Palästinenser versuchten Gedenkfeiern am Jerusalem-Tag zu stören


Polizisten wachen über den Gedenkmarsch in Jerusalem

Polizisten wachen über den Gedenkmarsch in Jerusalem

Beim Marsch tausender überwiegend jüdischer Bürger durch die Altstadt von Jerusalem ist es am Sonntag zu Auseinandersetzungen mit Palästinensern gekommen. Der Jerusalem-Tag erinnert an die israelische Eroberung von Ost-Jerusalem beim Sechs-Tage-Krieg 1967.

Einige dutzende Palästinenser hatten eine Gruppe von Juden attackiert, teilte die Polizei mit. Die Steine werfenden Palästinenser verletzten zwei Polizeibeamte, mindestens vier Palästinenser seien festgenommen worden.

Nach Angaben von Augenzeugen wurden mindestens zwei Palästinenser bei mehreren Zusammenstössen mit den jüdischen Demonstranten verletzt. Auf einem Video war zu sehen, wie Sanitäter des Roten Halbmonds einen Mann auf einer Trage weg brachten. Die Polizei teilte keine genaue Teilnehmerzahl des traditionellen Marsches mit.

Die Polizei war bei dem Gedenkmarsch, bei dem es alljährlich Auseinandersetzungen gibt, mit tausenden Beamten in Uniform und in zivil im Einsatz. Sie trieben Demonstranten mit Schlagstöcken auseinander, auch berittene Polizei war im Einsatz.

Polizeisprecherin Luba Samri erklärte, die Beamten würden „null Toleranz gegenüber jeder Form von physischer oder verbaler Gewalt üben“. Zuvor hatte Israels Oberster Gerichtshof die Sicherheitskräfte aufgefordert, auch verbale Gewalt von Juden wie die Parole „Tod den Arabern“ nicht hinzunehmen.

Die israelische Regierung erklärte wiederholt, dass Jerusalem die „ewige, unteilbare“ Hauptstadt des jüdischen Staates Israel sei. Nach neunzehnjähriger Teilung der Stadt konnte 1967 endlich wiedervereint werden. Einige Teile der internationale Gemeinschaft erkennt Jerusalem bis heute nicht als Hauptstadt Israels an.

Seit der Zeit von König David war die Altstadt Jerusalems immer von Juden bewohnt – mit Ausnahme der besagten 19 Jahre von 1948 bis 1967. Während dieses Zeitraums wurde die Weststadt Jerusalems von Israel verwaltet, wohingegen sich der antike, östliche Teil – mit Ausnahme einer kleinen israelischen Enklave auf dem Mount Scopus – unter jordanischer Kontrolle befand.

Anlässlich des Jerusalem-Tages gab es am Sonntag eine Reihe von offiziellen Veranstaltungen. Bei einer davon sagte Netanjahu: „Jerusalem war immer allein die Hauptstadt des jüdischen Volkes und von keinem anderen Volk.“ Ein geteiltes Jerusalem sei „eine Erinnerung der Vergangenheit“: „Die Zukunft gehört einem vollständigen Jerusalem, das nicht mehr geteilt werden wird“, fügte der Regierungschef hinzu.

(JNS und Agenturen)



Kategorien:Gesellschaft

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