Autoren-Archive

  • Freigelassene Hamas-Terroristen von Israel festgenommen

    Palästinenser-Chef Mahmud Abbas hat die Freilassung von sechs Hamas Terroristen aus einem palästinensischen Gefängnis veranlasst. Angeblich sei ihr Gesundheitszustand nach einem 40-tägigen Hungerstreik angeschlagen. Der Emir von Qatar sowie der Vorsitzende der Islamischen Bewegung im Norden Israels, Scheich Raed Salah, hatten sich für die Freilassung ausgesprochen. Kurze Zeit später wurden die Terroristen vom israelischen Militär festgenommen. Sie waren in verschiedene Terroraktivitäten, in denen Israelis getötet wurden, verwickelt. Bei der Festnahme eines der Terroristen in Hebron wurde der 66-jährige Omar Qawasmeh getötet. Dies wurde seitens Israels sehr bedauert. Hebrons PA Gouverneur Kamel Hmeid liess verlauten, dass die Festnahmen ein Akt des Hasses gegen die PA sind und Israel mit dem Feuer spielt. Der Tod des 66-Jährigen sei ein Gewaltakt, der die Stabilität in der Region bedrohe. Zudem versuche Israel durch die Festnahme der Hamas Terroristen kurz nach deren Freilassung aus palästinensischem Gewahrsam die Bemühungen um Annäherung zwischen der palästinensischen Autonomiebehörde und der Hamas zu unterminieren. Die PA-Führung gab bekannt, Hamas-Terroristen über das Wochenende in Gewahrsam zu halten, damit sie nicht von Israel festgenommen werden können.

  • Umstrittenes Transportgesetz InKraft getreten

    In 56 israelischen Buslinien gilt künftig ein umstrittenes Transportgesetz. Die getrennte Sitzordnung zwischen Männern und Frauen soll einvernehmlich erfolgen. Die umstrittene Geschlechtertrennung auf verschiedenen israelischen Buslinien, die hauptsächlich von orthodoxen Juden genutzt werden, ist vom Obersten Gerichtshof in Jerusalem für zulässig erklärt worden, sofern kein Zwang ausgeübt wird. Dies berichtete die Tageszeitung „Haaretz“. Das Urteil beendet ein seit drei Jahren anhängiges Verfahren.

  • Wettskandal: War dieses Schalke-Spiel manipuliert?

    Die Uefa prüft, ob das Champions-League-Spiel zwischen Schalke 04 und Hapoel Tel Aviv manipuliert wurde. Tatsächlich sieht die israelische Hintermannschaft in gewissen Szenen ziemlich schlecht aus.
    Wie die «Süddeutsche Zeitung» (Samstagausgabe) berichtete, wurde wenige Stunden vor Beginn des Spiels am 20. Oktober über europäische Mittelsmänner in Asien ein Millionenbetrag auf eine Niederlage der Israelis mit mindestens zwei Toren Abstand gesetzt. Tel Aviv verlor das Spiel in Gelsenkirchen mit 1:3.
    In London ansässige Profi-Wettspieler, die mithilfe von statistischen Modellen agieren, wurden dem Zeitungsbericht zufolge stutzig, als bei den führenden Buchmachern in Asien vor Anpfiff weitere Millionen auf einen hohen Schalke-Sieg gesetzt wurden und der Geldstrom auch nicht versiegte, als die Quote völlig zusammenbrach.
    Kurz vor Anpfiff war demnach ein aussergewöhnliches Volumen erreicht…

  • Geheime Informationen an die israelische Presse weitergegeben

    Nachdem geheime Informationen an die israelische Presse weitergegeben wurden, sucht Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nun nach der undichten Stelle. Dabei setzt er den Geheimdienst sogar auf engste Mitarbeiter an. Die Männer mussten sich auch einem Test mit einem Lügendetektor unterziehen. Geholfen haben die drakonischen Massnahmen aber offenbar nichts: Nach Angaben des Armeesenders hat der Geheimdienst keine undichte Stelle im Büro des Ministerpräsidenten gefunden.

  • The Economist: „2011 wird ein blutiger Krieg in Israel ausbrechen!“

    „Wenn sich auf der politischen Bühne nichts ändern wird, wird im Jahr 2011 einer der gefährlichsten und zerstörerischsten Kriege im Nahen Osten ausbrechen.“ Diese Analyse hat die anerkannte US-Wochenzeitschrift The Economist über den Nahen Osten geschrieben. Kein Krieg und kein Friede ist normalerweise der Status quo zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn. Aber sobald israelisch-arabische Friedensverhandlungen scheitern, wie es US-Präsident Barack Obama selbst zugab, ist ein Friede noch zerbrechlicher und die Gefahr eines Krieges steigt.
    Die wirkliche Zündschnur ist jedoch die Angst vor dem iranischen Atomprogramm, die jederzeit in der Region explodieren kann. Darüber hinaus ist eine hektische Waffenaufrüstung zwischen Israel und der iranischen Hisbollah-Guerillas im Südlibanon zu beobachten. Beide Seiten bereiten sich für einen baldigen Krieg vor. Seit 2006 hat der Iran seine Miliz im Südlibanon mit über 50.000 Raketen und Langstreckenraketen beliefert, die Israel diesmal im Landeszentrum treffen werden.
    Wikileaks bestätigt, dass Israels Generalstabschef Gabi Aschkenazy laut Geheimdokumenten von 2009 die israelischen Streitkräfte für einen blutigen Raketenkrieg vorbereitet hat. Egal ob Jude, Christ oder Moslem, aus biblischer, koranischer oder politischer Sicht, links oder rechts, alle befürchten einen Krieg.

  • Netanjahu forderte von Obama Freilassung Pollards

    Ministerpräsident Netanjahu hat gestern als erster Ministerpräsident seit Jahren um die Freilassung des israelischen Agenten Jonathan Pollard gebeten. Er verlas gestern einen Brief an US-Präsident Obama, in dem er ihn formell und offiziell um Pollards Freilassung bat. Dieser Brief wurde auch an Obama verschickt. In seiner Rede vor dem israelischen Parlament, der Knesset, erklärte Netanjahu, dass er einer Bitte Pollards von vor etwa drei Wochen nachkomme und die Verhandlungsstrategie um dessen Freilassung ändere. Bisher sei nur hinter den Kulissen mit Kontaktpersonen im Weissen Haus in Washington das Gespräch gesucht worden. Auch berichtete Netanjahu über seine eigenen Versuche in den vergangen 15 Jahren, Jonathan Pollard freizubekommen. Alle Versuche schlugen fehl und nun müsse ein anderer Weg eingeschlagen werden.
    In seinem Brief an Obama gab er fundamentale Gründe zur Freilassung Pollards an. Sein Gesundheitszustand ist sehr schlecht. Zudem befindet er sich schon seit 25 Jahren in Haft, was bedeutet, dass die normale Haftstrafe für Spionage bereits überschritten wurde. Pollard hatte damals Geheiminformationen an eine alliierte Nation weitergegeben. „Ich weiss, dass die USA ein Staat ist, der auf Fairness, Gerechtigkeit und Gnade basiert und bitte deshalb respektvoll, die Bitte um die Freilassung Pollards freundlich anzusehen. Das Volk Israel wird ewig dafür dankbar sein“, so Netanjahu in seinem Brief. Ausserdem entschuldigte er sich auch dafür, dass man eine Person in den USA hatte spionieren lassen und versprach, dass dies nie wieder vorkommen werde.

  • Wie geht es eigentlich Ariel Scharon?

    Der israelische Ex-Ministerpräsident Ariel Scharon liegt inzwischen seit fünf Jahren im künstlichen Koma. Er hatte auf dem Höhepunkt seiner Macht und Popularität in Israel einen Schlaganfall erlitten.
    «Sein Zustand ist unverändert stabil», sagte der langjährige behandelnde Arzt Schlomo Segev. «Er ist physisch ein sehr starker Mann, und ich glaube auch psychisch», fügte Segev hinzu. Der 82 Jahre alte Scharon wird derzeit im Scheba-Spital von Tel Haschomer behandelt. Am 12. November vergangenen Jahres wurde er zum ersten Mal für ein Wochenende auf seine Ranch verlegt.
    «Er war einmal zu Hause. Alles lief gut», sagte Segev. «Wir wollen jetzt weitere Versuche unternehmen. Aber das bedarf einiger Organisation.» Scharon ist zweimaliger Witwer und hat zwei Söhne.
    Der Ex-Regierungschef hatte auf dem Höhepunkt seiner Macht und Popularität in Israel einen Schlaganfall erlitten. Seit dem 4. Januar 2006 liegt er im künstlichen Koma. Das Doppelzimmer im Scheba- Spital bei Tel Aviv wird von Sicherheitskräften abgeschottet.
    Es gibt deshalb in der Öffentlichkeit keine aktuellen Fotos. Der Finanzausschuss des israelischen Parlaments hatte Anfang November 2010 1,6 Millionen Schekel (426’000 Franken) für die weitere Pflege bewilligt.
    Der Ex-General mit dem Spitznamen «Bulldozer» war von 2001 bis 2006 Ministerpräsident in Israel. An dem Politiker scheiden sich bis heute in Israel und der arabischen Welt die Geister. Die einen verehren ihn einen der letzten prominenten Vertreter der Gründergeneration Israels sowie als Kriegsheld…

  • Rechnungsprüfer kritisiert Umgang mit Schoah-Opfern

    Die israelische Gesellschaft, die Besitz von Holocaust-Opfern ausfindig machen soll, erfüllt ihre Aufgabe nur mangelhaft. Diesen Vorwurf äußert der staatliche Rechnungsprüfer Micha Lindenstrauss in einem Bericht, der am Montag veröffentlicht wurde.
    Die Gesellschaft für die Lokalisierung und Rückführung des Eigentums von Schoah-Opfern wurde Mitte 2007 eingerichtet. Sie soll dafür sorgen, dass konfiszierter Besitz an die Erben der in der NS-Zeit ermordeten Juden ausgehändigt wird. Lindenstrauss wirft ihr laut einem Bericht der Zeitung „Ma´ariv“ vor, keine Suche nach Verwandten von Opfern eingeleitet zu habe. Auch habe sie im Ausland weder ihre Existenz noch Kontaktmöglichkeiten bekannt gemacht.
    Die Abteilung für die Suche nach möglichen Erben arbeite nicht nach einem Programm, kritisiert der Rechnungsprüfer. Eine gezielte Lokalisierung werde als Randthema behandelt, obwohl sie eigentlich zu den Hauptaufgaben der Gesellschaft gehöre. Zudem hätten einige Erben nicht den gesamten Gegenwert des Besitzes ihrer Vorfahren erhalten.
    Sofern keine Erben ausfindig gemacht werden, soll das Eigentum den Überlebenden der Judenvernichtung in Israel zugute kommen. Doch erst im Februar 2009, anderthalb Jahre nach ihrer Gründung, habe sich die Gesellschaft an den Ausschuss gewandt, der sich mit der Lage der Überlebenden befasst, bemängelt Lindenstrauss.

  • Neun israelische Politiker innerhalb von zehn Jahren verurteilt

    Die jüngste Sex-Affäre des israelischen Ex-Staatspräsidenten Mosche Katzav zeigt, wie sich Israels Gesellschaft während der letzten Generation verändert hat. Allein in den letzten zehn Jahren wurden neun israelische Politiker zu Gefängnisstrafen verurteilt. Dies bemängeln Rabbiner im ganzen Land. Als Moshe Katzav Ende vergangenen Jahres vom Tel Aviver Gericht in allen Anklagepunkten für schuldig befunden wurde, war in der Bevölkerung eine Betroffenheit spürbar. Katzav muss sich wegen Vergewaltigung, sexueller Belästigung und Behinderung der Justiz verantworten. Ein Strafmaß wurde noch nicht verkündet, aber eine Gefängnisstrafe bis zu 16 Jahren ist gemäß israelischem Gesetz möglich. Politiker, Richter, Rabbiner und Menschen aus allen Bevölkerungs¬schichten sprachen von einem traurigen Tag für Israel: „Eine Blamage für die israelische Gesellschaft“, war durchgängig der Tenor.

  • Petition: Firmen boykottieren, die palästinensische Stadt bauen

    Eine Gruppe Knesset-Abgeordneter hat einen Boykott von israelischen Firmen gefordert, die am Bau der palästinensischen Stadt Rawabi im Westjordanland beteiligt sind. Denn diese haben sich verpflichtet, israelische Siedlungen zu boykottieren.
    Einem Bericht der Tageszeitung „Ha´aretz“ zufolge haben 48 Knesset-Mitglieder eine Petition an die Kabinettsminister unterzeichnet. Darin heißt es: „Israelische Firmen haben ihre zionistischen Seelen und ihre nationale Solidarität für eine Handvoll Dollar verkauft.“ Betroffen sind etwa 20 Unternehmen.
    Weiter schreiben die Politiker: „Israelische Firmen, die Produkte und Dienste für die Errichtung der arabischen Stadt Rawabi zur Verfügung stellen, haben eingewilligt, einen Vertrag zu unterzeichnen, in dem sie einen palästinensischen Boykott von Produkten und Diensten in den Gegenden unterstützen, die Palästinenser ‚besetztes Ostjerusalem‘, ‚besetztes Westjordanland‘, ‚besetzter Gazastreifen‘, ‚besetzte Golanhöhen‘ nennen.“
    Zu den Unterzeichnern der Petition gehören rechtsgerichtete Parlamentarier, aber auch etwa die Hälfte der Abgeordneten Kadima-Fraktion von Oppositionsführerin Zippi Livni. Sie rufen die Minister aller Fraktionen dazu auf, „jegliche Geschäfte mit denjenigen israelischen Unternehmen zu unterlassen, die diesen beschämenden Vertrag unterzeichnet haben oder unterzeichnen werden. Denn das ist Zusammenarbeit mit palästinensischem Wirtschaftsterror“.