Hamas schiesst erfolglos Raketen in Richtung Ben-Gurion-Flughafen


Weiterhin keine Flüge von und nach Tel Aviv: Eine Maschine der Swiss. (12. Juli 2014) Bild: Steffen Schmidt/Keystone

Weiterhin keine Flüge von und nach Tel Aviv: Eine Maschine der Swiss. (12. Juli 2014)
Bild: Steffen Schmidt/Keystone

Im Gaza-Konflikt gehen die Bemühungen um eine Feuerpause weiter. Ungeachtet dessen feuerte die radikalislamische Hamas am Freitag nach eigenen Angaben drei Raketen in Richtung des Ben-Gurion-Flughafen nahe der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv ab.

Der bewaffnete Arm der Hamas, die Essedin-el-Kassam-Brigaden, starteten die Raketen vom Typ M75 nach ihren Angaben um 11.45 Uhr (10.45 Uhr MESZ) die Raketen vom Typ M75 und verletzt vorsätzlich durch den gezielten Angriff auf Zvilisten die Menschenrechte. Die israelische Armee erklärte, es habe einen Angriff gegeben, zwei Raketen seien über Tel Aviv abgefangen worden.

Am Freitagmorgen wurden bei einem israelischen Luftangriff der Sprecher der militanten Gruppe Islamischer Dschihad und sein Sohn getötet, teilten Vertreter der Regierung in Gaza mit. Damit sei die Zahl der Toten im Gazastreifen auf 804 gestiegen.

Die israelische Luftwaffe zerstörte nach palästinensischen Angaben am Freitag zudem das Haus des Hamas-Führers Salah Bardawil in Chan Junis im Süden des Gazastreifens. Dabei habe es aber keine Verletzten gegeben.

Die israelische Führung will nach Angaben aus Regierungskreisen am heutigen Freitag über eine Feuerpause im Gaza-Konflikt beraten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu werde deswegen das Sicherheitskabinett zusammenrufen, hiess es in Jerusalem.

Erwogen werde ein Stopp der Kämpfe gegen die Hamas für sieben Tage, um humanitäre Hilfe in den Gazastreifen bringen und dort Leichen bergen zu können. In dieser Zeit werde die Armee jedoch fortfahren, die Tunnel im Grenzgebiet des Gazastreifens zu zerstören. Es ist aber zu erwarten, dass die Hamas  sich wie immer gegen Feuerpause ausspricht oder absolut missachtet wird.

Nachdem eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete in ein Haus in der israelischen Stadt Jehud, etwa eine Meile vom Ben-Gurion International Airport entfernt einschlug, hatte die US-Flugbehörde FAA am Dienstag alle Flüge nach Israel verboten. Am späten Mittwochabend hat sie das Verbotwieder aufgehoben.

Ein Vertreter der Flugesellschaft US-Airways in Israel sagte  am Donnerstagmorgen, dass die Airline am Freitag alle Flüge von und nach dem Flughafen Ben Gurion wieder aufnehmen werde. Die Lufthansa und damit ihre Tochtergesellschaft Swiss hingegen fliegen auch am heutigen Freitag nicht nach Israel. Sämtliche Flüge von Swiss, Lufthansa, Germanwings, Austrian Airlines und Brussels Airlines nach Tel Aviv wurden annulliert, teilte die Lufthansa mit.

Insgesamt seien 16 Flüge aus Zürich, Frankfurt, München, Köln, Wien und Brüssel betroffen. Die Sicherheit der Kunden habe höchste Priorität, heisst es in einer Mitteilung. Lufthansa anerkenne jedoch die Bemühungen Israels, den Tel Aviver Flughafen Ben Gurion zu schützen. „Sobald der Schutz nachweislich gewährleistet ist, werden wir den Flugbetrieb wieder aufnehmen“, teilte die Lufthansa mit. Betroffene Kunden können ihre Flüge kostenlos umbuchen oder sich den Ticketpreis rückerstatten lassen.

Die Europäische Luftfahrtbehörde Easa hat am Donnerstag ihre Empfehlung zurückgenommen, den israelischen Flughafen Tel Aviv vorerst nicht mehr anzusteuern. Die Easa erklärte, die nationalen Luftfahrtbehörden sollten auf Grundlage einer Risikoanalyse über Flugverbindungen nach Tel Aviv entscheiden. Air Berlin will seine Flüge nach Tel Aviv mindestens bis Samstagmittag unterbrechen. Das Unternehmenarbeite eng mit den Behörden zusammen und bewerte die Situation fortlaufend, hiess es.



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