Israelische Armee bereitet sich auf Kampf gegen IS vor


caracalWie und wann werden die stärker werdenden IS-Kräfte im Sinai gegen Israel vorgehen? Seit etwa einem Jahr werden die israelischen Sicherheitsdienste von dieser Frage geplagt.

Der Grund, warum bisher keine überzeugende Antwort gefunden wurde, liegt darin, dass der IS-Ableger im Sinai kaum organisiert ist, in einer riesigen Wüste operiert und von den Beduinen dort unterstützt wird.

Aber auch ohne geheimdienstliche Unterstützung ist die berühmte Caracal Einheit an der Südgrenze Israels bereit, der Dschihadistenhorde entgegenzutreten. Nach einer kleinen Katzenart benannt, bei der beide Geschlechter gleich aussehen, ist die Caracal Einheit bekannt geworden, weil sie sowohl Männer als auch Frauen in ihren Reihen hat. Ganze 70 Prozent des Battalions sind Frauen und das ist etwas, wovor die IS-Kämpfer grosse Angst haben.

Die schlechtesten Szenarien, auf die sich die israelische Armee vorbereitet, sind Angriffe auf die Grenzübergänge Nitzana und Kerem Schalom, aber auch Infiltrierungen von israelischen Grenzorten.

Solche Angriffe würden von mehreren IS-Kämpfer ausgeführt, die schwerbewaffnet sein würden und in etwa so ablaufen könnten, wie Angriffe des IS auf ägyptische Militärstützpunkte im Sinai, bei denen viele Soldaten und Polizisten getötet wurden. Wie die Hauptorganisation im Irak und in Syrien ist IS nicht nur an Terrorangriffen interessiert, sondern auch an der Besetzung von bewohnten Gebieten.

Israels Grenze zu Ägypten ist grösstenteils durch einen Zaun gesichert, aber das würde einen Angriff des IS nur kurz aufhalten. Deswegen führt die Caracal, die für den Schutz der Südgrenze verantwortlich ist, jetzt auch Übungen durch, die Kämpfe in bewohnten Gebieten simulieren, wie es die Fallschirmjäger, die Golani und die Givati Einheiten es auch tun.

Die Mission ist simpel: Wenn es der IS schafft, ein israelisches Dorf zu besetzen, wird Caracal als erste zuschlagen und das mit voller Härte.

Die Kommandantin des Bataillons, Kapitän Ksusha Levin sagte, dass sie eine der Ersten sein wird, die die brutalste Terrorgruppe der Welt bei ihrem ersten Besuch in Israel begrüssen wird. „Ich weiss nicht, wann ein Angriff stattfinden wird,“ sagte sie zum israelischen Nachrichtendienst Ynet. „Aber wir sind stärker als der Feind und wir bereiten uns auf den schlimmsten Fall und das extremste Szenario vor.“

Nach neuesten Schätzungen liegt die Zahl der IS-Kämpfer im Sinai, die früher zu Al-Kaida gehörten, bei etwa 2000 bis 3000 Männern, die mit Maschinengewehren und modernen Anti-Panzer Raketen ausgerüstet sind. (ih)



Kategorien:Sicherheit

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