„Die Palästinenser geniessen Israels Sicherheit“


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Palästinensischer Vergnügungspark „Sky Land“ in Ramallah. (Foto: Flash 90)

Der iranische Publizist und Autor Amir Taheri hat kürzlich in der amerikanischen Zeitung New York Post eine ausführliche Erklärung vorgelegt, weshalb die arabische Welt den palästinensischen Konflikt mit Israel vernachlässigt. Der Grund: Kein Araber fühlt sich in seinem eigenen Land sicher, ausser den Palästinensern, die eine volle Sicherheit unter Israel geniessen.

Dieser Artikel wurde unter der Überschrift „Man hat die Palästinenser vergessen: Die arabischen Regierungen haben grössere Probleme als das Palästinenserproblem“ veröffentlicht. Der libanesische Kommentator und Publizist Eyad Abu Shakra beschrieb das Palästinenserproblem mit „Palestinitis“. Ein Wortspiel, womit Abu Shakra das Palästinenserproblem mit Sinusitis und leichter Grippe gleichsetzte. „Die Araber verstehen, dass andere Themen im Leben wichtiger sind als der Konflikt mit den Palästinensern.“

In der arabischen Presse wird in letzter Zeit öfters darüber berichtet, dass das Palästinenserproblem im Schatten der jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten aus den Medien verschwinde. Das frustriert besonders die Palästinenserführung in Ramallah. US-Präsident Obama konzentriere sich nur auf den Atomdeal mit dem Iran, der Repräsentant des Nahost-Quartetts Tony Blair sei leise zurückgetreten, und selbst die französische Friedensinitiative ist laut Taheri verschwunden. In seinem Bericht zitiert Taheri den jordanischen Unternehmer Abu Fares, mit dem er am dreitägigen Fest des Fastenbrechens Id-al-Fitr in London zusammentraf. „Heute fühlt sich kein arabischer Bürger in seinem Heimatland sicher“, sagte Abu Fares. „Die Ironie ist, dass nur die Palästinenser in den besetzten Gebieten Sicherheit spüren, denn sie wissen, dass Israel sie vor den ISIS-Dschihadisten beschützen wird. Selbst im Gazastreifen sind Palästinenser davon überzeugt, dass nur Israel ein ultimativer Verteidiger ist, sollten die ISIS-Dschihadisten sie aus der Sinai-Halbinsel angreifen.“ Ein moslemischer Geschäftsführer aus Dubai sagte laut Taheri: „Heute sehen Araber, wie ihre eigenen Häuser brennen. In einer solchen Situation denkt keiner über das Haus eines anderen nach.“

Ferner beschreibt Amir Taheri, wie Palästinenser im palästinensischen Flüchtlingslager Jarmuk (Syrien) zwischen dem Assad-Regime und den ISIS-Dschihadisten um ihr Leben flehen müssen, und wie Minderheiten wie Christen, Jesiden und Drusen im Islamischen Kalifenstaat, der immer grösser wird, leiden. Was diese Minderheiten durchmachen, ist nicht mit dem zu vergleichen, was die Minderheiten in Israel erleben.

In Jordanien planen ISIS-Dschihadisten einen Angriff auf die arabische Stadt Sarka in der Nähe der syrischen Grenze, wo hauptsächlich Palästinenser leben. Sollte dies passieren, so meint Taheri, nähern sich die Dschihadisten dem sogenannten Westjordanland. In diesem Fall, so meinen die Jordanier, wird sich Israel einmischen und die Dschihadisten stoppen. Um dies vor Ort bestätigt zu bekommen, muss man nur mit Palästinensern in Jericho, Bethlehem und arabischen Dörfern reden. Trotz ihrer Kritik an Israel und ihren Lebensverhältnissen fühlen sie sich sicherer als ihre palästinensischen Geschwister in den arabischen Nachbarländern. (Aviel Schneider, ih)



Kategorien:Politik

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