Netanjahu fordert iranische Führung erneut heraus, muss zu Hause aber herbe Kritik einstecken


Premierminister Benjamin Netanjahu und US-Präsident Donald Trump haben einige Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel scheinen beide die Gelegenheit zu geniessen, ihre Feinde in den sozialen Medien zu ärgern.

Laut einer kuwaitischen Zeitung sagte der Chef der iranischen Revolutionsgarde, General Qassem Soleimani, kürzlich, dass ein paar zeitlich gut abgestimmte grenzüberschreitende Angriffe einen Sieg von Netanjahu bei den kommenden Wahlen verhindern könnten .

Am Mittwoch veröffentlichte Netanjahu einen kurzen Videoclip auf Twitter, in dem er sich an Soleimani wandte und sagte, anstatt sich um die Wahl Israels zu sorgen, sollte er sich vielleicht die iranischen Militärstützpunkte am Rande von Damaskus ansehen, die gerade von israelischen Kampfflugzeugen zerstört worden seien.

„Statt sich in die Wahlen einzumischen, würde es Soleimani gut daran tun, den Zustand der iranischen Stützpunkte, die er in Syrien zu errichten versucht, zu überprüfen“, sagte Netanjahu und fügte hinzu, dass Israel seine entschlossenen Bemühungen fortsetzen werde, um die iranische Präsenz in Syrien verhindern.

Nationale Sicherheit oder Wahlkampf?

Zu Hause wurde Netanjahu von seinen Kritikern in der Knesset beschimpft, weil er die Luftangriffe auf Syrien ausgenutzt hätte, um politische Punkte vor den Wahlen zu erzielen.

Viele waren der Ansicht, dass Netanjahu durch sein Reden über israelischen Angriffe Russland dazu gezwungen habe, die Angriffe öffentlich zu verurteilen und somit die zukünftige israelische Operationen gefährdet habe.

„Nach jahrelanger ruhiger und effizienter Zusammenarbeit [mit Moskau] hat der Wahlkampf von Netanjahu die Russen gezwungen, sich in der syrischen Arena gegen uns auszusprechen“, sagte Yair Lapid, Vorsitzender der Partei der Zentrumsgruppe Yesh Atid, und ein Mann, der sich selbst als zukünftigen Premierminister sieht.

„Netanjahu bricht mit Israels Zweideutigkeitspolitik aus persönlichen politischen Gründen und bindet die Hände der israelischen Armee bei der Kampagne im Norden“, fügte Hatnua-Parteichefin Tzipi Livni hinzu.

Der russische Botschafter in Israel, Anatoly Viktorov, stimmte mit den oppositionellen Gesetzesgebern überein und ´sagte in einem Interview bei i24, dass die Regierung Netanjahus nun auf sehr Ebene über die Angriffe spricht. Und man sei sich sicher, dass dies mit der Kampagne zu den kommenden Wahlen zu tun hätte. (ih)



Kategorien:Politik

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