Autoren-Archive
-
Armee will Raketenbestände vernichten
Israel hat am Abend Berichte zurückgewiesen, wonach noch in der Nacht ein Waffenstillstand mit der Hamas ausgehandelt werden soll. Medien hatten einen palästinensischen Offiziellen zitiert, der behauptet hatte, ein israelischer Abgesandter sei deshalb nach Kairo gereist. Das israelische Fernsehen berichtete, Ägypten, die Türkei, Katar und die Vereinigten Staaten bemühten sich gemeinsam, eine Waffenruhe zu erreichen. Von seiten der israelischen Streitkräfte hieß es, man wolle den Einsatz fortsetzen, um die Raketenarsenale der Terroristen zu vernichten. Die Raketenattacken aus Gaza und die Luftschläge der israelischen Luftwaffe gingen auch in der Nacht zum Sonntag unvermindert weiter (im Bild ein von einem Raketentreffer verwüstetes Wohnhaus in Ashdod). Aus Gaza wurde am Abend der Tod zweier Palästinenser gemeldet, damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 47. Ein Militärsprecher wies darauf hin, dass Israel versuche, zivile Opfer zu vermeiden, während die Hamas die israelische Bevölkerung zu treffen versuche. Der israelische Militäreinsatz sei schwierig, weil die islamischen Kämpfer ihre Raketen häufig aus Wohngebieten heraus abfeuerten…
-
Hamas feuert erstmals auf Jerusalem
Der Krieg zwischen Israel und der Hamas eskaliert immer mehr.In Jerusalem ist am Abend Luftalarm ausgelöst worden. Medien berichten von Anwohnern, die eine laute Explosion gehört haben. Nach ersten Meldungen schlugen zwei Raketen auf freiem Feld nördlich von Jerusalem ein. Es gab keine Verletzten und keine Schäden. Einem Bericht des israelischen Fernsehens zufolge hat die Hamas erklärt, sie habe eine „verbesserte Kassamrakete“ mit der Bezeichnung M-75 auf die Hauptstadt abgefeuert. Es war der erste Raketenangriff der islamistischen Terroristen auf Jerusalem. Die Bevölkerung wurde völlig überrascht.
Der Luftalarm wurde kurz vor Shabbatbeginn ausgelöst. Bisher galt Jerusalem als sicher, um so geschockter zeigten sich viele Einwohner. Bürgermeister Nir Barkat rief die Jerusalemer auf, Ruhe zu bewahren, ihrem normalen Alltag nachzugehen und auf die Anweisungen der Heimatschutzbehörde zu hören. Die Stadt sei auf alle denkbaren Szenarien vorbereitet, die öffentlichen Luftschutzräume seien betriebsbereit und würden bei Bedarf geöffnet.
Terroristen aus dem Gazastreifen haben am Samstag mehrere Raketensalven auf die Hafenstadt Ashdod abgefeuert. Eine von vier Raketen traf ein Wohnhaus, eine weitere schlug neben einem Auto ein. Vier Israelis wurden leicht verletzt, mehrere Anwohner mussten mit Schocks in Kliniken behandelt werden. Das Raketenabwehrsystem „Eiserne Kuppel“ zerstörte weitere Raketen, die Kurs auf Ashdod genommen hatten. Ausserdem konnten mehrere Raketen abgefangen werden, die ansonsten Beersheva getroffen hätten. Militärchef Benny Gantz hat am Nachmittag angeordnet, die Angriffe… -
Raketen aus Ägypten
Israel wird nicht nur aus dem Gazastreifen mit Raketen beschossen, sondern auch von der ägyptischen Halbinsel Sinai her. Am Mittwoch waren in der Eshkol Region Raketen eingeschlagen, die aus dem Sinai stammen. Die ägyptische Zeitung Al-Shorouk berichtet, dass eine dortige… Weiterlesen ›
-
Hamas hält offenbar Ausländer im Gazastreifen fest – Netanjahu telefoniert mit Merkel
Die islamistische Hamas-Regierung hindert offenbar 22 ausländische Journalisten und Mitgliedern von Hilfsorganisationen an der Ausreise aus dem Gazastreifen. Das sagte einer der dort festsitzenden Journalisten der deutschen Nachrichtenagentur dpa. Das Hamas-Innenministerium habe zur Begründung angegeben, Israel schliesse den Erez-Kontrollpunkt im Norden des Gazastreifens am Schabbat. Israel betonte jedoch, der Übergang sei wegen des Konflikts für Personen auch am Samstag geöffnet. Die Ausländer berichteten, sie hätten dies der islamistischen Regierung mitgeteilt. Dennoch habe man ihnen die Ausreise nicht erlaubt. Israels Ministerpräsident Netanjahu hat heute mit den Regierungschefs von Deutschland, Italien, Griechenland und der Tschechischen Republik gesprochen.
Im Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel unterstrich Netanjahu, kein Staat der Welt könne es hinnehmen, dass seine Bevölkerung ständig durch Raketen bedroht werde. Bei dem Gespräch ging es auch um einen möglichen Waffenstillstand. Bei einer Pressekonferenz erklärte am Abend der für den Süden Israels zuständige Militärkommandeur Tal Russo, man müsse Geduld haben: „Das ist kein Einsatz, der nach einem Tag beendet ist.“… -
Künstler baut aus Hamas-Bomben Kunstwerke
Die aktuelle Eskalation lässt vergessen: Seit Jahren beschiesst die radikal-islamische Hamas Israel aus dem Gazastreifen. Aus dem tödlichen Metall soll etwas Friedliches entstehen. Ein Künstler verarbeitet das Material zu Blumen.
Der Bildhauer Yaron Bob verarbeitet Raketen, welche in Israel eingeschlagen sind. Er lebt an der Grenze zum Gazastreifen. In Handarbeit entstehen Rosen aus Metall… -
Israels Raketenabwehr holt Rakete vor Tel Aviv vom Himmel
Die israelische Raketenabwehr hat eine Rakete aus dem Gazastreifen kurz vor der Stadtgrenze von Tel Aviv vom Himmel geholt. Das teilte das Militär mit. Zu dem Angriff am Samstag bekannte sich der militärische Arm der Hamas, die Kassam-Brigaden.
Diese teilten mit, sie hätten eine Rakete des iranischen Typs „Fadschr 5“ abgefeuert. Es war der dritte Tag in Folge, dass der Grossraum Tel Aviv mit Raketen angegriffen wurde. Über Opfer wurde nichts bekannt. Die Überreste der Rakete seien dann vor dem südlichen Vorort Bat Jam ins Meer gestürzt. Die Streitkräfte hatten gerade erst das Abwehrsystem vom Typ „Iron Dome“ (Eisenkuppel) installierte Luftabwehrbatterie und erfolgreich die heranfliegende Rakete abgefangen.
Im Gazastreifen bekannten sich die Essedin-al-Kassam-Brigaden, der bewaffnete Arm der Hamas, zu dem Angriff mit einer Rakete vom Typ Fadschr 5 aus iranischer Produktion. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im iranischen Parlament, Allaeddin Borudscherdi, sagte dem Sender Al-Alam, sein Land habe keine Faschr-5-Raketen an die Hamas geliefert… -
Die Hamas endgültig besiegen
Die Operation Wolkensäule wurde mit einer veritablen Täuschung begonnen. Die israelische Regierung erklärte durch Minister Benny Begin das „Ende der aktuellen Runde der Gewalt“. Und die Selbstzufriedenheit der Hamas, die sich hat täuschen lassen, hat die Organisation ohne ihren bewunderten Kommandanten und mit geringeren Kapazitäten für den Abschuss von Langstreckenraketen zurückgelassen, an deren Bau sie so viele Jahre gearbeitet hatte.
Und jetzt? Drei Möglichkeiten hat die israelische Regierung für die Fortsetzung der Operation: Warnung, Abschreckung oder endgültige Entscheidung.
Bis heute hat Israel vorgehabt, im Gazastreifen Abschreckung zu erzeugen, musste sich aber faktisch mit Warnung begnügen. Die Beteiligung der internationalen Gemeinschaft, die Vermittlung durch das Ägypten Mubaraks und die einseitige Behandlung des Themas durch die Europäische Union haben jede reale Möglichkeit der Abschreckung verhindert, was letztendlich sogar zu einer gegenseitigen Abschreckung geführt hat: Die Hamas hat verstanden, dass sie Israel nicht weniger abschrecken kann als Israel sie. Für sie sind unsere Aktionen, einschliesslich der gezielten Tötungen, nicht mehr als eine Warnung.
Doch Warnung und Abschreckung kann man gegenüber Abu Mazen (Abbas) im Westjordanland anwenden. Die PLO, die ihre Charta geändert hat, dem Westen gegenüber Verpflichtungen eingegangen ist und nun damit droht, die politische Situation über die UNO zu verändern, die wirtschaftlich und sicherheitspolitisch von Israel abhängig ist – sie kann man abschrecken. Die Hamas kann man nicht abschrecken. Diese radikale religiöse Organisation, die sich auf radikal-fundamentalistische Grundlagen beruft, die die Vernichtung Israels zum obersten Ziel hat – sie kann man nur bezwingen… -
Kandil reist aus dem Gazastreifen ab
-
Opfer der Raketenangriffe beerdigt
Die drei Opfer der Raketenangriffe am Donnerstag auf Kirjat Malachi sind unter grosser Anteilnahme beerdigt worden, unter ihnen Mirah Scharf (Bild), eine schwangere dreifache Mutter. Die 26-jährige war Abgesandte in Neu Delhi, Indien, wo sie für die jüdische Chabad-Organisation arbeitete. Sie war erst kürzlich nach Israel gekommen, um hier ihr Kind auf die Welt zu bringen und um an der Gedenkfeier für die Chabad-Missionare Gabi und Rivka Holtzberg teilzunehmen, die vor genau drei Jahren bei einem Terrorattentat im indischen Mumbai ums Leben gekommen waren.
Das zweite Opfer, Ahron Smadja, 48, war 20 Jahre lang verheiratet gewesen, bevor er vor neun Jahren endlich Vater von Zwillingen wurde. Die beiden Jungen bekamen vor acht Monaten noch eine Schwester, sehr zum Stolz des Vaters. Das kleine Mädchen wurde beim Raketenangriff, bei dem ihr Vater starb, verletzt. Beim dritten Opfer handelt es sich um den 22-jährigen Jitzhak Amsallem. Alle drei hatten Medienangaben zufolge keinen Schutz im Treppenhaus gesucht, wie es eigentlich in Israel üblich ist, wenn kein Bunker in der Nähe ist… -
Syrisches Feuer: Israelischer Soldat leicht verletzt
Ein israelischer Soldat ist am Donnerstag von einer Irrläufer-Kugel aus Syrien leicht verletzt worden. Er hatte eine schusssichere Weste an, die ihm wahrscheinlich das Leben gerettet hat. Es handelt sich hier um den dritten Fall innerhalb nur weniger Tage, bei dem syrisches Feuer zwischen syrischen Rebellen und der Armee des Landes nahe der Grenze auf israelisches Gebiet gefeuert wird…
