50.000 Raketen im Arsenal der Hisbollah


Hisbollah-RaketeDie schiitische Terrormiliz Hisbollah ist im Besitz von 50.000 Raketen. Davon seien einige auch in der Lage Tel Aviv zu treffen, so ein namentlich nicht genannter Beamter des US-Verteidigungsministeriums. Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah drohte am Donnerstag in einem Fernseh-Interview damit, Israel aus Rache für wiederholten Anschläge auf Syrien massiv anzugreifen. Er sei im Besitz von Raketen, die in der Lage seien, den jüdischen Staat zu vernichten, versicherte Nasrallah.

Der Hisbollah-Chef, ein wichtiger Verbündeter des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, hat Tausende von Kämpfern nach Syrien geschickt, um bei der Verteidigung des Regimes zu helfen. Er erklärte, dass die israelischen Angriffe auf Syrien „auf die gesamte Achse des Widerstands zielen“, womit er die Hisbollah, Damaskus und Teheran meint. „Jeder Schlag Israels gegen Syrien ist ein Schlag gegen uns alle, nicht nur gegen Syrien. Und wir sind in der Lage, jederzeit auf die Angriffe zu reagieren“, unterstrich Nasrallah in dem Interview.

Als er auf das Waffen-Arsenal der Hisbollah angesprochen wurde, sagte er: „Wir haben alle Waffen in unserem Besitz, die sie sich vorstellen können… und das in grossen Mengen“. Ausserdem fügte Nasrallah hinzu: „Als Widerstandsbewegung sind wir jetzt stärker, als wir es je waren“. Israelische Militärexperten zählen die Hisbollah, was ihre Feuerkraft angeht, zu den Top 10-Streitkräften der Welt.

Israel und die im Libanon aktive Hisbollah hatten im Sommer 2006 in einem verheerenden Krieg gegeneinander gekämpft, bei dem rund 1200 Libanesen und 160 Israelis getötet wurden.

Die israelische Luftwaffe hat in den vergangenen Monaten mehrmals Ziele in Syrien angegriffen, vor allem Waffenlager der Hisbollah. Der jüngste Vorfall war im Dezember, als israelische Kampfflugzeuge ein Depot in der Nähe von Damaskus bombardierten. Israel hat die Angriffe niemals offiziell bestätigt. Allerdings heisst es in einer öffentlichen Erklärung, dass Israel Waffenlieferungen an militante Gruppen wie die Hisbollah verhindern werde.

Nasrallah betonte in einem Interview, dass die Hisbollah bereit sei, einen neuen Krieg gegen Israel auszufechten und Nordisrael zu erobern. „Wenn die Hisbollah-Führung ihren Kämpfern sagt, dass sie bis nach Galiläa gehen sollen, dann werden sie bereit dafür sein“, so der Hisbollah-Chef weiter. Er bestätigte ebenfalls die Gerüchte um die Festnahme eines hochrangigen israelischen Spions. Der Agent sei bereits vor fünf Monaten von einer Hisbollah-Sicherheitseinheit gefasst und inhaftiert worden. „Wir halten dies für eine sehr gefährliche Sache“, erklärte Nasrallah in einem weiteren Fernseh-Interview. Laut Berichten in arabischsprachigen Medien aus dem vergangenen Monat soll Mohammed Shawareb, der als Berater von Nasrallah fungierte, Informationen an Israel weitergegeben haben. Dadurch wurden angeblich fünf Rache-Angriffe der Hisbollah gegen jüdische Ziele vereitelt sowie die Tötung einer Gruppe von Top-Agenten verhindert. Der 42-jährige israelische Agent soll sich nun vor einem Gericht der Hisbollah verantworten, so die libanesische Zeitung Daily Star.

Zudem sprach Nasrallah ausführlich darüber, wie er den Krieg gegen Syrien sieht, in dem seine Truppen seit Mitte 2013 eine Schlüsselrolle innehaben. Damals hatten sie Assad geholfen, das Territorium zurückzuerobern, nachdem er es zuvor an die Opposition verloren hatte. Aus Nasrallahs Sicht gibt es keine Lösung für den Krieg in Syrien, die Assad ausschliesst. (ih)



Kategorien:Sicherheit

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