Das Geschrei um die 400 Hektar Niemandsland


?????????????????????????In der Welt regt man sich wegen Israels umstrittener Regierungsentscheidung auf, demnach Israel 400 Hektar Land in den so genannten Gebieten beschlagnahmt hat. Washington meint, dass dies einer Zwei-Staaten-Lösung nicht hilfreich sei und aus Europa wurde dieser Beschluss ebenso kritisiert. Aber auch in der israelischen Regierung protestierte Finanzminister Yair Lapid und Justizministerin Zippi Livni gegen die Beschlagnahmung im Raum zwischen Bethlehem und Hebron. Beide sind der Meinung, dass solch ein Beschluss zurzeit keinen Sinn macht, erst Recht nicht nach dem 50-tägigen Krieg im Gazastreifen. In diesen Tagen sollen eher wieder die Beziehungen zwischen Jerusalem und Ramallah neu aufgebaut und ein Durchbruch für neue Verhandlungen gefunden werden. Die Palästinenserregierung unter PLO-Chef Mahmoud Abbas kritisiert Israels Verhalten und hofft mit internationalem Druck diese Entscheidung wieder rückgängig zu machen. Das ist dieselbe Palästinenserregierung, die Israels Sicherheitsdienst vor wenigen Wochen vor einem Putsch ihrer Hamaskollegen rettete. Der Hamas plante während des Krieges mit Israel die Macht in den palästinensischen Autonomiegebieten Judäa und Samaria durch einen Putsch zu übernehmen. Die palästinensische Fatah-Regierung weiss ganz genau, dass ohne Israels Truppen, die sogenannte West Bank von der Hamas erobert wird.

Auf anderer Seite muss man sich aber auch fragen, ob eine Zwei-Staaten-Lösung in dieser Zeit überhaupt noch einen Sinn macht. „Der radikale Islam, der heute den Nahen Osten überfällt, drängt eine Zwei-Staaten-Lösung in den Schatten. Das ist heute gar kein Thema mehr“, sagte der Parteichef und Minister Naftali Bennett. Der Dschihadisten Tsunami im Nahen Osten ist heute eine viel grössere Gefahr als ein Scheitern der Zwei-Staaten-Lösung.

Ferner erlaubt sich Israel genau das, was sich auch die Palästinenser erlauben, die behaupten dieses Land gehöre ihnen gemäss Koran. Dasselbe tut auch Israel aufgrund der Bibel und in der Zwischenzeit, solange es zu keine politischen Fortschritte kommt, beschlagnahmt Israel kahle Hügel in Judäa. Palästinensische Privateigentümer werden dabei nicht enteignet. Dass dies noch immer für viele unverständlich ist, ist natürlich zu verstehen. Aber in einer Zeit, in der der Frieden sowieso nicht vorwärts kommt, kann man nicht nur von Israel verlangen, sich so zu verhalten, als ob übermorgen eine Zwei-Staaten-Lösung gefunden wird. Die Palästinenser haben sich in den letzten zwei Monaten nicht so verhalten, als ob bald eine Zwei-Staaten-Lösung zum Unterschrift vorliegt. Der Nahe Osten und die westliche Welt steht heute vor einer viel grösseren Gefahr als der Konflikt mit den Palästinensern. Der radikale Islam und seine Dschihadisten kommen dem Westen näher und Israel ist heute der letzte Grenzwächter vor dem christlichen Westen. Und dennoch ein Schrei gegen die 400 Hektar. Wenn bis übermorgen tatsächlich eine Zwei-Staaten-Lösung gefunden würde, würden die meisten im Land diese Landnahme dafür Rückgängig machen. (Aviel Schneider, ih)



Kategorien:Nahost

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