UNESCO – Entscheidung über das jüdische Erbe


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Die neueste Entscheidung der UNESCO, Hebron und die Grabstätte der Patriarchen als gefährdetes „palästinensisches“ Weltkulturerbe anzuerkennen, löste bei israelischen Beobachtern Empörung aus.

Hebron ist natürlich zweifelsfrei ein jüdisches Erbe, aber man muss zugeben, dass zumindest die Grabstätte auch ein moslemisches Kulturerbe geworden ist. Das Manifest der UNESCO über die Altstadt Hebrons, al-Khalil & seine Umgebung verdeutlicht die unverzeihliche Voreingenommenheit, die bequem jegliche jüdische Geschichte in diesem Gebiet überspringt. Aber zu sagen, dass Hebron nichts mit dem Islam zu tun hätte, geht ebenfalls am Kern vorbei.

Den Wert von Hebron für den Islam zu betonen, bringt den Konflikt von der nationalen in die religiöse Sphäre. Ob bewusst oder nicht, die UNESCO bevorzugt die islamische Version der Bibel, die Abraham zum Vater des moslemischen Glaubens macht. Wenn Ministerpräsident Netanjahu darauf antwortet, dass Abraham der Vater des jüdischen Volkes sei, sagt er nichts, das Moslems nicht bereits wissen. Sie würden dem zustimmen, aber ebenfalls darauf bestehen, dass die Juden die Lehren der Propheten abgelehnt haben und sie deswegen nicht länger zum Erbe der Propheten gehören, von denen Abraham der erste war.

Netanjahu und die UNESCO verdeutlichen am besten, was passiert, wenn der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern endlich in den korrekten Kontext gestellt wird: Ein Kampf um das Erbe Gottes, das nie kompromittiert werden darf.

In der wirklichen Welt bedeutet dies, dass der Konflikt erst endet, wenn Israel oder die Palästinenser die Interpretation der Bibel der anderen Seite akzeptieren. Das wird, wie wir alle wissen, nie passieren. Wenn der Konflikt als vor allem religiöser Natur angesehen wird, sollte ein palästinensischer Staat als Werkzeug gesehen werden, das grosse islamische Ziel zu erreichen: Das Gelobte Land aus den Klauen der niederträchtigsten Ungläubigen, den Juden, zu befreien.

Leider gibt Israel seit seinem wundersamen Sieg von 1967 nichts weiter als Lippenbekenntnisse über jüdische Kulturstätten, wie den Tempelberg und die Grabstätte der Patriarchen, ab. Sogar die Entscheidung Netanjahus, Geld für die UNESCO stattdessen für den Bau einer jüdischen Gedenkstätte in Hebron zu nutzen, ist lächerlich. Anstatt lebende Juden zu stärken, baut er eine Gedenkstätte für tote Juden.

Nicht alle sind darüber erstaunt, denn es war Netanjahu, der 1997 unter dem Oslo Abkommen aus Hebron abzog. Es war jedoch nicht nur Netanjahu, sondern jeder Ministerpräsident war seitdem bereit, immer mehr und mehr von Hebron abzugeben und damit die heiligen, jüdischen Stätten an die Palästinenser zu übergeben. Diese Politik lässt Fragen über die jüdische Hingabe an ihr eigenes Erbe aufkommen.

Der grösste Dienst, den die UNESCO Entscheidung getan hat, ist die wahre Natur des Konflikts offenzulegen. Indem sie immer wieder das jüdische Erbe in diesem Land leugnet, sagt die UNESCO klar und deutlich, dass die internationale Gemeinschaft das Wohlergehen des Islam über dem des jüdischen Volkes stellt. (IH)



Kategorien:Kultur

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