Beduinen packen Lebensmittelpakete für Juden


Eine Freiwilligen-Vereinigung hilft mit Lebensmittelpaketen jüdischen Familien kurz vor dem Passahfest. Jüdische Ehrenamtliche wollen sich revanchieren.

Dreissig junge Beduinen haben hunderte Lebensmittelpakete gepackt. Sie leben in der Gegend der Stadt Dimona im Negev. Verteilt werden die Pakete in der Grösse eines Umzugskartons an jüdische Familien, die in Armut leben. Der Zeitpunkt kurz vor dem Passahfest, das am Samstagabend beginnt, ist dabei nicht zufällig. Es geht darum, besonders in der religiös geprägten Zeit zu helfen.

Organisiert wird diese solidaritätsstiftende Aktion durch den Dachverband der grössten Freiwilligen-Vereinigung in Israel, die Freiwillige im gesamten Land verbindet. Zentrales Ziel ist, die Solidarität innerhalb Israels zu erhöhen. Das Projekt soll helfen, gesellschaftliche Spaltungen zu überwinden.

Auch jüdische Freiwillige wollen sich an der praktischen Hilfe beteiligen. Geplant ist, dass zum muslimischen Fastenmonat Ramadan, der am 13. April beginnt, muslimische Familien Lebensmittelpakete erhalten. Diesmal sollen Juden sie packen. Diese Initiative junger Menschen auf beiden Seiten erfreut die Initiatoren, denn so könnten Menschen in Armut Unterstützung erhalten. Ehrenamt und Freiwilligenarbeit wie auch Werte könnten mithilfe solcher Projekte gelebt werden. Dies äusserte einer der Leiter des Projekts, Jigal Weiner, gegenüber der „Jerusalem Post“. (inn)



Kategorien:Nahost

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