Volksverhetzer Plattform darf auch künftig in Churer Stadthalle tagen


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Stadthalle in Chur (Archiv)

Rund 2000 Zuschauer besuchten im November 2012 in der Churer Stadthalle eine Tagung der Anti-Zensur-Koalition (AZK) vom sektierischen Christen-Prediger Ivo Sasek aus dem appenzellischen Walzenhausen. Hierzu lud der Veranstalter bewusst die deutsche Holocaust-Leugnerin Sylvia Stolz um dem Antisemitismus in einem scheinbar geschützten Rahmen eine offene Plattform zu geben um das wahre Anliegen der AZK zu vermarkten.

In der Zwischenzeit wurde die Deutsche vom Landgericht München wegen des Vortrags in der Churer Stadthalle, zu 20 Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Sie stufte den Vortrag als Volksverhetzung ein. Die ausgebildete Juristin und heute Lebenspartnerin des ehemaligen RAF-Anwaltes und heutigen Holocaust-Leugners Horst Mahler behauptete in ihrem Vortrag, dass für den Völkermord an den Juden «die Feststellungen über die Tatorte, Tötungsmethoden, Anzahl der Toten, Tatzeiträume, Täter, Leichen oder Spuren eines Mordes» fehlen würden. Auch gäbe es keine Beweise für eine nationalsozialistische «Absicht, die Judenheit ganz oder teilweise zu zerstören».

Ein Schweizer Anwalt reichte im Januar 2013 eine Strafanzeige bei der Bündner Staatsanwaltschaft ein. Diese überwies das Verfahren an die deutschen Behörden. Nach Medienberichten fand der Prozess unter strengen Sicherheitsmassnahmen statt.  Die deutsche Holocaust-Leugnerin wurde erfolglos vom Berliner Anwalt Wolfram Nahrath verteidigt. Dieser war einst selbst Mitglied der inzwischen verbotenen rechtsextremen Wiking-Jugend, nun Mitglieder Nationaldemokratischen Partei Deutschland NPD.

Dem Veranstalter soll die Halle weiterhin vermietet werden. Marco Engel, Verwaltungsratspräsident und Geschäftsführer der Expo Chur AG, welche die Stadthalle vermarktet, sieht dennoch keinen Grund, die grösste Halle in Chur der AZK nicht mehr zu vermieten. Der Vortrag von Stolz am Kongress von 2012 sei für ihm «ein einmaliger Ausrutscher» mit einer «unglücklichen Referentin» gewesen, zudem ist die „freie Meinungsäusserung“ in der Schweiz mehrfach durch das Bundesgericht geschützt und bestätigt worden, begründete Engler seine Haltung.

Das man in der Schweiz offensichtlich auch in künftiger Zeit öffentlich straffrei unter dem Tenor der „freien Meinungsäusserung“ Volksverhetzung führen und den Holocaust verleugnen kann, mach dies bedenklich deutlich. Der Christen-Prediger Sasek veröffentlichte natürlich Stolz’ Vortrag im Internet, wo er noch immer aufgeschaltet ist! Und bleibt hierzulande selbstverständlich straffrei.

PS: Der Letzte macht das Licht aus….

(Chaim Stolz, JNS)



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1 reply

  1. Volksverhetzung a la JVJP.CH

    Auch der Israel- und Zionistenhasser, Herr Prof. Moshe Zuckermann erhielt von der schweizerischen Dhimmi Front, dem JVJP.CH, JomIjun.CH, Givat Haviva und weiteren Juden eine Plattform in Zürich.

    Dieser Anlass wurde vom SIG beworben, obwohl es bekanntermassen bei Zuckermann nur darum geht, Israel und den Zionismus zu verleumden und die jüdische und israelische Jugend zu verderben.

    Der JVJP.CH und ihre Führer kennen sich aus im Volksverhetzen. Die wissen wie man verleumdet, dämonisiert und delegitimiert.

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