Israels wachsende Rolle im globalen Krieg gegen den Terror


Der Islamische Staat plant ein Comeback, aber er und andere dschihadistische Gruppen werden mit einem ermächtigten jüdischen Staat zu kämpfen haben.

Die israelische Spionage-Agentur Mossad und der militärische Geheimdienst der israelischen Armee haben im Laufe von drei Jahren weltweit rund 50 Terroranschläge vereitelt. Das berichtete der israelische Fernsehsender Channel 12 in der vergangenen Woche.

Die vereitelten Terroranschläge waren dem Sender zufolge das Werk des Iran und ISIS.

Der israelische Geheimdienst lieferte Informationen über geplante Terroranschläge gegen zwanzig Länder, darunter die Türkei, bei denen der Mossad dazu beitrug, nicht weniger als zwölf Angriffe des IS zu vereiteln, obwohl sich die diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und dem Erdogan-Regime in Ankara verschlechtert haben.

Die geheimdienstlichen Informationen wurden mit der Türkei geteilt, selbst nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seine bösartige Rhetorik gegen Israel während des aufflammenden Konflikts mit der Hamas und dem Islamischen Dschihad im Gazastreifen verschärft hatte.

Erdogan verglich den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sogar mit dem NS-Diktator Adolf Hitler und behauptete, Israel habe einen „kulturellen Völkermord” an den palästinensischen Arabern begangen.

„Heute sind die Palästinenser Druck-, Gewalt- und Einschüchterungsmassnahmen ausgesetzt, die nicht weniger gravierend sind als die Unterdrückung der Juden während des Zweiten Weltkriegs”, sagte der türkische Diktator den Teilnehmern einer Konferenz über Jerusalem im vergangenen Jahr.

Knesset-Sprecher Yuli Edelstein antwortete auf die Nachricht mit den Worten: „Es scheint, dass nicht nur die Bürger Israels dem Mossad Dank schulden. Es wäre interessant, wenn der Tyrann Erdogan uns dafür danken würde, dass wir das Leben seiner Bürger gerettet haben. “

Unnötig zu erwähnen, dass Erdogan bezüglich des Berichts von Channel 12 still geblieben ist.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gab ausserdem bekannt, dass der israelische Geheimdienst einen Bombenanschlag von ISIS auf einen Flug der Etihad Airways von Sydney nach Abu Dhabi verhindert habe, indem er australische Beamte alarmiert habe.

Der Mossad half auch dabei, einen Hisbollah-Angriff auf die britische Hauptstadt London zu vereiteln, sowie eine iranische Verschwörung, um die französische Hauptstadt Paris zu bombardieren, wie israelische Beamte gegenüber dem israelischen TV-Sender Channel erklärten.

Der Austausch israelischer Informationen über ISIS-Angriffe gegen hauptsächlich westliche Länder könnte angesichts der jüngsten Entwicklungen in Bezug auf die dschihadistische Organisation noch wichtiger werden.

Einem neuen Bericht des Instituts für Kriegsforschung zufolge arbeitet ISIS an einem Comeback im Irak und in Syrien, während es im Rahmen einer Kampagne mit dem Titel „Soldiers Harvest” alle seine globalen Operationen kategorisiert.

Die Kampagne beinhaltet die Umgruppierung der Streitkräfte in Syrien und im Irak, wo sich rund 30.000 Kämpfer von ISIS befinden, und die Ausweitung der Operationen auf Länder ausserhalb des Nahen Ostens.

Im Kongo, in Indien und in Pakistan hat ISIS drei neue „Provinzen“ geschaffen und am Ostersonntag einen verheerenden Angriff auf Christen in Sri Lanka gestartet.

ISIS hat nun eine Materialschlacht im Irak und in Syrien begonnen, bei dem die dschihadistische Gruppe improvisierte Sprengsätze einsetzt, um für Chaos zu sorgen.

Der irakische Zweig des IS hat beispielsweise bereits eine Reihe von Angriffen gegen die ölreiche kurdische Stadt Kirkuk unternommen.

Am 30. Mai kündigte der IS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi den Beginn einer „globalen Materialschlacht und das Ende von „Soldiers Harvest” an.

Seitdem hat ISIS in Syrien, im Irak, in Afghanistan, in Westafrika, in Libyen, in Somalia, in Zentralafrika, in Pakistan und in der Sinai-Wüste in Ägypten „Operationen“ durchgeführt.

Die dschihadistische Gruppe bereitete auch auf einen Terroranschlag in Israel vor, der vereitelt wurde, nachdem die Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde, die vom israelischen Geheimdienst einen Hinweis erhalten hatten, eine 23-jährige Palästinenserin aus einem Dorf in der Nähe von Qalqiliya festgenommen hatten.

In den vergangenen zwei Monaten veröffentlichte ISIS in den sozialen Medien auch erschreckende Bilder von bevorstehenden Angriffen auf den Westminster Palast und den Big Ben in London.

„London – Attacken kommen bald” hiess es auf einem Plakat mit einem brennenden Big Ben.

Der britische Mirror berichtete von einem weiteren Bild , das von ISIS-Mitgliedern gepostet wurde, es zeigte „einen mit Sturmhauben bekleideten Mann, der mit einem bluttriefenden Messer über New York City steht. Darunter stand geschrieben: „Nur Terror. Bekämpfe sie in deinem Land“.

„Wenn die heiligen Monate vergangen sind (ein Hinweis auf den Ramadan), tötet die Polytheisten, wo immer Ihr sie findet, nehmt sie gefangen, belagert sie und lauert ihnen an jedem Ort im Hinterhalt auf“, schrieb ISIS auf einem der Plakate, die sich auf Sure Tawbah 9: 5-15 des Korans beziehen. (Yochanan Visser, ih)

Hamas überwies über private Firmen Gelder nach Judäa und Samaria zur Finanzierung von Terroraktivitäten.

Israelische Sicherheitskräfte haben in der Nacht zum Dienstag drei palästinensische Araber festgenommen. Sie stehen unter Verdacht, an der Überweisung von für die Finanzierung von Terroraktivitäten bestimmten Geldern der Hamas vom Gazastreifen in das sogenannte „Westjordanland“ beteiligt gewesen zu sein. Die Geldüberweisungen wurden unter dem Deckmantel ziviler Firmen durchgeführt.

Mit daran beteiligt waren mehrere unabhängige Geldwechselbüros und ein Reisebüro, das offizielle Bankensystem wurde dabei übergangen, sodass der Ursprung des Geldes verdeckt wurde.

Die auf diese Weise überwiesenen Gelder wurden für terroristische Aktivitäten und zur Finanzierung der Gehälter von Hamas-Aktivisten in Judäa und Samaria verwendet.

Bei den drei Festgenommenen soll es sich Berichten zufolge um Hamas-Angehörige handeln, zwei von ihnen waren ehemalige Sicherheitshäftlinge.

Ein israelischer Armeesprecher erklärte, dass man die Massnahmen gegen zivile Unternehmen, die mit terroristischen Gruppen im Gazastreifen und in Judäa und Samaria kooperieren, weiter verschärfen werde. „Die Methoden der Hamas zur Überweisung von Geldern sind uns vertraut und wir arbeiten daran, sie zu vereiteln“, hiess es in einer Erklärung des Armeesprechers. (JNS & Agenturen)

 

 



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