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  • Symbolträchtige Synagoge in der Jerusalemer Altstadt wird wieder aufgebaut

    Die Stadtverwaltung Jerusalems plant, die Tiferet Israel Synagoge, die während des Unabhängigkeitskrieges 1948 zerstört wurde, wieder aufzubauen. Das dreistöckige Gebäude in der Altstadt Jerusalems, das einst mit einer Kuppel überdacht war, soll originalgetreu wieder errichtet werden. Das Projekt muss jedoch noch vom israelischen Innenministerium genehmigt werden.
    Die Tiferet Israel Synagoge war eine der bedeutendsten Synagogen in der Altstadt Jerusalems, bevor sie von den Jordaniern 1948 zerstört wurde. Obwohl die Chassidim sich bereits im Jahr 1747 in Jerusalem niederliessen, begann ihr Rabbi, Nissan Beck, erst im Jahr 1839 mit seinen Plänen für eine chassidische Synagoge. Bis dahin hatten die Frommen in kleinen, privaten Orten gebetet.
    In den 1830er Jahren erfuhr Rabbi Israel Friedman von Ruschin, dass Zar Nikolaus I. beabsichtigte, im jüdischen Viertel der Jerusalemer Altstadt eine Kirche zu bauen. Rabbi Friedman, der sehr an der Unterstützung der jüdischen Besiedlung Israels beteiligt war, wies Rabbi Nissan Beck an, den Plan des Zaren zu vereiteln. Beck gelang es 1843, das Grundstück, das die Russen zu kaufen beabsichtigen, selbst zu erwerben. Die dreistöckige Synagoge wurde jedoch erst 1871 fertig gestellt und am 19. August 1872 eingeweiht. Für die nächsten 75 Jahre diente die Tiferet Israel Synagoge als Zentrum der chassidischen Gemeinde in Jerusalem.
    Auch der österreichische Kaiser Franz Joseph war am Bau der Synagoge beteiligt, die Kuppel der Synagoge wird nach ihm „Franz Joseph Haube“ genannt. Als der Kaiser im Jahre 1869 in die Heilige Stadt kam und die Synagoge, die sich noch im Bau befand, ohne Dach dastehen sah, erkundigte er sich nach dem Grund dafür. Ein Rabbi soll ihm erwidert haben, „Eure Majestät, die Synagoge hat ihren Hut vor Ihnen gelüftet.“ Der Kaiser spendete daraufhin die restlichen 1000 Franken für die Fertigstellung.
    Die Tiferet Israels Synagoge wurde wie ihre Nachbarin, die Hurva Synagoge, im Jahre 1948 zerstört. Während die Hurva Synagoge vor zwei Jahren wieder aufgebaut wurde, steht die Tiferet Israel Synagoge noch als Ruine dar. Ihr Wiederaufbau soll etwa drei Jahre dauern und mindestens 10 Millionen Euro kosten…

  • Jerusalemer Universität könnte Mittel gegen Malaria gefunden haben

    Über eine Million Menschen sterben jährlich an Malaria, das durch die Fiebermücke übertragen wird. Es handelt sich bei dieser Form der Malaria um die tödlichste Form der Krankheit, da der Virus im Stande ist, die roten Blutkörper des Erkrankten zu verändern und gleichzeitig seinem Immunsystem auszuweichen. Diesen „Trick“ des Virus haben jetzt Forscher der Hebräischen Universität von Jerusalem aufgedeckt, was als Grundlage zur Behandlung gegen den Virus verwendet werden kann.
    Die israelischen Forscher haben herausgefunden, dass sich der Plasmodium Parasit in den roten Blutkörpern des Erkrankten reproduziert und seine Proteine an deren Oberfläche transportiert. Daraufhin werden diese Zellen klebrig und sie haften an den Wänden der Blutgefässe, was zu Störungen im menschlichen Körper führt. Das Immunsystem erkennt diese Proteine normalerweise als Eindringlinge an und es generiert Antikörper zur Bekämpfung.
    Der tödlichste Stamm des Parasiten heisst Plasmodium Falciparum und ist für 90% der Malariaopfer verantwortlich. Dieser Stamm hat 60 Proteine zur Verfügung, von denen jedoch nur eins für das Immunsystem erkennbar ist. Während das Immunsystem also das eine bekannte Protein bekämpft, ändert der Parasit sein Protein in ein Unbekanntes und kann somit nicht erkannt werden. Er verhindert dadurch die Antwort der Antikörper und kann die Infektion wieder fortsetzen.
    An der Jerusalemer Uni wurde jetzt der genetische Mechanismus enthüllt, der es dem Parasiten ermöglicht, eines seiner Proteine zu entblössen, während es seine anderen versteckt. Die Forscher haben eine einzigartige DNA Sequenz im Parasiten gefunden, die für dieses Täuschungsmanöver verantwortlich ist. Ein Vorschlag im Kampf gegen Malaria ist, zu versuchen, in diese DNA Sequenz einzugreifen, um zu verhindern, dass der „schlaue“ Parasit seine Proteine vor dem Immunsystem verstecken kann. Dieses wäre dann in der Lage, die Infektion zu bekämpfen und die Krankheit zu überstehen..

  • Wahllisten stehen fest

    Nach vielen Vereinigungen, Spaltungen und Vorwahlen stehen seit Donnerstag endgültig alle Wahllisten für die Wahlen zur 19. Knesset am 22. Januar 2013 fest.
    Dabei hat es in den vergangen beiden Tagen noch einige Überraschungen gegeben. So hat Aussenminister Avigdor Liebermann, der Vorsitzende der Partei Israel Beitenu (Israel ist unser Haus), auf seiner Liste auf seinen bisherigen Stellvertreter im Amt des Aussenministers Danny Ayalon verzichtet.
    Der frühere Vorsitzende der Arbeitspartei Avoda, Amir Peretz, hat am Mittwoch überraschend verkündet, die Avoda zu verlassen und sich der neugegründeten Partei der früheren Aussenministerin Tzipi Livni, Ha-Tnua, anzuschliessen. Er befindet sich nun auf Platz drei ihrer Liste. Bei der Shas-Partei blieb bis zum Schluss unklar, wer die Liste anführen würde, nachdem für den Parteivorsitz eine Troika-Lösung gefunden worden war. Auf Platz eins steht nun letztendlich der bisherige Vorsitzende Eli Yishai, Arie Deri, bis zu seiner Haftstrafe langjähriger Parteivorsitzender, tritt auf Platz zwei an.
    Die Partei des scheidenden Verteidigungsministers Ehud Barak ist nicht mehr dabei. Shalom Simhon, der neue Vorsitzende seiner „Atzmaut“-Partei, teilte überraschend mit, dass auch er sich aus der Politik zurückziehen werde. Es sei Steuergeldverschwendung, eine Partei antreten zu lassen, die eh nur zwei oder drei Sitze erhalten werde, erklärte Simhon.
    Unter den Parteien, die sich zur Wahl stellen, ist auch die „Wirtschaftspartei“, für die ein in Israel sehr populärer Kinderentertainer antritt: „Yuval der Clown“.
    Insgesamt wurden 34 Wahllisten eingereicht. Zur Wahl stehen nun unter anderem folgende Listen mit folgenden ersten zwei Kandidaten…

  • Photovoltaik-Produzent Hanwha SolarOne verstärkt Präsenz im israelischen Markt

    Hanwha SolarOne (Shanghai, China) globaler Photovoltaik-Anbieter und Flaggschiff der koreanischen Hanwha Gruppe, hat einen neues Büro in Modiin (Israel) eröffnet. Modiin liegt zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Die Leitung des Vertriebs und der Vermarktung übernimmt Eran Kopel.
    Das Unternehmen meldete ausserdem, dass es seine polykristallinen Solarmodule vom Typ SF220 und SF260 auf der Eilat-Eilot Renewable Energy Conference vorstellen wird, die vom 27. bis 29.11.2012 stattfindet.
    Solarstrom-Netzparität in Israel in greifbare Nähe. „Israel ist ein vielversprechender Markt für die Photovoltaik-Industrie und deshalb sehr wichtig für Hanwha SolarOne,“ so Justin Lee, Geschäftsführender Direktor der Hanwha SolarOne GmbH. „Dank des sonnigen Klimas können jährlich ungefähr 1.800 kWh/kWp Solarenergie gewonnen werden – die Netzparität rückt damit in greifbare Nähe.“
    „Dank der Finanzierungslösungen der Hanwha Gruppe ist unser Unternehmen optimal aufgestellt, um eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des israelischen Solarmarkts zu übernehmen und grosse PV-Projekte voranzutreiben.“
    Bevor Eran Kopel zu Hanwha SolarOne kam, war er für Vertrieb und Vermarktung bei SunPower in Israel zuständig. Darüber hinaus betreute er eine Reihe von Projekten für Inbar, einen führenden lokalen Systemintegrator…

  • Initiative gegen Waffenschmuggel in Gazastreifen

    Deutschland will die Europäische Union (EU) nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ zu einer Initiative gegen Waffenschmuggel in den Gazastreifen auffordern.
    Das gehe aus einem informellen Arbeitspapier des Auswärtigen Amtes hervor, über das die Zeitung (Dienstag) berichtet. Das Papier sei den EU-Partnern zugeleitet worden und solle an diesem Dienstag vom Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee (PSK) der EU beraten werden. Ziel der Initiative sei die Unterstützung eines Waffenstillstandsabkommens zur Verhütung eines neuen Krieges zwischen Israel und der Hamas.
    Die EU müsse „schnell klären, welchen Beitrag sie zu einem dauerhaften Waffenstillstandsabkommen leisten kann“, zitiert die Zeitung aus dem Papier. Ein Abkommen habe nur dann eine Chance, wenn der Waffenschmuggel verhindert werde und sich die wirtschaftliche Lage im Gazastreifen durch die Öffnung von Grenzübergängen verbessere. Der deutsche Vorstoss sehe zunächst eine „schnelle Reaktivierung“ einer EU-Mission am ägyptisch-palästinensischen Grenzübergang Rafah vor. Die Grenzunterstützungsmission (Eubam) war 2005 ins Leben gerufen worden, um die Palästinenser beim Aufbau einer effektiven Grenzabfertigung zu unterstützen, und 2007 nach der Machtübernahme durch die Hamas 2007 unterbrochen worden.
    Ägypten soll laut Zeitung Unterstützung angeboten werden, um seine Grenzpolizei für den Kampf gegen den Waffenschmuggel zu wappnen…

  • Likud-Wahl: Zugewinne für das rechte Lager

    Der rechte Flügel der Likud-Partei hat sich eine aussichtsreiche Position auf der Kandidatenliste für die Knessetwahlen gesichert. Mehrere als liberal geltende Minister landeten bei der internen Abstimmung hingegen auf den hinteren Plätzen. Likud-Chef Benjamin Netanjahu wertete das Ergebnis als Anzeichen einer Volkspartei.
    Zunächst hatten technische Probleme die Berichterstattung über die Vorwahlen des Likud bestimmt – wegen Computerpannen blieben einige Wahllokale einen Tag länger geöffnet und schlossen am Montag um 22 Uhr Ortszeit. Die Auszählung der Stimmen zeigte dann: Die Minister Benny Begin (ohne Geschäftsbereich), Dan Meridor (Geheimdienst) und Michael Eitan (Regierungsdienste für Öffentlichkeit) sind nicht unter den ersten zehn Kandidaten. Nach Einschätzung der linksgerichteten Tageszeitung „Ha‘aretz“ wurden sie für ihre relativ „liberalen“ Ansichten zu Themen wie dem Obersten Gericht oder der Meinungsfreiheit bestraft.
    Der grosse Gewinner der zweitägigen Abstimmung ist Bildungsminister Gideon Sa‘ar, der hinter Premier Netanjahu auf Platz zwei kam. Ihm folgen die Minister Gilad Erdan (Umwelt), Silvan Schalom (Regionale Entwicklung) und Israel Katz (Verkehr). Gute Positionen haben der als „Hardliner“ verschrieene Abgeordnete Danny Danon (6) und der Siedler Mosche Feiglin (15), der dem extrem rechten Lager im Likud zugeordnet wird. Knessetsprecher Reuven Rivlin wurde auf Position sieben gewählt. Der frühere Generalstabschef Mosche Ja‘alon, der als Kandidat für die Nachfolge von Verteidigungsminister Ehud Barak gehandelt wird, erreichte den achten Platz.
    Nach der Vereinbarung über eine gemeinsame Liste soll jeweils ein Kandidat der Partei „Israel Beiteinu“ von Aussenminister Avigdor Lieberman auf zwei Likud -Anwärter folgen. Deshalb werden nur den Politikern auf den ersten 20 Plätzen realistische Chancen eingeräumt, einen Sitz im Parlament zu erlangen…

  • Ex-Aussenministerin Livni gründet eigene Partei

    Zwei Monate vor der Parlamentswahl in Israel hat Ex-Aussenministerin Zipi Livni eine neue Partei gegründet. Sie habe sich entschlossen, in die Politik zurückzukehren und dazu im Mitte-Links-Spektrum eine eigene Partei mit dem Namen „Die Bewegung“ zu gründen, sagte Livni bei einer Pressekonferenz in Tel Aviv. Livni war seit sieben Monaten praktisch nicht mehr politisch in Erscheinung getreten…

  • Windows Phone in Israel erhältlich

    Eines der wohl begehrtesten Windows Phone 8-Geräte ist das HTC 8X bzw. HTC Windows Phone 8X. Dies hat natürlich auch damit zu tun, dass es bislang nicht wirklich viele Flaggschiffe mit dem neuen mobilen OS von Microsoft gibt. Nur das Lumia 920 von Nokia stellt derzeit noch eine wirkliche Alternative dar. Samsung hingegen braucht noch eine Weile.
    Wie zu erwarten, tauchten das Smartphone derzeit nach und nach überall auf der Welt auf und versucht mit seinen Features und den Hardware-Spezifikationen gross abzusahnen. Nun ist das Windows Phone erst einmal in Israel gelandet, wo es alle RTL Sprachen unterstützt, wozu nun einmal auch Arabisch und Hebräisch gehören…

  • Hamas erlässt Fatwa zur Waffenruhe

    Jegliche Verletzung der Feuerpause mit Israel verstösst gegen das Gesetz. Dies hat das Religionsministerium der Hamas-Regierung im Gazastreifen in einem islamischen Rechtsgutachten (Fatwa) erklärt. Unterdessen schlägt sich die „Operation Wolkensäule“ in den Namen neugeborener palästinensischer Kinder nieder.
    Nach der Fatwa gilt eine Verletzung der Waffenruhe als verboten, solange Israel sie einhält. Jeder einzelne Palästinenser habe die Pflicht, sich an die Feuerpause zu halten. Sie zu verletzen, sei unverantwortlich, heisst es laut der Zeitung „Yediot Aharonot“.
    Das Leben in dem von den Kampfhandlungen besonders betroffenen Gebiet normalisiert sich indes weiter. Am Samstag wurden die Schulen im Gazastreifen geöffnet, am Sonntag konnten die Schüler in Südisrael erstmals seit dem 14. November wieder den Unterricht besuchen.

  • Barak zieht sich aus der Politik zurück

    Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat angekündigt, bei der kommenden Parlamentswahl nicht mehr anzutreten. Letztes Jahr hatte der ehemalige General noch eine eigene Partei gegründet.
    Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak hat seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Er werde nach der Neuwahl des Parlaments im Januar aus der Politik ausscheiden, teilte der 70-Jährige am Montag völlig überraschend vor Journalisten in Tel Aviv mit. «Ich habe entschieden, mich aus dem politischen Leben zurückzuziehen und nicht an der kommenden Wahl zur Knesset teilzunehmen», sagte der Minister.
    Seine Entscheidung sei im Wunsch begründet, mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen sagte Barak laut Ynetnews.com. Der heutige 70-jährige Barak war Generalstabschef der israelischen Streitkräfte und hatte 2011 eine eigene Partei namens «Unabhängigkeit» gegründet. Zuletzt war Barak an der israelischen Offensive gegen militante Palästinenser im Gazastreifen beteiligt. Barak kann auf eine 36-jährige Militärkarriere zurückblicken und ist der höchstdekorierte Militärangehörige in der Geschichte Israels. 1999 bis 2001 war Barak Ministerpräsident Israels. Die Knesset, das israelische Parlament, hatte sich Mitte Oktober selbst aufgelöst und damit den Weg für die vorgezogene Neuwahl frei gemacht.