A400M bekommt ein Laser-Abwehrsystem aus Israel


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Deutsch-israelisches Abwehrsystem für den Airbus-Militärtransporter A400M (Foto: AFP)

Ein deutsch-israelisches Konsortium wird den Transporter mit Schutztechnik gegen Raketenangriffe ausrüsten und  soll die neuen Luftwaffen-Militärtransporter A400M vor feindlichen kleinen Lenkraketen schützen. Die israelische Rüstungsfirma Elbit teilte mit, dass zusammen mit der Rüstungssparte von Diehl ein Auftrag für ein Selbstschutzsystem des Flugzeugs gewonnen wurde.

Geplant ist ein 360-Grad-Rundumschutz durch Laserabwehrtechnik. Fachleute sprechen vom System DIRCM (Directed Infrared Counter Measure), bei dem anfliegende kleine Lenkwaffen abgelenkt werden und die Zielelektronik geblendet oder zerstört wird.

Das laserbasierte Schutzsystem soll den Militärflieger vor feindlichen Lenkraketen mit Infrarot-Suchköpfen schützen. So könnten während der Start- und Landephase tragbare Ein-Mann-Boden-Luft-Raketen auf den Transporter abgefeuert werden.

Der Auftrag vom Ausrüstungsamt der deutschen Bundeswehr wurde bereits Mitte Oktober erteilt. Es handele sich zunächst um ein 15-monatiges Projekt mit einem umfangreichen Testprogramm. Dabei sollen drei Einheiten des Abwehrsystems (J-Music) der israelischen Firma zu einem Gesamtsystem am Flugzeug kombiniert werden.

Der israelische Hersteller Elbit verfügt bisher alleinig über eine praxiserprobte Schutztechnik unter dem Markennamen Mucic. Die Elbit-Technik wird nicht nur bei US-Militärflugzeugen wie dem US-Militärtransporter C-130 Hercules, sondern teilweise auch bei Passagierflugzeugen eingesetzt.

Zur Zeit sind ein Grossteil der Passagierflugzeuge der israelischen Fluggesellschaft El Al mit dem Music-Abwehrsystem von Elbit gegen den Beschuss mit Lenkwaffen ausgerüstet sind. In Israel gibt es unter dem Begriff „Sky Shield“ ein staatliches Programm zum Schutz von Passagierflugzeugen. Im Frühjahr 2014 erfolgte ein erfolgreicher Praxis-Beschusstests mit einem Boeing-737-Modell.

In der Mitteilung von Elbit und Diehl werden weder Auftragswert genannt, noch der Zeitpunkt, ab wann die Abwehrtechnik beim Luftwaffen-A400 einsatztauglich ist. Noch vor zehn Jahren verkündete ein Konsortium aus der Airbus-Rüstungssparte und den französischen Firmen Thales und Sagem vollmundig seine Absicht, ein europäisches Schutzsystem zu liefern. Sie scheiterten aber bereits in der Entwicklungsphase für ein derartiges Schutzsystem.



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