Schweiz: Mehr antisemitische Vorfälle


couverture%20rapportDie jüdischen Gemeinden in der Schweiz, wo sich Antisemitismus immer unverhüllter zeigt, sind beunruhigt und erwarten von den Behörden mehr Solidarität. Eine aktuelle Untersuchung zeigt die Konturen des Antisemitismus in der Schweiz auf. Unter Ägide der Fachstelle für Rassismusbekämpfung entwickelte das Forschungsinstitut gfs.bern zwischen 2010 und 2014 ein Monitoring-Instrument über das Zusammenleben in der Schweiz. In drei repräsentativen Umfragen wurden rassistische oder diskriminierende Einstellungen in der Bevölkerung erfasst.

Der „indexierte Wert negativer Meinungen über Jüdinnen und Juden“ habe sich „nicht, respektive lediglich innerhalb des Stichprobenfehlers“ verändert. „Es bleibt bei einem Sockel von rund zehn Prozent (etwa 800’000 Personen, N.d.R.) systematisch antisemitischer Einstellungen“, heisst es in dem Bericht.

Der Bericht stellt den Generalsekretär der in Genf angesiedelten interkommunitären Koordinationsstelle gegen Antisemitismus und Diffamierung (CICAD) in Genf nicht ganz zufrieden.

Im vergangenen Jahr hat die Genfer Koordinationsstelle gegen Antisemitismus und Diffamierung (Cicad) in der Romandie deutlich mehr antisemitische Vorfälle registriert als noch 2013. Die Zahl stieg um 79 Prozent auf 270 Fälle. Zu einem Grossteil der antisemitischen Äusserungen kam es in Kommentaren zu den Besuchen des umstrittenen Komikers Dieudonné in Nyon und Lausanne oder dem Nahost-Konflikt, wie die CIcad mitteilte.

Besonders nach dem israelischen Militäreinsatz im Gaza-Streifen sei es zu einer Welle von antisemitischen Äusserungen gekommen. In gewissen Leserkommentaren würden die Juden kollektiv für die Situation im Nahen Osten verantwortlich gemacht, schrieb die Cicad. Die Autoren dieser antisemitischen Äusserungen seien oft schwierig ausfindig zu machen.

Die antisemitischen Taten werden in jährlich in einer Liste für die Romandie vom CICAD und für die Deutschschweiz vom Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG) erfasst und in ihren Jahresberichten veröffentlicht.



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1 reply

  1. Ich vermute, dass der SIG ausserstande ist, Juden vor Antisemitismus zu schützen. Der SIG beschäftigt sich lieber damit, anti-zionistische und anti-israelische Organisationen. wie zum Beispiel JVJP.CH, NIF, JomIjun.ch und Givat Haviva, zu unterstützen.

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