Autoren-Archive
-
Anschlag auf einen Bus in Tel Aviv
Ein Terrorist zündete um etwa 12:20 Uhr eine Paketbombe in einem Bus auf dem Schaul-Hamelech-Boulevard im Zentrum Tel Avivs und flüchtete danach vom Tatort. Bisher hat der Rettungsdienst Magen David Adom 17 Verletzte gemeldet, mehrere davon schwer. Ein Terrorist zündete um etwa 12:20 Uhr eine Paketbombe in einem Bus auf dem Schaul-Hamelech-Boulevard im Zentrum Tel Avivs und flüchtete danach vom Tatort. Bisher hat der Rettungsdienst Magen David Adom 17 Verletzte gemeldet, mehrere davon schwer.
Der Anschlag ereignete sich auf dem Schaul-Hamelech-Boulevard im Zentrum Tel Avivs. Der israelische Rundfunk meldete, es handle sich nicht um einen palästinensischen Selbstmordanschlag. Möglicherweise habe ein Attentäter eine Bombe gelegt und sei entkommen. Die Fenster des Busses seien von der Wucht der Explosion zersplittert. Fernsehbilder zeigten den beschädigten Bus, aus dem dichter Rauch aufstieg. Die Polizei bestätigte zunächst lediglich, dass eine Explosion gegeben habe.
Die Polizei vermutet eine weitere Bombe in der Nähe. Ein Mann wurde kurz nach der Explosion festgenommen. Derzeit prüft die Polizei, ob er für die Explosion verantwortlich ist. -
Israels Tennis-Star im Bombenhagel
Noch vor zwei Wochen nehmen 10’000 am legendären «Night Run» durch die israelische Grossstadt Tel Aviv (400’000 Einwohner) teil. Mittendrin die gut gelaunte Tennis-Spielerin Shahar Peer (WTA 74). Jetzt herrscht Krieg.
Die 25-jährige Shahar Peer bereitet sich dort auf die neue Saison vor. «Während meines Fitness-Trainings haben vier Bomben eingeschlagen», teilt sie über Twitter mit und flüchtet sich ins Treppenhaus der Tel Aviver Siedlung, in der sie sich derzeit befindet.
Peer befindet sich offenbar mitten im Brennpunkt der Auseinandersetzungen zwischen der islamischen Widerstandsbewegung Hamas und israelischen Streitkräften. Jedenfalls postet sie gleichentags ein Bild, das israelische Soldaten zeigt, wie sie palästinensischen Kindern helfen.
Beim Blutvergiessen zwischen der Hamas und Israel wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur «SDA» bereits über 100 Menschen getötet, weitere 700 zum Teil schwer verletzt. Ein Waffenstillstand ist derzeit nicht in Sicht.
Es ist nicht das erste Mal, dass Peer zwischen die Fronten gerät. 2009 erhielt die ehemalige Nummer 11 der Weltrangliste von der Vereinigten Arabische Emirate kein Visum und konnte so nicht am Turnier in Dubai starten. Hintergrund: Die VAE anerkennen Israel nicht als Staat.
Auch sonst zahlt Peer einen hohen Preis für Konflikte, die sie nicht zu verantworten hat. 2005 wurde bei der damals 18-Jährigen beim Turnier in Auckland ein Drohbrief unter der Hoteltüre durchgeschoben. Grund: die israelischen Angriffe im Gaza-Streifen.
Zwei Jahre später spielte sie mit der indischen Muslimin Sania Mirza im Doppel – Extremisten bedrohten beide Profis… -
Bedenklich: Europäer haben nichts aus ihrer Geschichte gelernt
Gebetbücher auf jüdischem Friedhof in Frankreich verbrannt:
Zahlreiche Meldungen von Vandalenakten in Frankreich. Die französische Polizei hat dem Vernehmen nach zwei Teenager unter dem Verdacht verhaftet, dass sie auf dem jüdischen Friedhof in Champagne-au-Mont-d’Or bei Lyon Gebetbücher verbrannt haben. Die beiden Verdächtigten sollen auch Tischtücher angezündet und damit dutzende von Gebetbüchern im Büro des Friedhofs in Brand gesetzt haben. Die Polizei vermutet als Motiv für die Tat eher «reinen Vandalismus» und nicht Antisemitismus. – In einem separaten Zwischenfall soll der Bürgermeister von Caluire-et-Cuire, einem Vorort von Lyon, Klage bei der Polizei eingereicht haben, nachdem an einer Mauer nahe der Hauptstrasse ein acht Meter grosses Graffiti entdeckt worden war, das Hakenkreuze, Beleidigungen gegen Staatspräsident Hollande und Slogans trug wie «Lang lebe Bin Laden, alle Juden in die Öfen». – In Paris wurde auf den Eingang zur Wohnung von Stephane Hessel, 95, die Aufschrift «Hessel ist ein Antisemit» gesprayt. Der Mann, ein jüdischer Holocaustüberlebender und pro-palästinensischer Aktivist, behauptet unter anderem, die Besetzung Frankreichs durch die Nazis sei «relativ harmlos» gewesen, verglichen mit der «israelischen Besetzung von Palästina».
Antijüdischer Vandalenakt in Parma:
Offenbar als Protest gegen die israelischen Militäraktionen gegen den Gazastreifen wurde auf dem Pfad zur Synagogen von Parma rote Farbe gesprayt, und man entdeckte auch den Anfang des Slogans «Stoppt die Bombardierung von Palästina». Dieser Slogan ist in den letzten Tagen an verschiedenen Orten in Italien aufgetaucht. In Parma hörten die Täter mit ihrem Unwesen auf, als sie herausfanden, dass sie von der Sicherheitskamera der Synagoge gefilmt wurden. -
Analyse: Waffen der Hamas – Das Arsenal des Terrors
Rund tausend Geschosse hat die Hamas auf Israel abgefeuert. Zum Arsenal der Islamisten zählen Raketen aus Iran und China, ausserdem viele selbstgebaute Kassam. Die meisten Waffen will Israel nun zerstört haben. Doch solange Nachschub aus Ägypten kommt, ist die Macht der Radikalen ungebrochen.
Die Waffenlager der Hamas im Gaza-Streifen stehen unter Dauerbeschuss. Seit sechs Tagen bombardiert die israelische Luftwaffe – nach eigenen Angaben die beste der Welt – Ziele in dem Gebiet. Da ist es fast erstaunlich, dass noch Raketen übrig sind, die auf Israel abgeschossen werden können. Doch in Aschkelon und anderen israelischen Städten in der Nähe des von den Islamisten beherrschten Küstenstrichs gab es auch am Dienstag wieder Luftalarm.Die militärische Macht der Hamas ist anscheinend nur geschwächt, nicht gebrochen. Einige ihrer Raketenstellungen scheinen so gut versteckt, dass die israelische Luftwaffe sie bislang nicht ausschalten konnte. Jerusalem hat gezählt, dass seit Beginn der Kämpfe am vergangenen Mittwoch tausend Geschosse aus dem Gaza-Streifen abgefeuert worden sind. Ein Mehrfaches davon will die Luftwaffe noch am Boden unschädlich gemacht haben, doch einige – vermutlich unterirdische – Abschussrampen waren auch am Dienstag noch in Betrieb.
Die Frage, wie gross das Raketenarsenal der Hamas ist, mit welchen Fabrikaten es bestückt und wie gut getarnt es ist, lässt sich nur anhand solcher Indizien zu beantworten. Zwar brüsten sich radikale Palästinenser im Gaza-Streifen gern mit ihren militärischen Fähigkeiten und führen Journalisten auch mal Werkstätten vor, in denen junge Männer Kassam-Raketen bauen – doch darüber, wie viele Raketen sie auf Tel Aviv und Jerusalem abschiessen könnten, möchte die Hamas Israel und die Welt aus taktischen Gründen im Unklaren lassen. -
Die Botschafterin Israels: „Die Operation in Gaza ist nicht gegen die Zivilisten gerichtet“
Die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft ist nach wie vor auf die Militäroperation Israels im Gazastreifen gelenkt die zu einer Bodenoperation hinüberwachsen kann. Die Botschafterin Israels in Russland Dorit GolenderDie Botschafterin Israels in Russland Dorit Golender erzählte den Journalisten über die Ziele der Operation.Die Ziele der Militäroperation, die am 14. November begonnen hat sind strikt festgelegt. Das Ziel der Operation ist die Vernichtung der Stützpunkte der Terroristen und ihrer Raketenstartrampen in Gaza und ist keineswegs gegen die Zivilbevölkerung gerichtet. Israel macht alles Mögliche, um die Verluste unter der Zivilbevölkerung zu minimieren. Seitens der palästinensischen Seite sehen wir das Gegenteil: sie nutzt die Menschen und Kinder als lebender Schutzschild.
Der Beschluss über den Beginn einer Bodenoperation wird von der Regierung Israels getroffen, sagte Frau Golender. Bezüglich der Perspektiven der Waffenruhe sagte sie folgendes:
Die Verhandlungen über den Waffenstillstand werden seit den letzten 48 Stunden geführt. Daran nimmt sehr aktiv der Präsident Ägyptens teil. Wir wissen, dass die Beendigung der Konfrontation der unverzügliche Stopp des Raketenbeschusses Israels notwendig ist. In der vergangenen Nacht wurden Dutzende Raketen auf Israel abgefeuert. Bis dahin beobachten wir nur die Gespräche über die Beendigung dieses Konflikts. Zum Schluss teilte Frau Golender mit, dass Israel keine Pläne habe, Gaza zu besetzen, wo sich früher die jüdischen Siedlungen befanden… -
Volleyballerinnen des USC Münster: Absage des Europapokal-Spiels in Israel
Eine DFB-Delegation um Trainer Rainer Adrion wird in der kommenden Woche wie geplant zur Auslosung der U21-EM nach Tel Aviv reisen. „Wir gehen davon aus, dass die UEFA für die Sicherheit bei der Auslosung und bei dem Turnier sorgen wird“, sagte ein DFB-Sprecher am Dienstag auf SID-Anfrage. Die Endrunde wird am 28. Oktober im Hilton Hotel in Tel Aviv ausgelost.
Derzeit bestimmt der blutige Gaza-Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern weltweit die Schlagzeilen. Im Gaza-Streifen sollen bereits mehr als 100 Menschen durch Luftangriffe der Israelis getötet worden sein, Israel beklagt nach offiziellen Angaben drei Tote. Die radikalislamische Hamas hat nach eigenen Angaben Hunderte von Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert. Die internationale Politik bemüht sich derzeit mit beiden Parteien um einen Waffenstillstand.
Die EM findet vom 5. bis 18. Juni 2013 statt. Spielorte sind Tel Aviv, Jerusalem, Netanya und Petach Tikva. -
NOKs verlegen Versammlung, USC Münster sagt Spiel ab
Der Gaza-Konflikt macht dem europäischen Sport zu schaffen: Europas NOKs haben ihre Generalversammlung von Israel nach Rom verlegt. Das Frauen-Volleyball-Team des USC Münster hat das Europapokal-Spiel beim israelischen Meister Hapoel Kfar Saba abgesagt.
Der seit Tagen tobende Gaza-Konflikt wirkt sich auch auf den Sport aus: Die Vollversammlung der Nationalen Olympischen Komitees Europas (EOC) ist vom israelischen Eilat nach Rom verlegt worden. Zahlreiche NOKs hatten um den Umzug der Veranstaltung Anfang Dezember gebeten, teilte EOC-Präsident Patrick Hickey mit. Zu den 400 erwarteten Teilnehmern des Kongresses gehören IOC-Präsident Jacques Rogge und Sebastian Coe, OK-Chef der Olympischen Spiele 2012 in London.
Frauen-Volleyball-Bundesligist USC Münster wird aufgrund des Gaza-Konflikts nicht zum Rückspiel im Challenge Cup beim israelischen Meister Hapoel Kfar Saba antreten. Dies gab der Verein auf seiner Website bekannt. Der Vorstand habe sich „umfangreich über die Situation in Israel informiert und sei letztlich zu dem Entschluss gekommen, dass das Wohlergehen der Spielerinnen und des Betreuerstabes Vorrang vor dem sportlichen Wettkampf habe.“
Das Spiel in Israel war für diesen Mittwoch im etwa 15 Kilometer von Tel Aviv entfernten Kfar Saba angesetzt worden. Das Hotel der USC-Mannschaft war in Tel Aviv gebucht. „Laut der Deutschen Botschaft in Israel sei für den Grossraum in Tel Aviv bereits mehrfach Raketenalarm ausgelöst worden und die Menschen mussten Schutzräume aufsuchen“, heisst es in der Mitteilung. „Ein solcher Zustand ist für das Team nicht zumutbar“, sagte USC-Präsident Matthias Fell.
Durch den Nichtantritt wird der USC Münster wahrscheinlich aus dem laufenden Challenge-Cup ausgeschlossen und muss mit einer Geldstrafe rechnen, da der europäische Verband CEV den Antrag auf Spielverlegung abgelehnt hat. „Es gibt keine Reisewarnung für Israel. Nur wenn es eine solche gibt, kann nach den Regeln des europäischen Verbandes ein Spiel abgesagt werden“, sagte USC-Geschäftsführer Detlef von Delft… -
Tel Aviv: Wachen der US-Botschaft feuern Warnschüsse auf Axt-Angreifer ab
In der israelischen Metropole Tel Aviv haben Wachen der US-Botschaft am Dienstag auf einen Mann Warnschüsse abgegeben, der die Wachmänner mit einer Axt und einem Messer attackieren wollte. Wie die israelische Polizei mitteilte, sei ein Sicherheitsmann von dem Angreifer am Bein verletzt worden.
Der Mann, bei dem es sich um einen israelischen Staatsbürger handeln soll, wurde anschliessend festgenommen. Das Motiv für den Angriff ist bislang noch unklar. Die israelische Polizei schloss einen politischen Hintergrund jedoch zunächst aus. -
Lage in Israel – Ab heute Abend sollen die Waffen schweigen
Mehr als 1.200 Raketen wurden seit dem 10. November auf israelisches Gebiet abgefeuert, allein 1.000 davon seit dem Beginn der Operation Wolkensäule am 14. November. Der Grossteil der Raketen ist im Süden des Landes niedergegangen, drei Menschen wurden bei einem Einschlag in Kiryat Malachi getötet. Auch inTel Aviv und in Jerusalem ertönte bereits mehrfach „Alarmstufe Rot“. Das Raketenabwehrsystem Iron Dome hat Hunderte Raketen abgefangen und so verhindert, dass Wohngebiete in Israel getroffen werden.
Der Übergang Kerem Shalom wurde am Dienstagmorgen geöffnet, um 120 Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern passieren zu lassen. Er musste jedoch wieder geschlossen werden, nachdem er aus dem Gazastreifen aus mit Raketen angegriffen worden war. Vor dem Angriff hatten erst 24 Lastwagen passieren können.
Am Montag wurden drei Grundschulen in Ashkelon durch Gradraketen getroffen. Es wurde niemand verletzt, da im Umkreis von 40 Kilometern um den Gazastreifen alle Schulen bis auf weiteres geschlossen bleiben. Gleiches gilt für die Ben Gurion-Universität des Negev, an der 15.000 Studierende eingeschrieben sind.
Hoffnungsschimmer für die Bevölkerung im Gaza-Streifen: Israel und die Hamas haben sich laut Medienberichten auf eine Waffenruhe geeinigt. Sie soll noch heute Abend in Kraft treten.
Am 20. November schlägt eine Rakete der Hamas bei Jerusalem ein – zum zweiten Mal. Diese Mädchen suchen Deckung als die Sirenen ertönen.Eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen wird nach Angaben der BBC und des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira noch am Dienstagabend in Kraft treten. Dies habe Hamas-Sprecher Ayman Taha in Kairo bekanntgegeben, berichtete die BBC im Kurznachrichtendienst Twitter.
Auch ein ägyptischer Sicherheitsbeamter, der an den Verhandlungen in Kairo beteiligt war, berichtete der BBC, dass sich die Konfliktparteien auf eine Waffenruhe geeinigt hätten. «Der Deal ist perfekt», wurde der Mann zitiert.
Das israelische Radio hatte zuvor schon auf seiner Webseite berichtet, man erwarte die Verkündung einer Waffenruhe am Abend. Dies werde voraussichtlich während des Besuchs von US- Aussenministerin Hillary Clinton in Israel geschehen…