Israels Geheimdienst warnte vor Terror in Hannover


terror-hannover-sternVor dem Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden warnte der israelische Geheimdienst vor einem möglichen Terroranschlag. Auch der Ablauf des Attentatsplans war dem Geheimdienst offenbar bekannt. Es werden immer mehr Details eines mutmasslichen Attentats während des abgesagten Länderspiels in Hannover bekannt. So soll der Anführer der Terrorgruppe im Besitz eines deutschen Passes sein.

Der entscheidende Hinweis, der zum Terroralarm von Hannover geführt hatte, stammte offenbar von einem israelischen Geheimdienst. Wie der stern aus Regierungskreisen erfuhr, hätten deutsche Sicherheitsbehörden schon am Montag vergangener Woche ernstzunehmende Warnungen aus Israel erhalten. Im Verlauf des Dienstags hätten sie aus der gleichen Quelle zusätzliche Einzelheiten erfahren. Es habe eine akute Bedrohung bestanden. Dies führte letztlich zur kurzfristigen Absage des geplanten Länderspiels zwischen Deutschland und Holland.

Offenbar war es dem israelischen Dienst gelungen, den genauen Ablauf des Attentatsplans zu enttarnen. Nach dem Vorbild der Pariser Terrorakte hätte eine zeitlich versetzte Kaskade von Anschlägen gedroht. Es wurden konkrete Zeiten und Ziele genannt. Demnach bestand auch im Stadion selbst eine unmittelbare Gefahr.

Der Anführer der angeblich fünfköpfigen Gruppe von Attentätern, die einen Anschlag auf das Fussball-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden geplant haben soll, ist einem Bericht zufolge im Besitz eines deutschen Passes. Unter Berufung auf Angaben des französischen Geheimdiensts berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ zudem, die Gruppe habe insgesamt fünf Sprengstoffanschläge geplant. Demnach sollten drei Bomben in einem Fahrzeug mit Zufahrtsberechtigung oder durch ein Mitglied der Gruppe mit Eintrittskarte ins Stadion gebracht werden und dort detonieren.

Einen weiteren Sprengsatz wollten die Terroristen dem Bericht zufolge an einer Bushaltestelle platzieren. Sieben Stunden später hätte die einzige Frau aus der Gruppe einen Sprengsatz an einem nicht näher spezifizierten Bahnhof zünden sollen. Dabei sollte es sich den Angaben zufolge nicht um einen Selbstmordanschlag handeln.

Die Frau sollte demnach mit einem Zug zu dem Bahnhof fahren, dort aussteigen, die Bombe deponieren und mit einem anderen Zug den Tatort wieder verlassen. Diese Informationen waren etwa zwei Stunden vor Anpfiff am Dienstagabend bei den deutschen Behörden eingegangen. Eine halbe Stunde später wurde das Freundschaftsspiel gegen die Niederlande abgesagt.

Eine erste Warnung soll es nach Informationen des stern schon kurz nach der Pariser Anschlagsserie gegeben haben. Am Samstag hatte offenbar der Bundesnachrichtendienst (BND) aus einer irakischen Quelle den Hinweis erhalten, dass Folgeattentate auch in Deutschland bevorstünden. Die Angaben waren zunächst jedoch unkonkret geblieben. (AFP/JNS/Jan Rosenkranz, Stern)

 



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