Shays persönlicher Kampf zurück ins Leben


ShayOberstleutnant Shay Siman-Tov wurde während der Militäroffensive „Starker Fels“ vor einem Jahr im Gazastreifen schwer verletzt, als eine Tunnelwand über ihm einstürzte, während er mit seiner Einsatztruppe gerade dabei war, die unterirdischen Tunnel der Hamas aufzuspüren. Zum Jahrestag des Gaza-Kriegs möchten wir den verwundeten und gefallenen Soldaten und Zivilisten gedenken.

Wenn man auf Google „Operation Protective Edge“ (Operation Starker Fels) eingibt, dann wird man einen der längsten Militäreinsätze in der Geschichte Israels finden. Der Einsatz begann am 8. Juli 2014 und endete am 26. August. In dieser Zeit wurden tausende von Raketen und Geschosse auf weite Teile Israels abgefeuert. Ein Grossteil der israelischen Bevölkerung war einer lebensbedrohlichen Gefahr ausgesetzt.

Selbst ein Jahr nachdem die Militäroffensive beendet worden ist und die meisten Israelis zu ihrem normalen Leben zurückgefunden haben, müssen sich immer noch im Krieg Verwundete ärztlich und therapeutisch behandeln lassen. Einer von ihnen ist Oberstleutnant Shay Siman-Tov, der Kommandeur der Golani-Brigade des 12. Bataillons.

Shays erstaunliche Geschichte begann, als er vor einem Jahr in Shujaiyya im Gazastreifen schwer verletzt wurde. Während der Militäroffensive starb eine grosse Anzahl von Soldaten der Golani-Brigade, viele von ihnen wurden verletzt, so wie auch Shay Siman-Tov. Er zog sich seine schweren Verletzungen zu, als eine Tunnelwand über ihm einstürzte, während er mit seiner Einsatztruppe gerade dabei war, unterirdische Tunnel der Hamas aufzuspüren. Seine Chancen standen schlecht und niemand wusste wirklich, ob Shay das überleben würde.

Den ersten Monat lag Shay auf der Intensivstation, er war nicht in der Lage, selbstständig zu atmen, daher war er an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Durch eine Verletzung am Rückenmark war es nicht sicher, ob er jemals wieder auf seinen eigenen Füssen stehen würde oder seine Arme bewegen könnte.

Trotz seiner Verletzungen will Shay nicht aufgeben und egal was passiert, er wird alles tun, um zu seinem normalen Leben, einschliesslich der Armeeuniform, zurückzukehren. Glücklicherweise hat Shay eine Frau an seiner Seite, die ihn tagtäglich ermutigt und unterstützt. Ihre positive Haltung und der starke Glaube machten sich bezahlt, als Shay, gegen alle Prognosen, nur einen Monat nachdem er ins Krankenhaus eingeliefert wurde, die Intensivstation verlassen und die Beatmungsmaschine abgeschaltet werden konnte. Zehn Monate später hat er seinen „persönlichen Kampf“, so wie er es sich selbst versprochen hat, aufgenommen. Shay ist endlich in der Lage, seine Armeeuniform, die er so sehr liebt und ehrt, anzuziehen, um mit einer Gehhilfe die Krankenstation zu verlassen.

Heute, ein Jahr nach der Militäroffensive, ist Shay Siman-Tov ein lebender Beweis dafür, dass nur der Himmel die Grenze ist, wenn der Glaube und der Wille stark genug sind. Sein „Kampf“ geht weiter, aber er hat sich geschworen, niemals aufzugeben, bis seine Genesung vollständig abgeschlossen ist. (ih)



Kategorien:Gesellschaft

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