Arabische Internetnutzer bekunden Unterstützung für Israel


Der Umgang der israelischen Armee mit den teils gewaltsamen Massenprotesten im Gazastreifen stößt vielerorts auf Kritik. Überraschende Unterstützung kommt hingegen von Nutzern der arabischen Twitter- und Facebookseiten, die das Außenministerium in Jerusalem betreibt. Dort haben sich am Wochenende auch Araber zu Wort gemeldet, die in Saudi-Arabien oder dem Irak leben – also in Ländern, die keine diplomatischen Beziehungen zu Israel pflegen. Kritik äußern diese Surfer an der radikal-islamischen Hamas.

„Möge Allah Israel und das verbrüderte israelische Volk beschützen“, zitiert die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“ einen Nutzer namens Ibrahim. „Ich bin Muslim und Araber, und ich liebe Israel und wünsche ihm nur Gutes.“ Der Araber schrieb weiter: „Mein Herz ist mit meinen jüdischen Cousins. Es gibt keinen Ausweg daraus, dass der palästinensische Terror der Hamas endet.“

Jonathan Gonen leitet im Außenministerium die Abteilung der digitalen Demokratie in arabischer Sprache. Er moderiert den Internetauftritt, die Facebookseite und den Twitteraccount. Die Reaktion bezeichnete er als ein Beispiel für vielfältige positive Antworten und Kommentare, die eingegangen seien: „Es wurden Tausende Reaktionen auf die Posts geschrieben, die wir zum Thema der Vorfälle vom Freitag veröffentlicht haben. Ein Teil davon identifizierte sich mit den Palästinensern und der andere Teil mit Israel. Wir haben in den Posts betont, dass die Terrorgruppe Hamas hinter den gewaltsamen Vorfällen steht und dass es sich nicht um eine friedliche Demonstration handelt. In der Tat haben wir gesehen, dass die Surfer die Organisation scharf angreifen.“

So schrieb etwa Ahmad aus der irakischen Stadt Basra: „Wir hoffen, dass die palästinensischen Brüder nicht in die Terrorpläne der Hamas gezerrt werden, die einzig und allein den Palästinensern schaden werden. Wir müssen den Gedanken betätigen und für den Frieden zwischen dem Staat Israel und dem palästinensischen Staat handeln.“

Ein Jordanier ging auf die mit dem jüngsten Protest verbundene Umweltverschmutzung ein: „Kinder in Gaza brauchen saubere Luft und keine Luft, die durch das Verbrennen der Hassreifen verschmutzt ist. Sie brauchen auch neue Führer, die sie vom Zeitalter der Konflikte und des Hungers zum Licht der Menschenfreundlichkeit, des Wissens und der Liebe hinüberbringen.“ Die Hamas-Führer schöpften aus den Ideen Adolf Hitlers und des Iran. „Es ist an der Zeit, sie in den Abfalleimer der Geschichte zu werfen, zusammen mit ihren Hassreifen.“

Dieses Bild sorgt bei den arabischen Kommentatoren für Empörung

Die User kommentierten auch das Bild eines palästinensischen Babys auf einem Stapel Reifen, die für die Massenverbrennung vorgesehen waren. Ein Mann namens Omar schrieb auf Facebook: „Die Barmherzigkeit und die Menschlichkeit sind aus Euren Herzen geschmolzen, Ihr Hamas-Führer.“ Ein anderer Surfer sprach das Baby an: „Dein kleiner Körper wird durch sie ausgenutzt werden. Sie werden mit Deinem Blut Geschäfte machen, mein Kind, sie werden mit Deiner reinen Seele Geschäfte machen. Mein teuerer Palästinenser – sie werden mit Dir und Deiner Geschichte Geschäfte machen.“

Dem Bericht zufolge haben sich auch saudische Staatsbürger zu Wort gemeldet. Dies sei möglicherweise dadurch beeinflusst, dass palästinensische Demonstranten Bilder des Königs und des Kronprinzen von Saudi-Arabien verbrannt hätten. Ein Landsmann schrieb: „Der Krieg gegen den Terror beginnt damit, dass er in ideologischer Hinsicht ausgemerzt wird. Es gibt keinen Zweifel, dass die Terror-Organisation Hamas jede Möglichkeit auf Frieden bremst und für die Verbreitung von Hass und Gewalt agiert. Israel hat in internationaler Hinsicht ein anerkanntes Besitzrecht.“ Ein weiterer Saudi merkte an: „Die Welt muss wissen, dass die Hamas den Bewohnern von Gaza schadet, und neutral sein, statt über das Verhalten der Hamas zu schweigen und das Licht der Scheinwerfer allein auf Israel zu richten.“ (inn)



Kategorien:Gesellschaft

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