Hunderte Muslime gehen auf Juden los


PalaästinenserGewalt

Israelische Polizisten verhaften einen Palästinenser. (16. August 2015) (Bild: Keystone/Abir Sultan)

Bei Demonstrationen vor einer israelischen Klinik, in der ein Palästinenser im Hungerstreik behandelt wird, kam es am Sonntag zu Zusammenstössen. Mehr als zehn Personen seien festgenommen worden, teilte die Polizei in Aschkelon am Abend mit.

Der 31-jährige Mohammed Allan, der am Freitag das Bewusstsein verloren hatte, schwebe weiter in Lebensgefahr, erklärte Klinikdirektor Chesi Levy. Hunderte israelische Araber und Palästinenser versammelten sich am Abend zu einer Kundgebung vor dem Spital, dabei griffen sie rechtsgerichtete jüdische Aktivisten an, die sich ebenfalls dort versammelten. Bei den Zusammenstössen gingen unter anderem die Scheiben eines Fahrzeugs des palästinensischen TV-Teams zu Bruch. Die Polizei wurde, wie zu oft, von der arabischen Seite mit Steinen beworfen, als sie versuchte die beiden Gruppen zu trennen.

Im nordisraelischen Wadi Ara hatten sich zuvor rund 200 israelische Araber an einer friedlichen Kundgebung zur Unterstützung von Allan beteiligt, der seit 60 Tagen die Nahrungsaufnahme verweigert, um seine Freilassung oder einen Prozess durchzusetzen. Der Anwalt, der nach Angaben des Islamischen Jihad Mitglied dieser radikalen Palästinensergruppe ist, sitzt seit November in israelischer Verwaltungshaft – damit kann er quasi unbegrenzt ohne Anklage festgehalten werden. An der Demonstration nahmen auch Abgeordnete des israelischen Parlaments teil.

Eine Spitalsprecherin sagte AFP am Sonntagabend, der Patient werde künstlich beatmet und erhalte Infusionen mit Salz, Vitaminen und Mineralien. Allan werde aber nicht gegen seinen Willen zwangsernährt, hatte zuvor Klinikdirektor Levy versichert. Das israelische Parlament hatte am 30. Juli ein Gesetz verabschiedet, das die Zwangsernährung von hungerstreikenden Gefangenen erlaubt. Allan wäre der erste Fall seit 1980, bei dem diese umstrittene Massnahme angewendet wird, die auch vom israelischen Ärzteverband abgelehnt wird.

Das Schicksal des Verwaltungshäftlings hat die Spannungen in der Region weiter angeheizt. Diese führten nach einem Brandanschlag jüdischer Extremisten auf Wohnhäuser, durch den ein Kleinkind und sein Vater getötet wurden, in den beiden vergangenen Wochen zu mehreren Gewaltausbrüchen. So wurde am Samstag ein junger Palästinenser nach einem Messerangriff auf einen israelischen Grenzpolizisten im Norden des Westjordanlands erschossen.

Der Mann sei an einer Kreuzung südlich von Nablus mit einem Messer auf den Polizisten losgegangen, Wachsoldaten hätten sofort das Feuer auf den Angreifer eröffnet, teilte das israelische Militär am Abend mit. Der Palästinenser erlag später seinen Verletzungen, der Grenzpolizist wurde leicht verletzt.

Stunden vorher hatte ein Palästinenser bereits einen israelischen Soldaten in der Nähe eines Strassenkontrollpunkts im Zentrum des Palästinensergebiets mit einem Messer angegriffen und wurde daraufhin von Soldaten angeschossen. Beide wurden nach Militärangaben leicht verletzt. Der Angriff ereignete sich auf einer Transit-Autobahn, die Jerusalem mit Tel Aviv verbindet und dabei das Westjordanland durchschneidet.

(JNS und Agenturen)



Kategorien:Nahost

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1 reply

  1. Ich möchte die Juden in der Schweiz unbedingt darauf aufmerksam machen, dass es in der Schweiz eine jüdische Palästinenserlobby gibt, die palästinensische Araber gegen den Jüdischen Staat Israel, gegen seine Behörden und gegen die jüdische Bevölkerung aufhetzt.

    Mit dabei ist die infame JVJP.CH & deren Agitprop Arm Jom Ijun, der verleumderische NIF & Shatil, die beide die BDS-Bewegung zumindest ideologisch unterstützen.

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