Israel koordinieren Vorgehen mit Russland


305360797Israel und Russland achten die gegenseitigen Interessen in Syrien und befürworten eine weitere Koordinierung der Aktivitäten in dem Land, um Konfliktsituationen zu vermeiden, wie der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu bei einem Empfang für ausländische Journalisten sagte.

Israel habe als erstes Land mit Russland einen Kommunikationsmechanismus vereinbart, der die Militärs beider Länder vor zufälligen Zusammenstössen und anderen gefährlichen Zwischenfällen im Himmel über Syrien schützen soll, so Netanjahu.

Die prinzipielle Entscheidung über die Ausarbeitung dieses Mechanismus wurde während des Besuchs Netanjahus im September 2015 in Russland erzielt und später, nach einer Reihe von Treffen zwischen Vertretern der Generalstäbe beider Länder, konkretisiert.

Die Verabredung sieht unter anderem eine direkte Nachrichtenverbindung zwischen dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim, wo die russische Fliegergruppe in Syrien stationiert ist, und dem israelischen Luftwaffenkommando vor.

Laut israelischen Angaben spielte der Nachrichtenkanal unter anderem im Oktober eine Rolle, als ein russischer Kampfjet ungewollt in den von Israel kontrollierten Luftraum über den Golanhöhen geflogen war, aber ungehindert nach Syrien abdrehen konnte.

Seinerseits ist Israel an der Aufrechterhaltung der Handlungsfreiheit mit Syrien interessiert.

In ausländischen Medien waren wiederholt Mitteilungen über eine angebliche Beteiligung der israelischen Luftstreitkräfte an der Bombardierung von Depots und Autokolonnen im Nachbarstaat aufgetaucht, und zwar bereits nach Beginn des russischen Luftwaffeneinsatzes in Syrien.

Das offizielle Jerusalem gibt gewöhnlich keine Kommentare dazu ab, bekundet aber jedes Mal seine Bereitschaft, Gewalt einzusetzen, sollte eine reale Bedrohung entstehen, dass chemische Kampfstoffe, Fla-Raketenkomplexe oder Raketensysteme aus dem Arsenal der syrischen Armee in die Hände von radikalen Gruppierungen, darunter Verbündeten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, gelangen könnten.

Die russische Luftwaffe fliegt seit dem 30. September auf Bitten der Regierung in Damaskus Angriffe gegen Stellungen der Terrorgruppen Daesh und al-Nusra, die in den vergangenen Jahren weite Teile Syriens unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

Russische Bomber töteten Hunderte Dschihadisten und zerstörten Tausende IS-Objekte: Feuerstellungen, Kommandobunker, Tankwagenkonvois mit Schmuggel-Öl. Mit russischer Hilfe konnten die syrischen Regierungstruppen zur Offensive übergehen und mehrere Gebiete befreien.

(JNS und Agenturen)



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