Industrie 4.0 und IoT: Startups aus Israel


Tel Aviv hat sich zu einem wichtigen Geschäftszentrum entwickelt, wo viele High-Tech-Firmen ihren Sitz haben. (Bild: Pixabay / CC0)

Das Silicon Valley des Nahen Ostens: Israels Tech-Szene gilt als erstklassig; nirgendwo anders gibt es gemessen an der Einwohnerzahl so viele Startups – und das aus sämtlichen Branchen. Ein Überblick aus dem Bereich Industrie 4.0 und IoT.

Das Silicon Valley kennt jeder, das Silicon Wadi wohl die wenigsten. Dabei ist die Tech-Region, die sich durch Israel zieht, mit ihrem Ballungszentrum Tel Aviv, keineswegs bloss ein Abklatsch des weltweit grössten Technologiezentrums in Kalifornien, sondern zählt mittlerweile zu den etabliertesten und fortschrittlichsten Innovationszentren der Welt.

Nicht nur haben internationale Technologieriesen wie Intel, IBM, Google, Facebook, SAP und Microsoft hier Forschungs- und Entwicklungszentren. Das Land im Nahen Osten gilt als Startup-Nation: nirgendwo anders gibt es gemessen an der Einwohnerzahl so viele Startups.

Der Bloomberg Innovation Index 2019 zeichnete Israel als fünftinnovativste Wirtschaft der Welt aus, im vergangenen Jahr belegte das Land noch Platz zehn. Süd-Korea, Deutschland, Finnland und die Schweiz liegen vor Israel, Singapur, die USA und Japan gelten laut Index als weniger innovativ. Der jährliche Bloomberg Innovation Index errechnet sich anhand von sieben Kennzahlen, darunter Forschungs- und Entwicklungsausgaben, Produktionskapazitäten und Konzentration von Hightech-Unternehmen.

Israels innovative Ideen wirken wie Magneten auf internationale Industrie- und Technologieriesen. So kaufte Sony 2016 den Chiphersteller Altair für 212 Millionen US-Dollar, Oracle den Cloud-Computing-Spezialisten Ravello für 500 Millionen US-Dollar und Cisco das Chipdesign-Startup Laeba für 320 Millionen US-Dollar, wie eine 2016 veröffentlichte Studie der Beratung Roland Berger zeigt.

Das Interesse ist dabei branchenübergreifend. Die Studie „The German Mittelstand and the Israeli Startup Ecosystem“ der Bertelsmann Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass es insbesondere in den für den deutschen Mittelstand relevanten Bereichen wie Automotive, Industrie 4.0 und IoT eine grosse Anzahl spezialisierter israelischer Startups gebe. Diese seien ihrerseits an einer Kooperation mit dem deutschen Mittelstand interessiert, schreiben die Studienautoren in einem Gastbeitrag in dem Magazin „Israel Zwischendenzeilen“.

Im Jahr 2017 fanden gleich zwei massive Übernahmen im Industrie-4.0- und IoT-Bereich statt: Intel kaufte Mobileye, einen israelischen Hersteller von Fahrassistenzsystemen für autonomes Fahren, für 15,3 Milliarden Dollar. Continental übernahm für 400 Millionen Dollar das Cybersicherheits-Startup Argus.

Dieser Beitrag stammt von Portal Industry-of-Things.de.

 



Kategorien:Wirtschaft

Schlagwörter:, , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: