Drogenhandel in Mea Schearim aufgedeckt


Mea_Schearim

Im ultra-orthodoxen Jerusalemer Viertel Mea Schearim ist es einem V-Mann gelungen, verschiedenste Drogen und Waffen zu kaufen (Foto: Martin Nowak)

Der Einsatz eines verdeckten Ermittlers hat in ultra-orthodoxen Stadtteilen von Jerusalem und Beit Schemesch einen florierenden Handel mit Drogen und Waffen aufgedeckt. 45 Personen wurden in diesem Zusammenhang verhaftet.

Vor rund zwei Jahren rekrutierte die Jerusalemer Polizei einen ultra-orthodoxen Juden für verdeckte Ermittlungen. Sie setzte den Beamten zunächst auf die Drogenszene in dem ultra-orthodoxen Jerusalemer Stadtteil Mea Schearim an. Von Marihuana, Kokain und Ecstasy bis hin zu Heroin seien dem Ermittler sämtliche Drogen angeboten worden, berichtet nun die Onlinezeitung „Times of Israel“. Zwei Palästinenser, die illegal in dem Viertel arbeiteten, hätten ihm zudem nicht registrierte Waffen zum Kauf angeboten.

Der V-Mann wurde anschliessend in Ramat Beit Schemesch eingesetzt, einem ultra-orthodoxen Viertel der Stadt Beit Schemesch nordwestlich von Jerusalem. Dort sei ihm die Beschaffung von „Dutzenden Kilogramm“ Drogen gelungen. Er habe zudem ein gestohlenes Auto sowie mehrere Maschinengewehre und Munition gekauft. Einige Waffen waren vermutlich von einer Armee-Basis gestohlen worden.

Mehr als 18 Monate war der verdeckte Ermittler in den ultra-orthodoxen Vierteln im Einsatz. Dabei habe er rund 60 Drogendealer belastet. 45 von ihnen wurden festgenommen. Über Mea Schearim sagte der V-Mann, dort gebe es eine Parallelwelt: Das Mea Schearim am Tag sei ein anderes als das der Nacht, wenn die Drogenszene aktiv werde.

Der Jerusalemer Polizeichef Menasche Edri lobte die Arbeit des Agenten. Der ultra-orthodoxe Ermittler selbst erklärte: „Im 5. Buch Mose steht, ‚du sollst das Böse von dir wegtun‘. Ich hoffe, dass wir lernen werden, Gutes zu tun, und das Böse unter uns zu entfernen, für eine bessere Gesellschaft.“ (inn)

 



Kategorien:Sicherheit

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1 reply

  1. Bei einem touristischen Besuch in Mea Shearim hatte ich seltsame Erlebnisse. Deshalb wundere ich mich nicht, dass Einwohner einem schwunghaften Handel mit Drogen und Waffen aufgezogen haben.

    Am Tag der Abwehr der berüchtigten „Mavi Marmara“ durch unsere IDF, machten wir einen Spaziergang im einst sauberen und fast pittoresken Mea Shearim. Abgesehen vom der verslummten und vor Dreck strotzenden Umgebung fiel auf, dass die Männer sehr kräftig waren und mit dem Gebaren von drittklassigen Hamburger Rockern auftraten. Nachdem uns Jugendliche mit Abfällen und Dreck bewarfen, verliessen wir das Gebiet fluchtartig.

    Ich wundere mich nicht, dass die Neturei Karta, eine angeblich jüdische Sekte, auch aus kriminellen Aktivitäten Einkünfte bezieht. Diese Sekte bewundert den Erzjuden- und Israelhasser Khameni und betet an seinem Grab! Die Neturei Karta lehnt den Jüdischen Staat Israel ab, profitiert jedoch von seinen Errungenschaften, sie zahlen keine Steuern und leisten weder Militär- noch Zivilschutzdienste.

    Sie leben als Schmarotzer in Israel und auch im Ausland und sind für die jüdische Gesellschaft ein Problem.

    PS: dies erinnert mich auch an ein Gerücht aus meiner Jugendzeit in Zürich, dass sich „fromme“ Juden an Geschäften mit der Prostitution beteiligten.

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