Der Globale Marsch nach Jerusalem (GMJ)


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Poster für den Globalen Marsch nach Jerusalem (GMJ Facebookseite)

Wie das “Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center (ITIC)” [israelisches Informationszentrum über Geheimdienste und Terrorismus] mitteilt dauern die Vorbereitungen für den am Freitag, den 7. Juni 2013, geplanten GMJ an. Der Marsch soll sich in die für den sogenannten „Naksa Tag“ geplanten Aktivitäten einreihen (den Jahrestag der arabischen Niederlage im Sechs-Tage-Krieg).

Im Moment scheint das Interesse an diesem Marsch noch sehr gering zu sein. Das internationale Organisationskomitee organisierte in Kairo eine Pressekonferenz und erklärte, die Vorbereitungen für die in der ganzen Welt vorgesehenen Aktivitäten seien abgeschlossen. Das Motto des diesjährigen Marsches lautet „Die Völker der Welt verlangen die Befreiung Jerusalems“ (Shihad, die GMJ Webseite, 2. Juni 2013).

Zaher Birawi, Hamas Aktivist und Sprecher der Kampagne erklärte, der Marsch werde Israel eine wichtige Botschaft übermitteln („dem Land der Besatzung, das auf dem Boden Jerusalems Verbrechen begeht“). Er erklärte, die Aktivitäten seien für die ganze Welt geplant ( mit Ausnahme Syriens), auch in Ländern, die im vergangenen Jahr nicht an dem Marsch beteiligt waren, wie z. B. die Länder Südamerikas (Al Quds TV, 29. Mai 2013).

Ahmed Abu Halbia, Vorsitzender des nationalen GMJ Komitees in Gaza, unterstrich die Rolle der Medien bei der Berichterstattung über die Ereignisse und die Gewinnung der internationalen öffentlichen Meinung und der palästinensischen Elite für die massive Beteiligung am GMJ (Ma’an Nachrichtenagentur, 29. Mai 2013).

Salah al-Khawaja, Aktivist deVolkskomitees des „Volkswiderstands“, Koordinator des Marsches in Judäa und Samarien erklärte, das Hauptziel bestehe darin, eine integrale Einheit vor Ort zu schaffen, die sich gegen die israelische „Besatzung“ stellt und für Spannung ausserhalb von Palästina zu sorgen. Er erklärte, die Lehren aus vergangenen Jahren habe dazu geführt, dass in diesem Jahr neue Strategien angewandt werden sollten. Er erklärte, in diesem Jahr sei die Teilnahme von Aktivisten aus über 45 Ländern vorgesehen. Einige dieser Teilnehmer sollen nach Judäa und Samarien reisen, andere sollen sich an Märschen in den Nachbarstaaten Israels beteiligen und an Protestdemonstrationen vor israelischen Botschaften in der ganzen Welt (Voice of Palestine Radio, 29. Mai 2013).

U. a. sind folgender Propagandaveranstaltungen vorgesehen:

  • Im Gazastreifen: Die zentrale Veranstaltung ist für den Raum Beit Hanoun im nördlichen Gazastreifen geplant. Nach Angaben von Ahmed Abu Halbia, dem Vorsitzenden des Jerusalem Komitees für den palästinensischen Legislativrat, sollen die Veranstaltungen in den höheren Schulen und den Gewerkschaftsvereinen des Gazastreifens stattfinden, um die Beteiligung an diesem Marsch zu unterstützen. Er erklärte, die Veranstaltungen sollten von Sicherheitsbeamten begleitet werden, um Ausschreitungen zu vermeiden und Palästinenser von Versuchen abzuhalten, die Grenze nach Israel zu überqueren (Felesteen, 21. Mai 2013).
  • Ostjerusalem und die Palästinensiche Autonomiebehörde: Nach dem Freitagsgebet soll am Nablustor eine Kundgebung stattfinden. Auch an anderen Reibungspunkten in Judäa und Samarien sind Kundgebungen vorgesehen, z. B. am Kalandia Kontrollpunkt südlich von Ramallah.
  • Jordanien: Die zentrale Kundgebung ist in al-Sweima im Jordantal vorgesehen. Die nationale jordanische Kommission zu Verteidigung der Al Aksa Moschee und der Heiligen Stätten kündigte an, die wollten ihren Marsch unter dem Motto „Unterwegs nach Jerusalem“ organisieren.
  • Ägypten: In Kairo soll nach dem Freitagsgebet eine Demonstration stattfinden.
  • England: In London soll in den Mittagsstunden des 7. Juni vor der israelischen Botschaft eine Demonstration stattfinden. Politiker, Kirchenvertreter, öffentliche Vertreter und Abgesandte der palästinensischen Organisationen werden das Wort ergreifen (Dunia Al-Watan, 25. Mai 2013).
  • Tunesien: In Tunis, der Hauptstadt wird der Marsch an der Hauptmoschee beginnen.
  • Malaysia: In der Hauptstadt Kuala Lumpur soll eine grosse Kundgebung stattfinden, die den Abschluss der einwöchigen Veranstaltungen zur Bewusstseinsbildung über Jerusalem bilden soll.


Kategorien:Nahost

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