Raketenbeschuss aus Syrien


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Israelische Soldaten patrouillieren in der Nähe der Raketeneinschläge. (Bild: imago)

Nach Raketenangriffen auf Israel hat das Land Angriffe gegen die syrische Armee im Golan gestartet. Dabei soll es mindestens einen Toten und sieben Verletzte gegeben haben.

Die israelische Armee hat am Donnerstagabend syrische Stellungen auf den Golanhöhen angegriffen. Damit reagierte sie auf vier Raketen, die von Syrien aus abgefeuert wurden und nach Angaben des israelischen Militärs den Norden Israels trafen.

Verletzte habe es bei diesem Angriff vom Donnerstagnachmittag nicht gegeben. Die Raketen landeten in einem offenen Feld, wo sie lediglich kleinere Brände verursachten. Sirenen hatten zuvor vor der Attacke gewarnt. Israels Militär reagierte umgehend.

So wurden insgesamt 14 syrische Militärposten auf den Golanhöhen angegriffen. Nach Angaben der amtlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana wurden dabei mindestens eine Person getötet und sieben weitere verletzt.

Die israelischen Sicherheitskräfte bezeichneten den Angriff als Vergeltungsmassnahme für den Raketenbeschuss, den sie der proiranischen Gruppe Islamischer Jihad vorwerfen. Tatsächlich hat bisher aber noch niemand die Verantwortung für den Angriff übernommen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters dementierte der Islamische Jihad seine Beteiligung.

Für Israel steckt vor allem ein in Syrien stationierter iranischer Kommandant, Sayyid Izdi, hinter der Aktion. Izdi sei auch für den Schmuggel iranischer Waffen nach Syrien und Libanon verantwortlich. «Für uns ist dies eine klare Angriffshandlung, mit der die Iraner beabsichtigen, das Chaos in Syrien zu nutzen, um die Spannungen in der Region eskalieren zu lassen», erklärte ein israelischer Militärvertreter.

Bisher hat es Israel vermieden, im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien Partei zu ergreifen. Allerdings hat das Land immer wieder auf sporadische Raketenangriffe aus Syrien reagiert. In diese war bisher vor allem der libanesische Hizbullah verwickelt.

Auch die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigt die israelische Militäraktion. Im südlichen Syrien berichtete der Aktivist Abu Omar al-Golani, nahe der Stadt Baath und dem Dorf Chan Arnabe hätten israelische Panzer mindestens viermal auf Positionen der syrischen Armee und ihrer Verbündeten geschossen.

Die syrische Nachrichtenagentur Sana schrieb, ein israelischer Helikopter habe mehrere Geschosse abgefeuert und dabei ein Regierungsgebäude in Kuneitra ins Visier genommen. Es sei jedoch lediglich zu einem Sachschaden gekommen.

(JNS und Agenturen)



Kategorien:Sicherheit

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