SAP kauft E-Commerce-Startup aus Israel


Die SAP-Zentrale in Walldorf. (Foto: dpa)

SAP setzt bei der Digitalisierung neuerdings nicht nur auf Innovationslabore und Startup-Fabriken, sondern ist auch weiter bereit, Know-how teuer einzukaufen. So übernimmt der Software-Gigant aus Walldorf das israelische Daten-Startup Gigya komplett. Eine Kaufsumme wurde offiziell zunächst nicht genannt. Laut dem Branchenportal Techcrunch liegt sie allerdings bei rund 350 Millionen US-Dollar.

Der Deal soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, hiess es in der Nacht zum Montag. Gigya beschäftigt mehr  als 300 Mitarbeiter und hat seinen Sitz im Silicon Valley, die Gründer stammen aus Israel. Vereinfacht gesagt hilft Gigya Online-Händlern bei der Verwaltung von Logins und Nutzerprofilen. Das bereits 2006 begründete Startup verwaltet nach eigenen Angaben mehr als 1,3 Milliarden Online-Identitäten für hunderte Shops und Websites. Darunter fallen Asos, KLM und Forbes. Durch die Technologie lassen sich beispielsweise die Kundenbeziehungen optimieren.

Die Technologie von Gigya soll künftig in die bereits länger bestehende SAP-Sparte Hybris fliessen, die E-Commerce-Lösungen für das Kundenmanagement anbietet.  Mit der Hybris-Architektur – die SAP vor einigen ebenfalls aus der Schweiz von einem Unternehmen eingekauft hatte – lassen sich unter anderem hohe Besucherzahlen und Auftragsvolumen bewältigen. Zusammengefasst will SAP mit der neuen Übernahme seine Position im Maschinenraum des Online-Handels weiter stärken. (t3n)

 



Kategorien:Wirtschaft

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