Premierminister Netanyahu in Moskau


Netanjahu beim Treffen mit dem russischen Präsidenten Putin (Foto: Kobi Gideon/GPO)

Premierminister Benjamin Netanyahu ist gestern (11.07.18) im Kreml in Moskau mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin zusammengetroffen.

Zu Beginn des Treffens erklärte der Premierminister:

„Ich möchte gerne zur sehr erfolgreichen Weltmeisterschaft gratulieren, die Russland ausrichtet. Die gesamte Welt schaut mit großem Interesse zu, auch wir in Israel und ich persönlich. Daher danke ich Ihnen für die Einladung, das Spiel heute Abend anzuschauen.

[…]

Ein solcher Besuch ist immer eine Gelegenheit für uns, daran zu arbeiten, die Situation in unserer Region zu stabilisieren, Sicherheit und Stabilität zu steigern.

Es ist offensichtlich, dass unser Schwerpunkt auf Syrien und Iran liegt. Unsere Ansicht, dass Iran Syrien verlassen muss, ist weithin bekannt, auch für Sie ist das nichts Neues.

Vor einigen Stunden ist eine syrische Drohne in den israelischen Luftraum eingedrungen. Wir haben sie abgeschossen und weiterhin streng gegen jeden Beschuss und jedes Eindringen in den israelischen Luftraum oder auf das Territorium vorgehen. Wir erwarten, dass diese Hoheit gewahrt wird und Syrien sich streng an das Abkommen zur Truppenentflechtung [von 1974] halten wird.

Die Zusammenarbeit zwischen uns ist ein wichtiger Baustein dabei, einen Flächenbrand oder auch eine Verschlechterung dieser und anderer Situationen zu verhindern. Daher möchte ich Ihnen für die Gelegenheit danken, diese und natürlich auch alle anderen Themen zu besprechen.“

Am Abend sah sich der Premierminister im Olympiastadion Luschniki in Moskau das Halbfinalspiel der Fußball-WM zwischen England und Kroatien an.

US-Kongress warnt Netanjahu vor einem Deal mit Putin in Bezug auf Syrien

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu solle gut darüber nachdenken, wenn er überlegt, mit Russland ein Abkommen bezüglich der Zukunft Syriens abzuschliessen, warte ein US-Senator.

Als Netanjahu sich in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin traf, twitterte Senatorin Lindsey Graham: „Unseren Freunden in Israel – seid sehr vorsichtig, Vereinbarungen mit Russland in Bezug auf Syrien zu treffen, die die Interessen der USA betreffen könnten. Ich vertraue Russland nicht, den Iran oder jeden anderen in Syrien zu kontrollieren. Die USA müssen ihre Präsenz in Syrien aufrechterhalten, um sicherzustellen, dass der IS nicht zurückkehrt und dem Einfluss Russlands / Irans entgegenwirkt. “

Netanjahu bestand in seinem ersten Treffen mit Putin Berichten zufolge darauf, dass iranische Truppen in Syrien nach dem Bürgerkrieg aus dem Land evakuiert werden. Putin antwortete, dass eine solche Forderung unrealistisch sei, was zu der Befürchtung führte, dass Netanjahu einer Vereinbarung zustimmen würde, wonach Russland versprochen hat, die iranischen Truppen im Zaum zu halten, während sie in Schlagdistanz zu Israel bleiben dürfen.

Graham schien Putins Einschätzung zuzustimmen, wonach die Iraner zu diesem Zeitpunkt nicht mehr einfach zu entfernen seien, und stattdessen eine starke US-Militärpräsenz in Syrien sehen wolle.

Diese Position wird von den meisten US-Abgeordneten beider Richtungen geteilt, von denen sich viele Sorgen machen, dass, wenn Präsident Donald Trump Anfang nächster Woche mit Putin zusammentreffen wird, er einen Deal machen könnte, der Syrien in die Hände der Russen legt, und seine iranischen Verbündeten.

Dies alles in Israel wird als Rezept für einen Krieg angesehen.

(JNS und Agenturen)



Kategorien:Politik

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