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  • Technologie der Zukunft – Fahrrad aus Pappe

    Der Israeli Itzhar Gafni hat ein Fahrrad erfunden, das beinahe komplett aus Pappe besteht. Es ist genauso verkehrstüchtig wie ein normales Rad – kostet aber fast nichts. Diese Woche stellte er seine Erfindung auf der Messe „ThinkNext“ von Microsoft Israel in Tel Aviv vor.
    „Es ist eines der grünsten Produkte, das man sich vorstellen kann“, beschrieb Nimrod Elmisch, Gafnis Geschäftspartner, der das Rad vermarktet, das Produkt. „In zehn Jahren wird man dieses Material benutzen, um Bauteile für Raumschiffe zu produzieren, die die Menschen zum Mond bringen.“
    Das wasserfeste Rad besteht fast vollständig aus recyceltem Pappkarton. Nur die Reifen seien aus Gummi und der Sattel aus recycelten Plastikflaschen, berichtet die israelische Tageszeitung „Times of Israel“. Um die Pappe stabil zu machen, bediente sich Gafni einer bestimmen Papierfalttechnik, dem Origami. Anschliessend unterzog er das Material einer Spezialbehandlung, damit es sich für den Alltagsgebrauch eignet. Die Pappe werde dadurch so strapazierfähig wie Metall oder Stahl. „Man kann eine Plattform daraus machen, die ein Auto hochhebt“, erklärte Elmisch während der Präsentation und zeigte ein entsprechendes Video…

  • Reichskristallnacht: Gedenkfeier in Yad Vashem

    Jedes Jahr findet in der Jerusalemer Holocaust-Erinnerungsstätte Yad Vashem eine Gedenkveranstaltung anlässlich der Reichskristallnacht statt, die am 9. November 1938 mit ihren schrecklichen Pogromen den Auftakt zur beinahe gänzlichen Vernichtung des deutschen Judentums bildete. Die Schirmherrschaft übernahm dieses Jahr die „Organisation der Juden europäischer Abstammung“ (Irgun Jotzei Merkas Europa). Die meisten der Teilnehmer waren selbst Überlebende der Schoa oder Nachfahren von Holocaustopfern.
    Den Auftakt bildete eine Führung durch die Ausstellung „das letzte Porträt“. Hier werden Werke von Künstlern gezeigt, denen es während ihrer Zeit im Konzentrationslager gelungen ist, heimliche Kunstwerke zu schaffen und sie dann zu verbergen. Viele dieser Künstler überlebten den Holocaust nicht. Weitere Höhepunkte der Veranstaltung waren die Kranzniederlegung in der Gedenkhalle, auf deren Fussboden die Namen von 22 Konzentrations- und Vernichtungslagern eingraviert sind und eine bewegende Rede eines Überlebenden sowie ein Rundgang durch eine Synagoge, die Ausstellungsstücke aus zerstörten Gotteshäusern aus Rumänien beherbergt.
    Besonders bewegt hat auch das Zeugnis von Sarah. Sie schilderte, wie sie die Reichskristallnacht erlebt hat und auf ihrer Flucht ausgerechnet vom Dach des obersten Gerichtshof mit Dreck beworfen wurde. Mit tränenerstickter Stimme flüsterte sie: „Und dabei dachte ich immer, dass von diesem Ort Gesetz und Recht in die Welt ausgehen!“

  • Israelisch-deutsche Co-Produktion auf 3sat

    Am Freitagabend wird auf 3sat der Film „Ein Leben für ein Leben“ ausgestrahlt. Er basiert auf dem Buch „Adam Hundesohn“ des israelischen Schriftstellers Yoram Kaniuk. Sein Werk handelt von den Erlebnissen, die die Überlebenden von Konzentrationslagern noch lange nach ihrer Gefangenschaft verarbeiten müssen.
    Die israelisch-deutsche Co-Produktion handelt von dem ehemaligen Varietéstar Adam Stein (Jeff Goldblum). Dieser rettete einst in seiner Show einem Jungen das Leben. Zehn Jahre später wird er mit seiner Familie deportiert und trifft den Menschen wieder, den er damals gerettet hat. Er ist nun der sadistische Lagerkommandant Klein (Willem Dafoe). Der Gerettete bedankte sich bei Stein auf seine Weise und hielt ihn sich als „Hund“. Dadurch überlebt der Jude das Lager.
    Nach dem Krieg ist Stein in einer psychiatrischen Anstalt für Schoah -Überlebende im Negev untergebracht. Als er dort versucht, sein Trauma aus der Lagerzeit zu verarbeiten, wird ein Junge eingeliefert (Tudor Rapiteanu), der sich für einen Hund hält. Von den Ärzten wurde er aufgegeben. Adam gelingt es als einzigem, eine Beziehung zu dem Jungen aufzubauen. Gemeinsam machen sie sich auf zur Heilung. Freitag, 9. November, 22:45 Uhr, 3sat

  • Wieder Soldat verletzt

    Erneut ist ein israelischer Soldat im Einsatz an der Grenze zum Gazastreifen verletzt worden. Diesmal ging ein Sprengsatz in einem vier Meter unter der Erde gelegenen Tunnel hoch, der von Palästinensern für einen Terroranschlag ausgehoben worden war. Ein israelisches Armeefahrzeug wurde bei der Explosion erheblich beschädigt. Israelische Soldaten waren gerade dabei gewesen, den Grenzzaun zum Gazastreifen auszubessern.

  • Peres trifft Putin

    Präsident Shimon Peres ist bei seinem Staatsbesuch in Russland am Donnerstag vom russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Arbeitstreffen empfangen worden.
    Die beiden Präsidenten kamen zunächst zu einem Vier-Augen-Gespräch zusammen, das 90 Minuten dauerte. Im Anschluss wurde die israelische Delegation von Putin zu einem Essen eingeladen, an dem unter anderem der russische Außenminister Sergej Lawrow, der russische Vizeministerpräsident, sowie der russische Botschafter in Israel, Sergej Jakowlew, und die israelische Botschafterin in Russland, Dorit Golender, teilnahmen.
    Während des Treffens zuvor hatten Peres und Putin die Bedrohung durch das iranische Regime, die Lage in Syrien und Möglichkeiten einer Wiederbelebung der Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern diskutiert. Ein weiteres Thema waren die strategischen Beziehungen zwischen Israel und Russland. Am Ende des Treffens erklärte Peres, es habe sich um ein „positives und effizientes Treffen“ gehandelt. Er fügte hinzu, es sei „aus der Diskussion klar geworden, dass Präsident Putin die Zukunft und Sicherheit Israels wichtig ist.“…

  • Knapp aber verdient

    Am Donnerstagabend sind in Berlin im Rahmen der Europaliga die Basketballer von Alba Berlin und Maccabi Tel Aviv gegeneinander angetreten. Nachdem die Gastgeber anfangs einen Fehlstart hingelegt hatten, musste sich der Favorit aus Israel im weiteren Spielverlauf noch ganz schön anstrengen, um die Erwartungen der vielen angereisten Fans nicht zu enttäuschen. Zum Schluss stand es 76:78, und Maccabi konnte aufatmen – die Fans dankten es der Mannschaft mit einer tollen Atmosphäre…

  • Nanoteilchen machen verborgene Fingerabdrücke sichtbar

    Geldscheine, Verträge, Zeitungen, Notizzettel: Auf Papier kommen Fingerabdrücke am häufigsten in die Labore der Kriminaltechniker. Leider sind sie mit gängigen Methoden nur in etwa der Hälfte der Fälle sichtbar zu machen. Ein neues Verfahren aus Israel verspricht dies nun zu ändern. Es setzt nicht wie bisher auf das Rillenmuster aus Schweiss, das der Finger auf dem Papier hinterlässt – stattdessen markiert es mit Hilfe spezieller Nanoteilchen das Papier, das zwischen den Rillen unberührt blieb. So entsteht ein umgekehrtes Bild des Abdrucks, ähnlich einem Fotonegativ, berichten die Forscher im Fachblatt „Angewandte Chemie“. Ihre Methode funktioniere auch bei sehr schwachen Abdrücken, ungünstigen Schweissspuren und sogar bei Papier, das nass geworden ist.
    Die Unterschiede in der Schweisszusammensetzung individueller Personen spielen keine Rolle“, schreibt das Team um Joseph Almog, Professor für Forensische Chemie an der Hebrew University of Jerusalem. Denn bislang bringen Kriminaltechniker Goldnanopartikel auf das Papier auf, die sich vor allem an die Aminosäuren in den feinen Schweissresten des Fingerabdrucks anhaften. Eine hauchdünne Schicht davon trägt jeder Mensch auf der Haut, auch wenn er nicht stark schwitzt, und so auch an den Fingerspitzen. Allerdings ist der Schweiss individuell unterschiedlich zusammengesetzt, etwa im Anteil an Aminosäuren, und kann sich mit der Nahrung oder der Wasseraufnahme verändern. So zeigten frühere Studien, dass diese Spuren in zahlreichen Fällen die Nanopartikel nicht ausreichend anhaften lassen.
    Deshalb setzten die israelischen Forscher auf eine Umkehrung des Prinzips: Sie veränderten die Partikel so, dass sie direkt am Papier anhaften. Ihre neuen Moleküle besitzen einen „Schwanz“ aus einer Kohlenwasserstoffkette mit schwefelhaltiger Gruppe, die an die Oberfläche der Goldnanopartikel andockt. Der „Kopf“ des Moleküls hingegen, eine Acylpyridazingruppe, bindet sich an die Zellulose im Papier. Weil aber das Papillarmuster des Fingerabdrucks neben Schweiss auch Hautfett enthält, können die Partikel das Papier nur zwischen den Linien erreichen…

  • Bar Mitzwa nach 71 Jahren nachgeholt

    Durch „Schindlers Liste“ überlebte er den Holocaust in Polen – nun hat ein 84-jähriger Israeli mit 71 Jahren Verspätung in Jerusalem seine Bar Mitzwa gefeiert. Kurz vor seinem 13. Geburtstag war er in das Krakauer Ghetto deportiert worden und konnte deshalb die Feier seiner Religionsmündigkeit nicht begehen.
    „Ich freue mich, dass mir die Möglichkeit gegeben wurde, meine Bar Mitzwa zu feiern, und bei der Gelegenheit auch Oskar Schindler zu danken, dass er mir das Leben gerettet hat“, sagte Arieh Sadeh in seiner Rede, die der Bar Mitzwa („Sohn des Gebotes“) traditionell während der Zeremonie hält. „Ich freue mich über die Möglichkeit, Schindler zu danken, der in der Tat ein einzigartiger Gerechter war. Er hat das Lager von Brünnlitz errichtet, und von seinem Geld hat er alle Juden dorthin gebracht. Oskar wurde hier in Israel bestattet, und am Tag seiner Beisetzung kamen Menschen von allen Enden der Welt. Auch Ronit, meine grosse Tochter, hat an dieser Beisetzung teilgenommen.“
    Bis kurz vor der Feier hatte der Rentner nicht gewusst, dass sie am Montag stattfinden würde. Seine Ehefrau und die Töchter überraschten ihn erst am Morgen mit der Mitteilung. Verwandte und Freunde begleiteten ihn dann mit Klängen chassidischer Musik zu einer Synagoge in seinem Jerusalemer Viertel. Nach der Torahlesung warfen die Feiernden wie üblich Süssigkeiten auf Sadeh. Gesang und Tanz durften bei der Zeremonie ebenfalls nicht fehlen, schreibt die Tageszeitung „Ma‘ariv“.
    Die zehnjährige Enkelin Liri Sadeh bekundete ihre Freude darüber, dass der Wunsch ihres Grossvaters nach so langer Zeit erfüllt worden war: „Nach 71 Jahren bin ich gerührt, mit Dir bei der Bar Mitzwa sein zu können. Ich wünsche dir, dass du immer gesund und munter sein wirst und dass du weiter der beste Grossvater der Welt sein wirst.“ Die Feier hatten die Familie und die Mitarbeiter des Betreuten Wohnens organisiert, wo der Rentner lebt…

  • Polizei-Delegation besucht Kalandia-Übergang

    Eine Delegation von 30 kanadischen Polizei-Offizieren hat in der vergangenen Woche den Übergang Kalandia besucht und sich einen Überblick über die komplexe Realität vor Ort verschafft. Teil der Delegation waren auch mehrere Parlamentsabgeordnete.
    Der Offizier, der die Gruppe begleitete, erklärte, Kalandia sei der zentrale Punkt für Besuche auf beiden Seiten. „Der Übergang ist wie ein Symbol für den israelisch-palästinensischen Konflikt“, erläuterte er. „Die meisten aussergewöhnlichen Ereignisse passieren hier, und das zieht Delegationen aus der ganzen Welt an.“…

  • Microsoft und Israel gehen Hand in Hand

    Der Microsoft-Geschäftsführer Steve Ballmer und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu haben sich am Montag in Jerusalem getroffen. Dabei sprachen sie über eine weitere Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Hightech.
    „Die Kombination aus dem Staat Israel und Microsoft ist natürlich, seitdem Israel unter den Führern der Hightech-Industrie ist“, sagte Netanjahu laut Angaben seines Büros. Ballmer betonte, er sei zum vierten Mal in Israel und „immer aufgeregt und inspiriert von dem schieren Einfallsreichtum der Leute und der Unternehmer. Das ist ein Hauptgrund, warum es so ein wichtiger Markt für Microsoft ist“.
    Der Geschäftsführer des Computerunternehmens traf sich ausserdem mit dem israelischen Finanzminister Juval Steinitz. Laut Finanzministerium wollen die Regierung und das Hard- und Softwareunternehmen eine Absichtserklärung unterzeichnen. Darin soll es um die technologische Entwicklung und den Umgang mit grossen Datenbanken gehen, meldet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Zudem behandle sie Themen wie Bürokratieverringerung und den Schutz von Daten sowie die Entwicklung eines elektronischen Regierungsservice und die gemeinsame Nutzung von Informationskapazitäten…