Blauhelme in der Gewalt von syrischen Terroristen


Israeli soldiers patrol near the Lebanese borderSyrische Terroristen haben erneut Angehörige der UN-Friedenstruppe an der Waffenstillstandslinie zu Israel in ihre Gewalt gebracht. Die vier Philippiner seien zu ihrer eigenen Sicherheit in Gewahrsam genommen worden, erklärte die Terrorgruppe „Jarmuk-Märtyrer“ am Dienstag. Truppen von Staatschef Assad und Kriminelle seien eine Gefahr gewesen. UN-Generalsekretär Ban forderte die sofortige Freilassung.

Die Friedenstruppe ist seit 1974 in der Region aktiv, um einen Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien zu überwachen. Auch andere Länder wie Österreich oder Indien stellen dafür Soldaten. Derzeit sind 377 Österreicher am Golan stationiert. Die Rebellen brachten die Philippiner nach UN-Angaben im Süden der Pufferzone in ihre Gewalt.

In der Nähe waren im März 21 philippinische Angehörige der UN-Truppe drei Tage lang festgehalten worden. Auch dafür waren die Jarmuk-Terroisten verantwortlich. Berichte über eine Geiselnahme wiesen die Rebellen damals zurück.

Ein Sprecher erklärte nun, der Vorfall solle nicht unverhältnismässig hochgespielt werden. „Sie sind wohlbehalten und werden so schnell wie möglich übergeben.“ Die UN-Mitarbeiter hätten sich in einem Gebiet aufgehalten, wo es zu heftigen Kämpfen gekommen sei.

Der Bürgerkrieg hatte schon mehrfach Verwicklungen mit anderen Ländern zur Folge. So landeten in der Türkei schon Artilleriegeschosse aus Syrien. In dem Konflikt sind mehr als 70.000 Menschen getötet worden.

Die Vereinten Nationen beklagten unterdessen, dass es für Hilfslieferungen in das Land noch immer hohe bürokratische Hürden gebe. Inzwischen benötigten aber knapp sieben Millionen Menschen Hilfe.

Unterdessen relativierte am Montag eine angeblich unabhängige Syrien-Kommission der Vereinten Nationen die Aussagen der UN-Expertin Carla del Ponte über einen Chemiewaffeneinsatz durch Rebellen in Syrien. Es gebe „keine beweiskräftigen Ermittlungsergebnisse für einen Chemiewaffeneinsatz in Syrien durch irgendeine der an dem Konflikt beteiligten Parteien“, erklärte diese Kommission. „Daher ist die Kommission derzeit nicht in der Lage, diese Behauptungen weiter zu kommentieren.“

Die Erklärung kommt einem Dementi zu Medien-Äusserungen Del Pontes nahe, die selbst Mitglied der Experten-Kommission ist. Sie hatte am Sonntagabend in einem Fernsehinterview erklärt: „Nach den Aussagen, die wir gesammelt haben, haben die Rebellen Chemiewaffen eingesetzt und auf das Gas Sarin zurückgegriffen.“ Die frühere Chefanklägerin der UN-Gerichte für Ex-Jugoslawien und Ruanda hatte im Schweizer Fernsehsender RSI hinzugefügt, die Ermittlungen seien noch lange nicht abgeschlossen, und weitere gründliche Recherchen seien nötig.



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