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  • Verdächtiger nach Anschlag in Tel Aviv gefasst

    Bereits wenige Stunden nach dem Bombenanschlag auf einen Linienbus am Mittwoch ist ein Verdächtiger gefasst worden. Das wurde am Donnerstagabend bekannt gegeben.
    Der Allgemeine Sicherheitsdienst (SHABAK) erklärte, Mitgliedern einer Terrorgruppe aus der Nähe von Ramallah sei es gelungen, einen israelischen Staatsbürger aus Taiybe in Galiläa für die Durchführung des Anschlags zu gewinnen.
    Der Mann soll ursprünglich aus dem Westjordanland stammen und im Rahmen einer Familienzusammenführung die israelische Staatsbürgerschaft erhalten haben.
    Um den Sprengsatz in die Stadt zu bringen, nutzten die Mitglieder der Gruppe das Auto des Arbeitgebers des Verdächtigen, der von ihrem Vorhaben wohl nichts wusste.
    Den bisherigen Erkenntnissen zufolge hat der Verdächte die Bombe im Bus platziert und stieg dann aus. Nachdem er seine Auftraggeber informiert hatte, zündeten diese den Sprengsatz durch einen Anruf von einem Mobiltelefon.
    Die Ermittlungen laufen weiter, und es werden noch weitere Festnahmen erwartet.

  • Soldat ist Verletzungen erlegen

    Der Offizier der Reserve Boris Yarmulnik, der am Mittwoch durch Schüsse aus dem Gazastreifen lebensgefährlich verletzt worden war, ist am Donnstag seinen Verletzungen erlegen.
    Dies gaben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte bekannt.
    Yarmulnik, der 1993 im Alter von neun Jahren mit seiner Familie aus der Ukraine nach Israel eingewandert war, befand sich als Ausrüstungsoffizier bei einem Einsatz, als er von einem Raketensplitter getroffen wurde. Er wurde unverzüglich mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus Soroka in Beer Sheva gebracht.
    Die Beerdigung fand heute Morgen um 11.00 Uhr Ortszeit statt.
    Die Zahl der israelischen Todesopfer im Verlauf der Operation Wolkensäule ist damit auf sechs gestiegen.

  • Trotz Waffenruhe: Raketen auf Israel

    Israel hat seit Beginn des Waffenstillstands keine Ziele im Gazastreifen angegriffen. Die Bewohner der Südstädte drückten unterdessen ihre Enttäuschung aus, es hieß, sie fühlen sich alleingelassen. Regierungschef Benjamin Netanjahu habe „kapituliert“. In der Nacht zum Donnerstag mussten sie immer wieder Schutz im Bunker suchen, weil die Sirenen heulten. Die Schulen im Süden sind auch am Donnerstag geschlossen. Zu groß ist die Angst vor weiteren Angriffen. Die israelischen Truppen an der Grenze zum Gazastreifen bleiben vorerst noch dort stationiert, weil mit einem weiteren Ausbruch der Gewalt gerechnet wird.
    Mehr als 1500 Raketen sind seit dem Beginn der Operation Wolkensäule auf Israel abgeschossen worden, 933 davon schlugen auf israelischem Gebiet ein (Quelle: IDF Blog). Fünf Israelis kamen dabei ums Leben, 240 wurden verletzt. Die israelische Armee hat 1500 Gegenangriffe auf terroristische Ziele in Gaza ausgeführt.

  • Accounts des israelischen Vizepremiers von Hackern gekapert

    Linkedin ebenso wie sein E-Mail-Konto bei Gmail sowie sein persönliches Blog getroffen haben. Eine propalästinensische Hackergruppe namens „Z Company Hacking Crew“ (ZHC) hat sich bereits zu der Aktion bekannt.
    Während Shaloms Facebook-Seite wohl bereits vom Netz genommen wurde, ist der gekaperte Twitter-Account noch aktiv. Die Hacker verbreiteten darüber Tweets, die mit Hashtags wie „#GAZA“ und „#FREEPALESTINE“ zu einem Ende der Kampfhandlungen im Gaza-Streifen aufrufen und gegen Israel austeilen – unter anderem wird Premierminister Benjamin Netanjahu als Psychopath bezeichnet. Auch auf Youtube zeigt sich ein ähnliches Bild, die Hacker setzten ein Banner auf den Account und posteten bislang zwei Antikriegsvideos. Auf ihrem eigenen Twitteraccount kündigte die Gruppe auch an, im Laufe des Mittwochs persönliche Dokumente und andere „interessante Sachen“ des Vizepremiers veröffentlichen zu wollen, die ihnen offenbar beim Hack in die Hände gefallen sind…

  • Waffenruhe ist ab 21 Uhr Ortszeit in Kraft treten

    Seit 20.00 Uhr gilt der Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen. Bis kurz zuvor gingen die Angriffe von beiden Seiten ungehindert weiter.
    Der ägyptische Aussenminister Mohamed Amr hat offiziell bestätigt, dass eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas vereinbart worden sei. Diese soll ab Mittwoch, 21 Uhr Ortszeit gültig sein. Israels Ministerpräsident Netanjahu sagte, er werde härtere Geschütze auffahren, sollte die Waffenruhe gebrochen werden. Benjamin Netanyahu erklärte, er habe der Waffenruhe auf Anraten von US-Präsident Barack Obama zugestimmt.
    Mit dem Beginn der Waffenruhe hätte Israel sein unmittelbares Ziel erreicht, ein Ende der Raketenangriffe aus der Enklave zu erreichen. Die im Gazastreifen regierende islamisch-fundamentalistische Hamas aber verlangt unter anderem ein Ende der seit fünf Jahren andauernden Blockade durch Israel und auch immer noch durch Ägypten.
    Clinton ging darauf nur indirekt ein. «In den kommenden Tagen werden wir daran arbeiten, die Gewalt in der Region zu beenden und eine Verbesserung der Lebensumstände im Gazastreifen sowie der Sicherheit Israels zu erreichen», sagte sie. Solange aber immer noch mehr Waffen in das Gebiet gelangen können, kann Israel ein Ende der Blockade nicht zustimmen. Jedoch wurde die Öffnung der Grenzübergänge für Personen und Waren schon vereinbart. Dies wird 24 Stunden nach Beginn des Waffenstillstands in Kraft treten. Wörtlich heisst es in der Erklärung: Beide Seiten sagen die Öffnung der Grenzübergänge und die Ermöglichung des ungehinderten Übergangs von Personen und Waren zu. In diesem Punkt dürfte es zukünftig noch schwierige Verhandlungen geben…

  • Europa-League-Partie in Israel abgesagt

    Die Uefa sagt das Europa-League-Spiel zwischen Hapoel Kiryat Shmona und dem spanischen Erstligisten Athletic Bilbao in der israelischen Stadt Haifa einen Tag vor der geplanten Austragung wegen der angespannten Sicherheitslage in der Region ab.
    Der Anschlag auf einen Bus in Tel Aviv hat bei der Europäischen Fussball-Union Uefa ein Umdenken bewirkt.
    Die Uefa sagte das Europa-League-Spiel zwischen Hapoel Kiryat Shmona und dem spanischen Erstligisten Athletic Bilbao in der israelischen Stadt Haifa einen Tag vor der geplanten Austragung wegen der angespannten Sicherheitslage in der Region ab.
    Wann die für Mittwoch (19.00 Uhr MEZ) geplante Partie nachgeholt wird, ist noch nicht bekannt. Über eine Neuansetzung solle bis zum Wochenende entschieden werden, teilte die Uefa weiter mit…

  • Zwist zwischen Israel und Türkei

    Die Türkei hat beschlossen, die in Israel neulich gekauften Drohnen zurückzugeben. Türkische und israelische Experten kommentieren die zunehmenden Spannungen zwischen beiden Ländern mit Blick auf den Syrien-Konflikt.
    Um ihre Entscheidung zu begründen, verwiesen die türkischen Behörden auf „mangelnde technische Unterstützung“ durch Israel. Ausserdem seien die zuvor gekauften Drohnen eigentlich „nutzlos“. Experten vermuten jedoch, dass die wahren Gründe tiefer liegen und den allgemeinen Stand des türkisch-israelischen Verhältnisses widerspiegeln. Der türkische Oberst a.D. Celalettin Yavuz, Vizechef der Denkfabrik TÜRKSAM, kommentiert:
    „Die Türkei hat rund zehn israelische Drohnen des Typs Heron für 15 Millionen US-Dollar gekauft. Seit acht Monaten sind sie aber nicht zum Einsatz gekommen, es gibt Probleme mit deren Wartung und Reparatur. Es ist eine sehr richtige Entscheidung, etwas zurückzugeben, was nicht genutzt wird. Wie das praktisch aussehen soll, ist schwer zu sagen. Die Entscheidung der türkischen Führung kann als Absicht betrachtet werden, auf die Drohnen-Kooperation mit Israel zu verzichten. Ausserdem bastelt der türkische Luft- und Raumfahrtkonzern TAI mittlerweile an unbemannten Luftfahrzeugen. In ein paar Jahren sollen also Drohnen aus türkischer Produktion zur Verfügung stehen.
    All dies ist ein indirekter Hinweis auf den aktuellen Stand der türkisch-israelischen Beziehungen. In der türkischen Sicherheitsdoktrin, dem so genannten Roten Buch, wurde Israel im Jahr 2009 als einziger Gegner der Türkei eingestuft. Doch mittlerweile haben sich die Beziehungen der Türkei mit ihren Anrainern Syrien, Iran und Irak drastisch geändert. Kaum hat sich die Türkei von Israel abgewandt, bekam sie unüberwindbare Differenzen mit ihren Anrainerstaaten.
    Deshalb gab sich die israelische Führung Mühe, die Türkei mit ihren Nachbarn zu entzweien. Das ist aber nicht nur ein Verdienst der Netanjahu-Regierung. Die jüdische Lobby in den USA sowie die Obama-Administration haben ebenfalls dazu beigetragen. Als sie begriffen, dass es praktisch unmöglich ist, den Türken eine Freundschaft mit Israel aufzuzwingen, versuchten sie gemeinsam, eine Situation um die Türkei zu schaffen, um deren Einstieg in jede antiisraelische Koalition zu verhindern. Heute ist ein antiisraelisches Bündnis der Türkei, des Iran, des Irak und Syriens schwer vorstellbar. Das verdirbt weiter die israelisch-türkischen Beziehungen, die ohnehin nicht gerade gut sind“.
    Nach Ansicht des israelischen Politikexperten Arye Gut wäre es allerdings verfrüht, von einem endgültigen Bruch zwischen Israel und der Türkei zu sprechen. Diese Länder bräuchten einander, so der Experte:
    „Es geht ja nicht nur um 60 Jahre offizielle Beziehungen zwischen den beiden Staaten, sondern auch um 500 Jahre gute Beziehungen zwischen den beiden Völkern. Derzeit ist die Lage in unserer Region kompliziert. Die Türkei braucht Israel nicht weniger als Israel sie braucht. Die Türkei war immer ein sehr wichtiger wirtschaftlicher und militärischer Partner für Israel. Deshalb sollte sich die türkische Führung nicht von ihren persönlichen Ambitionen leiten lassen, sondern von den nationalen Interessen ihres Landes. Die Türkei sollte akzeptieren, dass Israel regional und international einen grossen Einfluss hat.
    Die israelische Führung möchte ihrerseits die bilateralen Beziehungen neustarten. Für die Türkei wäre das nicht weniger wichtig. Die Lage in Syrien spitzt sich immer zu. Einerseits stärkt die Türkei den Anti-Assad-Kräften den Rücken, andererseits werden jedoch jene Kräfte stärker, die für die Sicherheit der Türkei gefährlich wären. Ich meine damit die Gruppen, die mit kurdischen Separatisten verbunden sind. Seit Jahrzehnten hat Israel der Türkei im Kampf gegen dieses Problem geholfen und seinem Verbündeten beigestanden. Bislang ist Israels Haltung zu diesem Problem protürkisch…

  • Israel garantiert Bilbao Sicherheit in Haifa

    Israel hat die Sicherheitsbedenken des spanischen Fussball-Erstligisten Athletic Bilbao vor dem Europa-League-Spiel beim FC Hapoel Kiryat Shmona zurückgewiesen.
    Die israelische Botschaft in Madrid habe betont, dass die Sicherheit der baskischen Fussballer und Fans bei der Partie am Donnerstag in Haifa in vollem Umfang gewährleistet sei, meldete die spanische Nachrichtenagentur Efe.
    Das Innenministerium des spanischen Baskenlands hatte sich aufgrund der Zuspitzung des Nahost-Konflikts bei der Botschaft nach der Lage in Israel erkundigt. Die Europäische Fussball-Union (UEFA) hatte entschieden, dass die Partie nach der derzeitigen Lage nicht gefährdet sei.
    Allerdings konnten Israel und die UEFA die Sorgen der Basken nicht ganz ausräumen. „Dies ist eine Reise, die wir unternehmen müssen, und wir wissen, dass es nicht leicht werden wird“, sagte Athletic-Trainer Marcelo Bielsa. Mittelfeldspieler Oscar de Marcos meinte: „Dort herrscht Krieg, und das belastet uns schon ein wenig. Aber es ist wichtig, dass man unsere Sicherheit garantiert hat.“
    Athletic traf für das Gastspiel in Israel besondere Sicherheitsvorkehrungen. Das Team wird vor der Partie nicht im Stadion in Haifa trainieren, das Hotel nur für das Spiel verlassen und nach dem Abpfiff sofort nach Spanien zurückfliegen.

  • Raketen schlagen weiter im Süden ein

    Heute, am Mittwochvormittag, wurde ein Haus in Beer Tuvia von einer Rakete getroffen. Ein Feuer brach aus und mehrere Menschen erlitten Schocks. Seit den frühen Morgenstunden landeten Raketen in Sderot, Schaar Hanegev und der Eschkol Region. Vier auf Aschkelon abgefeuerte Raketen konnten vom Abwehrsystem „Eiserne Kuppel“ abgefangen werden, ausser einer Rakete, die auf freiem Feld niederging.
    Zwei Raketen wurden diese Nacht auf Aschdod und Hof Aschkelon abgefeuert und ebenfalls abgefangen. Zwei Raketen wurde heute Vormittag in Richtung Beerscheva und weitere zwei Raketen auf Hof Aschkelon abgeschossen und von der „Eisernen Kuppel“ abgewehrt. Sechs Raketen und zwei Mörsergranaten explodierten in der Eschkol Region. Eine Rakete schlug auf freiem Feld in der Yoav Region ein. Keine Verletzten wurden gemeldet.
    Am gestrigen Dienstagabend schlug eine Rakete in ein Wohnhaus in Rischon LeZion ein. Zwei Menschen wurden dabei verletzt. Drei Menschen wurden mit Panikattacken ins Krankenhaus eingeliefert. Eine weitere Rakete verletzte eine Person in Aschkelon schwer.
    In der Nähe der palästinensischen Stadt wurde eine Israelin in ihrem Auto angeschossen. Sie liegt mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus.

  • Sechs Männer in Gaza von der Hamas hingerichtet

    Verstörende Bilder wurden am Mittwochmorgen in mehreren israelischen Medien veröffentlicht. Eine Gruppe bewaffneter Palästinenser haben am Montag sechs Männer, die unter dem Verdacht der Kollaboration mit Israel stehen, öffentlich hingerichtet.
    Die Getöteten seien „auf frischer Tat“ ertappt worden. Sie hätten Kameras bei sich gehabt. Mit den Fotos hätten sie den Israeli geheime Hamas-Positionen verraten.
    Vor den Augen der palästinensischen Bevölkerung, mitunter Kinder, wurden die Männer auf offener Strasse erschossen. Danach hat man ihnen die Hosen heruntergezogen und einen der Männer an den Beinen an ein Motorrad gebunden. Die Hamasschergen rasten dann jubelnd und schreiend durch die Strassen von Gaza-Stadt.
    Das war das zweite Mal seit dem Beginn der Operation „Wolkensäule“, dass in Gaza angebliche „Israel-Kollaborateure“ öffentlich hingerichtet wurden. Am vergangenen Freitag wurde ein Palästinenser getötet und in aller Öffentlichkeit mehrmals in den Kopf geschossen. Danach hat man ihm ein Schild um den Hals gehängt. Darauf stand, dass er für den Tod von 15 Palästinensern verantwortlich gewesen sein soll, denn er habe mit Israel zusammengearbeitet, so berichtete ein Zeuge der New York Times…