Israeli entgeht Lynchversuch


LynchHawara190517Am Donnerstag ist ein jüdischer Israeli aus der Siedlung Itamar in Samaria mit seinem Auto in eine Demonstration von etwa 200 Arabern in der Nähe von Hawara geraten. Sie demonstrierten für die hungerstreikenden Häftlinge in den israelischen Gefängnissen. Als der Israeli an der Demonstration vorbeifuhr, wurden Steine auf seinen Wagen und geworfen. Auch näherten sich arabische Jugendliche seinem Auto und griffen es an. Später näherte sich ein arabischer Krankenwagen und versperrte ihm den Weg, während sich die Menge der Demonstranten weiter näherte. Dem Bericht des Israelis zufolge, stieg der Fahrer des Krankenwagens aus und begann ebenfalls, auf den Wagen des Israelis einzuschlagen. Dann stieg er aus und begann mit seiner Pistole zu schiessen. Dabei kam ein 23-jähriger ums Leben, ein arabischer Journalist wurde verletzt.

Nach dem Vorfall wurden die Zugangswege nach Hawara gesperrt. Der Israeli, Vater von acht Kindern, wurde von der Polizei verhört. Dabei erzählte er, dass er auf dem Weg vom Einkauf war, als er in die Demonstration geriet. Sein Auto sei mit Steinen beworfen worden und eine Menge demonstrierender Araber näherte sich seinem Auto und griffen ihn an. Er versuchte zu entkommen, doch in dem Moment näherte sich ein arabischer Krankenwagen und versperrte ihm den Weg, wie man es auch in den Aufnahmen einer Sicherheitskamera erkennen kann.

Er habe sich von der Menge bedroht gefühlt, sei dann aus seinem Auto gestiegen und habe seine Waffe benutzt. Der Vorsitzende des Landkreises Samaria unterstützte den Israeli und sagte, er sei einem Lynchversuch entkommen.

Das Auto des Israelis nach dem Vorfall in Hawara:

Später wurde einer der arabischen Demonstranten, die an dem Lynchversuch teilgenommen zusammen mit dem Fahrer des Krankenwagens festgenommen, der Krankenwagen wurde beschlagnahmt. Man hatte mit ihm Demonstranten nach Hawara gefahren, der Fahrer wird beschuldigt, sich aktiv an dem Lynchversuch beteiligt zu haben.

Auf israelischer Seite wird nun eine Zuspitzung der ohnehin schon angespannten Lage befürchtet. (ih)



Kategorien:Sicherheit

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