Israel gedenkt der gefallenen Soldaten und Terroropfer


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Israel gedenkt heute auf Soldatenfriedhöfen im ganzen Land der insgesamt 23.169 gefallenen Soldaten und Terroropfer. Bereits gestern Abend haben die Feierlichkeiten begonnen, um die Erinnerung an die Verstorbenen aufrecht zu erhalten. Im Rahmen des Jom haSikaron-Gedenktages gibt es heute zahlreiche Zeremonien und Veranstaltungen. An den Gedenktag schliessen sich dann direkt die Feiern zum 66. Unabhängigkeitstag des Staates Israel an, der morgen gefeiert wird.

Um 11 Uhr heulten heute im ganzen Land zwei Minuten lang die Sirenen. Auf den insgesamt 52 Soldatenfriedhöfen und hunderten von Militärbegräbnisstätten im ganzen Land werden mehr als eineinhalb Million Menschen erwartet. Die Trauergäste werden mit einer Hitzewelle konfrontiert: Die Temperaturen bewegen sich zwischen 33 bis zu 40 Grad Celsius. Um den Angehörigen der gefallenen Soldaten die Anreise zu erleichtern, stehen Hunderte von Bussen und Shuttles bereit. Ausserdem hat das Verteidigungsministerium Stühle in der Nähe eines jeden Grabes für die Familien der Opfer organisiert. Gleichzeitig werden Helfer und Sanitäter an den Friedhöfen stationiert, die die Menschen in Anbetracht der grossen Hitze mit Wasser versorgen.

Ministerpräsident Netanjahu, der selbst seinen Bruder Jonatan bei einer Militäroperation in Uganda verloren hat, hielt eine ergreifende Ansprache: „Es ist schwer, fast unmöglich, jemandem, der nicht selbst einen geliebten Menschen verloren hat, zu erklären, welches Leid, welcher Schmerz, welcher Schock und welche Verlustgefühle uns erfüllen.“ Die Gefallenen seien israelische Nationalhelden, erklärte Netanjahu. „Wir würden heute nicht hier sein, wenn sie nicht ihr Leben für uns gegeben hätten. Niemals, nicht einmal für einen Moment, dürfen wir vergessen, wem wir es zu verdanken haben, dass wir hier sind“, so der Ministerpräsident.

Viele weitere israelischen Politiker und Minister hatten Netanjahu in ihren Reden beigepflichtet und seine Worte unterstrichen. „Vor 67 Jahren haben die Vereinten Nationen beschlossen, den Staat Israel zu etablieren“, erinnerte Staatspräsident Peres, „aber der Staat wurde nicht lediglich durch seine Ankündigung gegründet. Er wurde mit dem Blut unserer Söhne gegründet.“ Er sei – trotz der Trauer und des Schmerzes angesichts der gefallenen Soldaten – unendlich stolz auf sein Land und dessen Kämpfer. Den anwesenden Eltern der gefallenen Soldaten sagte er, dass sie stolz auf ihre Kinder sein sollten, „sie haben den Weg in die Zukunft für die kommenden Generationen geebnet. Allerdings: Die Schlacht ist noch nicht vorbei“, so Peres.

Generalstabschef Benny Gantz hat in seiner Rede erklärt, dass er noch immer das Lachen, die Blicke und die Gesichter seiner verstorbenen Freunde vor sich sehe. „Jedoch dürfen wir im Angesicht der momentanen Ruhe nicht klein beigeben. Unsere Armee ist vorbereitet und kann auf jede Eskalation reagieren.“ (ih)

Unser heutiges Video erinnert an die israelischen Soldatinnen und Soldaten, die ihr Leben gaben, um die jüdische Nation zu verteidigen. Ohne ihr Opfer gäbe es keinen Staat Israel. Der heutige Gedenktag Jom haSikaron ist ihnen gewidmet. Das Video zeigt in eindrücklichen Bildern, was es bedeutet, in ständiger Gefahr zu leben und von geliebten Menschen Abschied nehmen zu müssen.

 



Kategorien:Gesellschaft

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