Friedensgespräche werden morgen in Kairo fortgesetzt


Palestinians they celebrate the reconciliation agreement between rival Palestinian factions Fatah and Hamas.Die indirekten Verhandlungen zwischen Israel, der Hamas und weiteren palästinensischen Gruppen nehmen neue Fahrt auf: Am Dienstag wird in Kairo über eine langfristige Waffenruhe verhandelt. In Israel rätselt man über die Rolle von Palästinenserpräsident Abbas (im Fernsehbild): Der streitet sich mit der islamistischen Hamas. Gleichzeitig provoziert er die israelische Regierung, indem er bei den Vereinten Nationen Fakten für einen Palästinenserstaat schaffen will. Ursprünglich sollten die Friedensgespräche erst am Mittwoch starten. Sie wurden wegen Rosch Haschana, dem jüdischen Neujahrsfest, das am Mittwoch bei Sonnenuntergang beginnt, um einen Tag vorverlegt.

Da bereits im Vorfeld militante Gruppen der Hamas ab dem 25. September ihre Angriffe gegen Israel fortzusetzen, wurde die israelische Armee währenddessen in höchster Alarmbereitschaft versetzt. Das Verteidigungsministerium gibt zwar an, es gebe keine konkreten Anzeichen dafür, dass die Hamas den Waffenstillstand während der Feiertage erneut verletzen wird, jedoch sei trotzdem Vorsicht geboten.

Laut arabischer Medien treten diese Woche einige von Israel eingeleitete Hilfsmassnahmen in Kraft, die das Leben der Bewohner des Gazastreifens erleichtern. Zum einen sollen die Menschen in Gaza leichter über die Grenze nach Israel gelangen, zum anderen werden mehr Hilfslieferungen aus Israel in den Küstenstreifen gesandt.

Vor den Gesprächen in Kairo verkündete Azzam Ahmed, ein Offizieller der Fatah von Palästinenserpräsident Abbas und Leiter der palästinensischen Delegation bei den Waffenstillstandsverhandlungen, dass es in der Zusammenarbeit mit der radikal-islamistischen Hamas Probleme gibt. Die Fatah und die Hamas sind verfeindet. Ahmed erklärte, dass die Palästinensische Autonomiebehörde und Israel zwar Wiederaufbaupläne vereinbart hätten. Er fügte aber hinzu, dass „eine Entscheidung über den Wiederaufbau des Gazastreifens mit breitem palästinensischen Rückhalt – einschliesslich dem der Hamas und der anderen palästinensischen Fraktionen in Gaza – getroffen werden muss.“

Wie die palästinensische Nachrichtenagentur Ma‘an meldet, kostet der Wiederaufbau der Infrastruktur im Gazastreifen rund 1,5 Milliarden Euro. Der Aufbau von Gebäuden koste weitere 780 Millionen Euro.

Währenddessen trifft Palästinenserpräsident Mahmud Abbas führende Politiker aus aller Welt. Der 79-Jährige sucht Unterstützung für seine neue Initiative. Laut palästinensischen Medien trifft sich Abbas am Dienstag in New York mit US-Aussenminister John Kerry.

Die beiden werden über Abbas Idee sprechen, einen Drei-Jahres-Zeitplan für den vollständigen israelischen Rückzug aus dem sogenannten Westjordanland (Judäa und Samaria) zu vereinbaren. Der Palästinenserpräsident hatte vergangene Woche bereits mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande darüber diskutiert.

Der Palästinenserpräsident fordert, die Vereinten Nationen sollten den Weg bereiten für ein unabhängiges Palästina mit Jerusalem als Hauptstadt. Das israelische Aussenministerium kritisierte das Vorpreschen von Abbas bei internationalen Organisationen. Stattdessen müssten die Palästinenser an den Verhandlungstisch mit Israel zurückkehren. (ih, JNS)



Kategorien:Sicherheit

Schlagwörter:, , , , ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: