Terroranschlag in Jerusalemer Altstadt


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Regierungschef Benjamin Netanjahu besucht das Terroropfer Adele Bennett im Jerusalemer Ein Kerem-Krankenhaus. Foto: Kobi Giden / GPO (Flash 90)

Zwei jüdische Männer sind am Samstagabend bei einem Terroranschlag in der Jerusalemer Altstadt getötet worden. Die Ehefrau eines Todesopfers (22) wurde schwer verletzt, ihr zwei Jahre altes Kind erlitt leichte Verletzungen. Ein 19 Jahre alter Palästinenser hatte in der Nähe des Löwentors auf die Menschen eingestochen. Er wurde von Polizisten erschossen.

Die jüdische Familie war am Samstagabend unterwegs, um an der Klagemauer zu beten. Der junge Palästinenser zog plötzlich ein Messer und stach auf die Personengruppe ein. Dabei erbeutete er eine Pistole. Damit schoss der 19-jährige Attentäter um sich und traf dabei das Kind, das einen Streifschuss am Fuss erlitt.

Trotz ihrer Verletzungen konnte die 22 Jahre alte Mutter weglaufen und Polizisten herbeirufen. Als sie zum Tatort rannten, schoss der Terrorist auf sie. Die Polizisten schossen zurück und verletzten den 19-Jährigen tödlich.

Die Attentatsopfer wurden mit schweren Stichverletzungen im Oberkörper nach einer Erstversorgung ins Krankenhaus gebracht. Für zwei Männer kam jede Hilfe zu spät. Der eine Tote ist der 24 Jahre alte Vater des Kindes, Aaron Bennett. Bei dem anderen Todesopfer handelt es nach israelische Medienberichten um den 41 Jahre alten Rabbiner Nahmia Lavi, der in der Altstadt wohnt und der Familie helfen wollte. Die verletzte Mutter, Adele, wurde noch in der Nacht notoperiert.

Der Täter wurde als Mohand H. aus Ramallah identifiziert. Die Polizei stiess auf einen Facebook-Eintrag von ihm, in dem er darlegte, dass die dritte Intifada (Palästinenseraufstand) begonnen habe.

Die radikalislamische Hamas begrüsste den Terroranschlag und unterstrich: „Wir unterstützen und begrüssen jede Aktivität des Widerstandes, die israelische Soldaten und Siedler verletzt. Unsere Leute im Westjordanland sind bereit zu sterben und sich für die Verteidigung der Al Aksa-Moschee zu opfern.“

Die Tat ereignete sich nur einen Tag, nachdem ein jüdisches Ehepaar beigesetzt wurde, das vor den Augen seiner vier Kinder von palästinensischen Terroristen umgebracht worden war. Die Hamas hatte nach dieser Bluttat zu weiteren Attentaten aufgerufen. Palästinenserpräsident Abbas, nach Ansicht der Vereinten Nationen der „Friedenspartner“ Israels, schwieg zu den Morden.

Adele Bennett (22), die bei dem Terroranschlag in der Jerusalemer Altstadt am Samstag schwere Schnittwunden davon trug, hat mit der israelischen Online-Zeitung Times of Israel gesprochen. Sie gab einen erschütternden Bericht darüber ab, wie sie den Angriff und die Messerstiche auf ihren Ehemann erlebt hat und wie ihre eigenen Hilferufe ignoriert wurden. Ihr Ehemann Aharon (24) starb bei der Terrorattacke, ein zu Hilfe eilender Militärrabbiner (41) kam ebenfalls ums Leben.

„Ich habe geschrien: ‚Bitte helft mir!‘ Doch sie haben nur auf mich gespuckt“, erzählt Adele. Die arabischen Ladenbesitzer in der Altstadt hätten einfach weggeschaut und nicht eingegriffen, als sie und ihre Familie von dem palästinensischen Terroristen Muhannad H. (19) angegriffen wurden.

„Schon als wir von der Klagemauer zurückkamen, spürten wir, dass etwas nicht stimmte“, erinnert sich Adele. „Wir gingen schneller, doch der Terrorist stürzte aus einem Laden hervor und begann auf meinen Mann einzustechen. Mein Mann ist sehr stark, er kämpfte mit dem Angreifer und schlug ihm ins Gesicht. Dann wurde ich niedergestochen. Er liess von mir ab und wandte sich wieder meinem Mann zu. Er stach auf ihn ein – wieder und wieder. Ich versuchte ihm das Messer abzunehmen, aber ich konnte es nicht.“

Adele berichtet, dass palästinensische Jugendliche den Angriff beobachtet haben. Sie hätten auch ihre zwei kleinen Kinder im Kinderwagen bemerkt. Aber sie hätten nur gelacht und sie verflucht, als sie stark blutend um Hilfe schrie. Einer habe ihr ins Gesicht geschlagen, ein anderer lachte sie aus, als sie ihn anflehte: „Ich habe ihm eine Million Schekel geboten, wenn er mich und meine beiden Kinder davonkommen lässt. Ich solle doch einfach tot umfallen, war seine Antwort.“

Sie habe ihre letzten Kraftreserven gesammelt und sei zu Polizisten geflohen, die ganz in der Nähe waren. „Ich konnte nur noch sagen: ‚Ich bin verletzt, mein Mann wurde niedergestochen und meine beiden Babys sind dort ganz alleine.‘ Dann habe ich das Bewusstsein verloren“, erinnert sich die Mutter. Der Militärrabbiner Nehemia Lavi, der in der Altstadt wohnte, hörte die Schreie und rannte zum Tatort, um zu helfen. Er wurde ebenfalls von dem Terroristen niedergestochen und tödlich verletzt. Der Terrorist wurde schliesslich von einem Sicherheitsbeamten erschossen. Adeles Sohn (2) wurde leicht verletzt, ihre Tochter blieb unversehrt.

Am Sonntagmorgen ist es zu einem weiteren Terrorangriff gekommen. Ein Palästinenser stach in der Nähe des Damaskustores zur Jerusalemer Altstadt mit einem Messer auf einen 15 Jahre alten Israeli ein. Der Täter wurde von der Polizei erschossen. Das Opfer kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

(JNS und Agenturen)



Kategorien:Sicherheit

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