Gelegenheits-Kiffer, Hamas-Versteher


Geri Müller (Grüne/AG): «Neid auf Freiheit anderer» (Siggi Bucher)

Geri Müller (Grüne/AG): «Neid auf Freiheit anderer» (Siggi Bucher)

Bisher sorgte der Grüne Geri Müller vor allem als Aussenpolitiker für Schlagzeilen. Etwa als grosser Hamas-Freund und Anti-Israel Fanatiker. Müller ist heute besser zuhause geblieben.

Als der Grüne Geri Müller 2013 zum Badener Stadtammann gewählt wurde, war dies eine Sensation. Der Schweizer Grüne Nationalrat Geri Müller soll aus Büro und Bundeshaus Nackt-Selfies an eine Frau geschickt haben – und sie danach dazu gedrängt haben, alles wieder zu löschen.

Nach dem Auffliegen der Nacktselfie-Affäre ist es bloss noch eine Peinlichkeit. Eine mit Folgen: Müller muss seine Führungs- und Repräsentativaufgaben als Stadtammann vorläufig abgeben – das hat der Badener Stadtrat heute Morgen beschlossen.

Der Stadtrat habe diesen Entscheid gemeinsam gefällt, um dem Stadtammann Zeit einzuräumen, sich voll auf die Klärung der Situation zu konzentrieren, heisst es in einer Mitteilung der Badener Stadtregierung vom Montagmorgen.

Die Zeitung «Schweiz am Sonntag» hatte enthüllt, dass der national bekannte Grünen-Politiker von seinem Büro aus während der Arbeitszeit einer Bekannten Nacktbilder von sich selber geschickt hatte. Wie die Zeitung schreibt, sind ein Teil der Bilder an Müllers Arbeitsplatz im Badener Amtshaus entstanden oder direkt aus dem Nationalratssaal im Bundeshaus worden verschickt.

Die Badener Stadtpolizei hatte die junge Frau, eine Bernerin, am Mittwoch, 13. August in der Altstadt von Baden verhaftet. Sie wurde von einer jungen Frau dorthin gelockt, unter dem Vorwand einer Aussprache von Frau zu Frau. In Wirklichkeit war das laut «Schweiz am Sonntag» eine Falle: Es war Nationalrat Geri Müller, der die Polizei auf die junge Frau ansetzte.

Interessant ist schon die Rolle der Polizei in der Geschichte und wie Müller sein Amt missbrauchte: Die Stadtpolizei Baden erhielt den Auftrag, die junge Frau in Baden anzuhalten, von der Kantonspolizei Aargau. Diese wiederum hat den Auftrag, eine Personenkontrolle durchzuführen, von der Berner Kantonspolizei erhalten. Doch laut «Schweiz am Sonntag» steckte ursprünglich Geri Müller hinter der Alarmierung der Kantonspolizei Bern und damit dem Plan, die junge Bernerin in Baden festzunehmen.

Der «Schweiz am Sonntag» liegen gemäss ihres Artikels zudem Tondukumente vor, die beweisen sollen, dass Müller die junge Frau telefonisch aufgefordert habe, den Chat zu löschen und die Affäre abzustreiten, falls man sie darüber ausfragen sollte. Sie solle sagen: «Von dem weiss ich nichts.» Notfalls einfach «lügen». Er wisse das von anderen Nationalräten: Wenn man es nicht so mache: «schwups und weg von der Bildfläche».

Doch wer ist der 53-Jährige, der nun über einen Sex-Chat mit einer 21-jährigen Bernerin zu stolpern droht?

In einem Satz: Müller ist ein bunter Hund! Einer, der sich nicht so einfach einordnen und schon gar nicht kontrollieren lässt. Das zeigt sich in Bundesbern, wo er seit 2003 als Nationalrat politisiert. 

Eine «unguided missile» ist Müller vor allem als Aussenpolitiker. Er profilierte sich als grosser Hamas-Freund und schärfster Anti-Israelit der Schweiz. Für Schlagzeilen sorgte er, als er 2012 drei Hamas-Parlamentarier im Bundeshaus zu Gesprächen empfing. Ebenso verwunderte er mit Iran-freundlichen Äusserungen. Und während der Krim-Krise zeigte er sehr viel Verständnis für die Russen.

Der sonst stets leger gekleidete Müller band sich für offizielle Auftritte eine rote Krawatte um, übte sich in diplomatischer Zurückhaltung und stärkte dem damaligen Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz den Rücken. Er fühle sich als «Schatten-Aussenminister», schnödeten damals Müllers politische Gegner.

Auch neben der Aussenpolitik fällt Müller immer wieder auf: Als energischer Atomkritiker, als Gelegenheitskiffer und natürlich Kämpfer für die Cannabis-Legalisierung oder als Kinderlobbyist für Stimmrechtsalter 0.

Müller ist dreifacher Vater. Seit knapp zwei Jahren lebt er von seiner Ehefrau getrennt. Als Beruf – neben der Politik – gibt der gelernte Psychiatriepfleger auf seiner Homepage  «Kulturvermittler» an.

Und als seine «Leidenschaften» Lesen, Kochen, Radfahren, Wandern, Malen, Schreiben. Dass er sich offenbar auch noch der besonderen «Fotografie» verschrieben hat, fehlt bisher in der Aufzählung.

Die Selfie-Affäre um den Nationalrat Geri Müller ist ein gefundenes Fressen für Kritiker. Im Netz wird kübelweise Spott und Häme über den Aargauer geschüttet.

Rap you, Gimma! Auf dem Twitter-Konto des Musikers ist nur noch der Screenshot von unserer Website zu finden.

Rap you, Gimma! Auf dem Twitter-Konto des Musikers ist nur noch der Screenshot von unserer Website zu finden.

Steilpass für den Nebelspalter.

Steilpass für den Nebelspalter.

Die Affäre zieht weite Kreise, sehr weite.

Die Affäre zieht weite Kreise, sehr weite.

(JNS/Blick/20min/Schweiz am Sonntag/ Agenturen)

 



Kategorien:News

Schlagwörter:, , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: