Polizei will neue Terrorwelle am heutigen „Tag der Wut“ verhindern


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Junge Israelis entzünden Kerzen am Ort des tödlichen Messerangriffs in der Jerusalemer Altstadt. Die Polizei zeigt dort Präsenz. Foto: Yonatan Sindel (Flash 90)

Mehrere tausend Polizisten und Soldaten sollen heute in der Jerusalemer Altstadt und den palästinensischen Autonomiegebieten weitere Terrorangriffe verhindern. Innerhalb von 48 Stunden hatten Palästinenser am Mittwoch und Donnerstag sieben Messerattacken auf Israelis verübt. Zudem gab es unzählige Vorfälle, bei denen Steine und Brandsätze auf jüdische Zivilisten und Sicherheitskräfte geworfen wurden. Die radikal-islamische Hamas hat den heutigen Freitag zum „Tag der Wut“ erklärt. Im ganzen Land werden deshalb neue schwere Krawalle befürchtet.

Am Freitagvormittag wurde ein israelischer Teenager in Jerusalem von einem Palästinenser mit einem Messer angegriffen. Der 14 Jahre alte ultraorthodoxe Junge wurde glücklicherweise nur leicht verletzt. Der Terrorist floh, wurde aber von der Polizei gefasst.

Hassan Yousef, ein Anführer der Islamisten, forderte die Palästinenser zu weiteren Angriffen auf. Er drohte, das Westjordanland und der Gazastreifen würden brennen. Israelische Sicherheitskräfte haben ihre Präsenz verstärkt, vor allem in Ostjerusalem, der Altstadt, rund um Hebron, Ramallah und Bethlehem.

Wer die Jerusalemer Altstadt betreten möchte, muss durch neu installierte Metalldetektoren gehen. Muslimischen Männern unter 50 Jahren wird der Zutritt zum Tempelberg untersagt, für muslimische Frauen gibt es keine Beschränkungen. Mehrere israelische Politiker forderten jüdische Waffenscheinbesitzer auf, ihre Waffen bei sich zu tragen, wenn sie im Land unterwegs sind.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nahm am Donnerstagabend bei einer Pressekonferenz Stellung zu der jüngsten Gewaltwelle. Er lobte den Mut von Bürgern und Sicherheitskräften, die sich den Angreifern entgegen stellten. Der Hamas, der Palästinensischen Autonomiebehörde und der Islamischen Bewegung in Israel warf Netanjahu vor, sie würden durch Hetze und Lügen die Terrorakte befeuern. Allerdings hätten sich die Stellungnahmen von Abbas in den vergangenen Tagen zum Positiven hin verändert. Falls dem Palästinenserpräsidenten die Kontrolle noch weiter entgleite, könne die Autonomiebehörde aber von der Gewaltwelle weggespült werden, warnte der Regierungschef. Netanjahu deutete zudem an, dass er offen sei, die liberale Oppositionspartei „Zionistische Union“ von Isaak Herzog und Zipi Livni in seine Regierungskoalition aufzunehmen. (ih)



Kategorien:Sicherheit

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