Neue Messerattacken und Tote


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Armee und Polizei zeigen an allen wichtigen Plätzen und Kreuzungen in Jerusalem Präsenz, um weitere Attentäter abzuschrecken. Foto: Flash 90

Der Schabbatmorgen hat in Israel mit zwei Messerangriffen palästinensischer Terroristen begonnen. In Hebron versuchte ein 18-Jähriger, auf einen Siedler einzustechen, der am Grab der Patriarchen gebetet hatte. Doch der jüdische Mann war bewaffnet und erschoss den Angreifer. Kurz darauf griff ein Terrorist, nach ersten Meldungen 16 Jahre alt, im religiösen Jerusalemer Stadtteil Armon Hanatziv einen Grenzpolizisten an, als er von den Sicherheitskräften kontrolliert werden sollte. Auch er starb durch eine Polizeikugel, bevor er jemandem Verletzungen zufügen konnte.

In Armon Hanatziv (Ost-Talpiot) war vor vier Tagen ein Stadtbus von Terroristen überfallen worden, wobei zwei Fahrgäste ums Leben kamen.

Die radikal-islamische Hamas hatte den Freitag zum „Tag der Wut“ erklärt. Im Gazastreifen kam es zu heftigen Unruhen. Israelische Sicherheitskräfte an der Grenze wurden von maskierten Jugendlichen mit Steinen und Brandsätzen beworfen. Sie wehrten sich mit Tränengas und Gummigeschossen, setzten aber offenbar auch scharfe Munition ein. Zwei Palästinenser starben, 126 wurden nach offiziellen Angaben verletzt.

Bei Unruhen in der Nähe von Nablus kam am Abend ein weiterer Palästinenser ums Leben. Auch aus Bethlehem wurden gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und Israelis gemeldet.

Die Hamas bereitet im sogenannten Westjordanland, dem biblischen Judäa und Samaria, einen grossen Terroranschlag vor. Das meldet der israelische Fernsehkanal 10 unter Berufung auf palästinensische Sicherheitskräfte.

Beim dritten Messerangriff des heutigen Tages wurde eine 16 Jahre alte Palästinenserin in Hebron erschossen. Sie hatte messerschwingend eine Grenzpolizistin angegriffen, die leicht verletzt wurde.

Bei einem weiteren Messerangriff am Abend in Hebron wurde ein israelischer Soldat mittelschwer verletzt. Der Angreifer wurde niedergeschossen und in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Es war der vierte Messerangriff am heutigen Samstag.

Beim fünften Messerattentat des Samstags wurde am Abend ein Grenzpolizist schwer verletzt, als er am Qalandia-Checkpoint von einem Palästinenser mit einem Messer angegriffen wurde. Der Terrorist wurde erschossen.

Am Freitag noch telefonierte der US-Aussenminister John Kerry mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, wie ein US-Diplomat mitteilte. Mit Netanyahu sprach Kerry demnach auch über ein mögliches Treffen «in Europa in naher Zukunft». Auch US-Präsident Barack Obama zeigte sich sehr beunruhigt über die jüngste Gewalteskalation.

Kerry wird Netanyahu voraussichtlich nächste Woche in Berlin treffen. Der israelische US-Botschafter Ron Dermer sagte dem Nachrichtensender CNN, Kerry wolle mit Netanyahu über die eskalierende Gewalt in Israel und den Palästinensergebieten sprechen. Da sich Netanyahu kommende Woche zu einem Besuch in Berlin aufhalte, werde Kerry in die deutsche Hauptstadt reisen, um den israelischen Ministerpräsidenten zu treffen. Netanyahu wird am Mittwoch von Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen.

(JNS und Agenturen)



Kategorien:Sicherheit

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