Jerusalemer Berghänge und Wald in Gefahr


Almonds in the Sataf

Jerusalemer Berghänge und Wald

Auf den Hängen des Berges, auf dem sich Jerusalem befindet, grünt der Jerusalemer Wald. Immer wieder ist dieses einzigartige Habitat, der Wald und die Berghänge, in Gefahr. Die neueste Gefahr stellen acht Bauprojekte dar. An den Hängen westlich von Jerusalem sollen 25.000 neue Wohnungseinheiten erschaffen werden. Auch ein neuer Highway für Autos gefährdet das noch bewaldete Gebiet. Wie die Gesellschaft für Naturschutz in Israel (SPNI) auf ihrer Webseite informiert, versucht sie derzeit das Projekt zu stoppen. SPNI kooperiert dafür mit örtlichen Behörden, Regionalräten und anderen Umweltorganisationen wie den Jüdischen Nationalfond, Green Course und Life and Environment.

Auf einem Areal im Süd-Westen des Jerusalemer Berges befindet sich der Jerusalem-Wald. Er wurde in den späten 1950er Jahren vom Jüdischen Nationalfond angelegt und mit Hilfe von Privatspenden finanziert. Der erste Baum wurde vom damaligen israelischen Präsidenten Itzhak Ben Zvi 1956 gepflanzt. Der Wald besteht hauptsächlich aus Kiefern, Zypressen, der palästinensischen Eiche, Terebinthe und Johannisbrotbäumen, aber auch Oliven, Feigen und Granatäpfel wachsen hier. Einst umfasste der Wald rund vier Quadratkilometer. Auf Grund städtischer Erweiterung nahm seine Grösse massiv ab und beträgt heute nur noch 1,2 Quadratkilometer.

Die Hänge des Jerusalemer Berges sind von besonderer Bedeutung für die Umwelt. Im Wald hört man Vögel zwitschern, Insekten summen und Kleintiere durch die Blätter rascheln. Aber der Berg ist nicht nur Lebensraum für verschiedene Tierarten, unter anderem Schakale, Pflanzen und Bäume, sondern auch die „Grüne Lunge“ Jerusalems. Die Pflanzen und Bäume reinigen die Luft der Grossstadt. Es gibt zahlreiche Wanderwege, die den Bewohnern Erholung erlauben und auf denen sie den beeindruckenden Ausblick geniessen können. Auch historisch sind die Berghänge und der Wald von Bedeutung, befinden sich in dieser Gegend doch alte Landwirtschaftsrelikte, Grabhöhlen, Überreste von antiken Weinpressen und Zisternen.

Nach Angaben der SPNI soll das Bauprojekt 1800 Hektar Land umfassen. Von dem Bau betroffen wären auch Bereiche, die unlängst zu Naturreservaten erklärt wurden.



Kategorien:Gesellschaft

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  1. Tja, Wohnungen brauchen sie.
    Aber die grüne Lunge von Jerusalem darf nicht vernichtet werden, das ist wahr.

  2. Hat dies auf regenbogenlichter rebloggt und kommentierte:
    Ich hoffe, dass dieses Bauprojekt gestoppt werden kann!!!

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