Die Vereinten Nationen messen mit zweierlei Mass


140801_MoonEs war vorhersehbar, dass der Beschuss einer Schule der Vereinten Nationen in Gaza, in der Zivilisten Schutz suchten, auf der ganzen Welt die Diskussion um den israelischen Militäreinsatz dominieren würde. Diese Diskussion macht aber auch deutlich, dass die internationale Gemeinschaft mit zweierlei Mass misst, sobald es um Israel geht.

„Nichts ist beschämender, als auf schlafende Kinder zu schiessen“, hatte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erklärt, nachdem in der Schule 16 Menschen ums Leben gekommen waren, „ich verurteile diesen Angriff auf das Schärfste. Er ist durch nichts zu rechtfertigen.“

Tatsächlich gibt es zahlreiche Vorkommnisse, die beschämender sind:

Die Verletzung der Vierten Genfer Konvention (Schutz von Zivilpersonen) durch den Missbrauch einer Schule als Deckung für Angriffe auf das israelische Militär ist beschämender (von der betreffenden Schule aus wurden Raketen auf Israel abgeschossen).

Die Lagerung von Raketen in Schulen der Vereinten Nationen (was nicht nur in einem, sondern gleich in drei Fällen nachgewiesen wurde) ist beschämender. Dadurch wurden die Schulen in grosse Gefahr gebracht.

Israel zu beschuldigen, es breche internationale Vorschriften, während tatsächlich Artikel 28 der vierten Genfer Konvention sagt: „Keine geschützte Person darf dazu benützt werden, um durch ihre Anwesenheit militärische Operationen von gewissen Punkten oder Gebieten fernzuhalten“, ist beschämender.

Man kann sich nur wundern, warum der Beschuss dieser Schule immer und immer wieder öffentlich verdammt wird, während der Fehlschuss einer Terror-Rakete, die zehn Menschen im Shifa-Hospital und auf einem angrenzenden Spielplatz in Gaza tötete, kaum Beachtung findet.

Die Antwort ist klar: Der erste Vorfall ist dem israelischen Militär anzulasten, der zweite dem Islamischen Dschihad. Wenn aber Araber Araber umbringen, interessiert das die Vereinten Nationen kaum, was sich ja bereits im Irak und in Syrien gezeigt hat. Wenn aber Araber durch die Hände von Juden sterben, verstösst das gegen die natürliche Ordnung.

Am Donnerstag starben drei israelische Soldaten in einer verminten Schule, an der jemand das Logo des palästinensischen Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen angebracht hatte. Ist es hinnehmbar, das Symbole der Vereinten Nationen genutzt werden, um Kriegswaffen zu schützen? Ban Ki-moon hatte dazu nichts zu sagen.

Schliesslich ist es bemerkenswert, dass der Gaza-Konflikt im Mittelpunkt des weltweiten Interesses steht, wofür die Vereinten Nationen sorgen. Währenddessen werden in der direkten Nachbarschaft weitaus schlimmere Konflikte ausgetragen. Jeder reitet darauf herum, dass Israel militärisch „unangemessen“ reagiere. Doch während die Welt auf Israel starrt, brennen Syrien und der Irak, und die Hamas verletzt weiterhin das Kriegsrecht. (Ein Kommentar von Ryan Jones)



Kategorien:Politik

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