Keine Fussballübertragungen in Judäa und Samaria


Die israelische Rundfunkanstalt KAN wollte sich für 5 Millionen Euro die Übertragungsrechte an den Spielen, welche durch die UEFA organisiert werden, sichern. KAN wurden im vergangenen Jahr die Rechte für die Übertragungen von der amerikanischen Firma CAA11, die für die Vermarktung der Senderechte der Spiele im Rahmen der UEFA verantwortlich ist, zugesprochen.

Wie Jediot Achronot berichtete, erlaubt der Vertrag jedoch nur die Übertragung in Israel, nicht in den „Palästinensischen Territorien“, worunter Judäa, Samaria und Gaza fallen. Zudem ist die Situation bezüglich Ostjerusalems unsicher. In Judäa und Samaria leben viele israelische Bürger. Zur Zeit wird es dem israelischen Fernsehen nicht erlaubt sein, die Fussballspiele der israelischen Nationalmannschaft in Städten wie Ariel oder Maaleh Adumim wohnenden israelischen Bürger zu senden. Die Übertragungsrechte für die palästinensischen Gebiete liegen bei einem Unternehmen aus Katar.

Vom israelischen Rundfunk KAN hiess es in einer Mitteilung an CAA11, dass niemand in der Lage sei, Sendungen an Israelis in Judäa, Samaria und Gaza zu verhindern. Auch wurde betont, dass die Forderung überflüssig sei, da die Übertragungen nicht über offene Satelliten empfangen werden können. „Der Rundfunk wird nur einen Vertrag unterzeichnen, der es ihm ermöglicht, an alle israelischen Bürger sowohl in hebräischer als auch in arabischer Sprache zu senden, unabhängig von ihrem Wohnort“, teilte das Unternehmen der UEFA mit.

Bereits vor einem Jahr hatte KAN ein entsprechende Anfrage an die UEFA gestellt, jedoch keine Antwort erhalten.

Gestern hat der israelische Rundfunk KAN nun dem Agenten der UEFA mitgeteilt, dass man auf die Senderechte der Spiele der israelischen Nationalmannschaft im Rahmen der Qualifikation zur Fussball-EM und der WM verzichten werde. Als öffentlicher israelischer Rundfunk sei man allen Bürgern Israels verpflichtet. es sei unmöglich, bestimmte geographische Gebiete vom übrigen Israel auszugrenzen.

In der Mitteilung hiess es weiter: „Als öffentlicher Sender sind wir auch den Arabisch sprechenden Bürgern verpflichtet, daher baten wir auch fpr die Senderechte in diesen Gebieten. Als Antwort wurde uns gesagt, dass es Aufgabe der UEFA sei, dieses Problem zu lösen, doch bis heute haben wir keine Antwort erhalten und sogar erfahren, dass es eine weitere Sendeanstalt gibt, die über die Rechte verfügt (aus Katar). Daher sehen wir uns nicht im Stande, die Übertragungen vorzubereiten und uns mit Sponsoren der Nationalmannschaft in Verbindung zu setzen, was erhebliche wirtschaftliche Einbussen zur Folge hat. Daher können wir nicht weiter auf eine Antwort warten und verzichten auf die Senderechte der Qualifikationsspiele der EM 2020 und der WM 2022.“

Archivbild: WM-Qualifikationsspiel zwischen Israel und Spanien vor einem Jahr (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)



Kategorien:Sport

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