Was wird hinter den Kulissen gegen Anschläge getan?


.Natürlich arbeiten Inlands- und Auslandsgeheimdienste fieberhaft daran, potentielle Täter von Anschlägen abzuhalten, und flüchtige Attentäter ausfindig zu machen. Doch auch auf politischer Ebene wird heftig diskutiert, welche Lösungsansätze die richtigen seien.

Hochrangige israelische Entscheidungsträger haben nun beschlossen, dass nahen Familienmitgliedern von Palästinensern, die einen Terroranschlag verübt haben, die Arbeitserlaubnis für Israel annulliert wird. Zusätzlich wird ihnen auch die Ausreisegenehmigung nach Jordanien gestrichen. Die Entscheidung kam nach dem letzten Anschlag in Gusch Etzion: Der Attentäter hatte seiner Mutter im Vorfeld erklärt, er werde einen Anschlag ausführen, und sie hatte nichts unternommen, um ihn abzuhalten.

Premierminister Netanjahu hat sich am Montag mit dem Verteidigungsminister und hochrangigen Armeeoffizieren getroffen, um darüber zu beraten, ob es in Zukunft möglich ist, die Familien der Terroristen in den Gazastreifen auszuweisen.

Am Montagmorgen wurden auf der Jaffo Strasse nahe des berühmten Machne Jehuda Marktes vier Israelis von zwei palästinensischen Frauen mit Scheren attackiert und verletzt worden. Es gelang herbei eilenden Sicherheitskräften, die beiden Terroristinnen zu neutralisieren. Eine der beiden Terroristinnen starb.

Zwei der Opfer wurden leicht verletzt, ein 80-jähriger Mann jedoch und ein 27-Jähriger mussten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Der Tag hat gerade begonnen als erneut eine Terrorattacke stattfand. Der Angriff wurde um 8.20 Uhr am Dienstagmorgen an der Tabuach Kreuzung mit einem Auto durchgeführt, das in vier Israelis rammte.

Der Terrorist fuhr mit seinem Auto in eine Menschenmenge an einer Bushaltestelle, wobei er versuchte so viele Menschen zu treffen wie möglich. Sicherheitspersonal erschoss den Fahrer.

Alle vier Opfer wurden nur leicht verletzt.

Die Serie der täglichen Terrorangriffe nimmt kein Ende und die politische Führung des Landes, sowie das Militär scheinen keine Antwort darauf zu haben. Die Bevölkerung hingegen wird immer ungeduldiger und fordert eine Lösung.

Am deutlichsten sprach sich der Regionalspräsident von Samaria, Yossi Dagan, aus: „Es gibt eine deutliche Eskalation der Terroristen der palästinensischen Autonomiebehörde und es sollte auch eine Eskalation des israelischen Staates geben, um eine klare Antwort zu geben.“

„Wir werden nicht länger den Preis für die Angst vor internationaler Verurteilung mit unserem Blut zahlen,“ fuhr er fort. „Jüdisches Blut wird jeden Tag vergossen – wir müssen die Mörder stoppen, auch wenn dies Europa nicht gefällt.“

In der Nähe Hebrons wurde bei einem Messerangriff derweil wieder ein Israeli schwer verletzt. Der Angriff fand am Mittwoch gegen Mittag statt und der Terrorist, ein 19 jähriger Bewohner des Flüchtlingslagers Fawwar, wurde erschossen.

Der 20 Jahre alte Israeli wurde mit mehreren Stichwunden im Oberkörper in ein Krankenhaus in Jerusalem gebracht. Sein Zustand wird als kritisch beschrieben.

Ein Terrorist hat am Donnerstagmorgen versucht, einen israelischen Soldaten an der Tapuach Kreuzung zu erstechen. Der Angreifer wurde erschossen, bevor er Schaden anrichten konnte. Auch der angegriffene Soldat wurde nicht verletzt.

Der Angriff wurde um 10.20 Uhr ausgeführt, nachdem ein Taxi vor der Armee-Patroullie angehalten hattte. Plötzlich sprang der Terrorist aus dem Wagen und lief mit einem Messer in der Hand auf einen Soldaten zu. Andere Soldaten erkannten die Situation und schossen auf den Angreifer.

Nach dem Taxi, das den Terroristen gefahren hatte, wird derzeit noch gefahndet.

Der Innenminister Silvan Schalom ist dabei, ein Gesetz zu entwerfen, das vorsieht, Terroristen und Bürgern, die den israelischen Staat hintergangen haben, die Staatsbürgerschaft zu entziehen.

 

 

 



Kategorien:Sicherheit

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