Unruhen an Grenze zum Gazastreifen


In einem Versuch, die erwarteten Unruhen wegen der Eröffnung der amerikanischen Botschaft in Jerusalem und die Demonstrationen zum Nakba-Tag zu verhindern, hat die israelische Luftwaffe heute früh (Montag) Flugblätter über dem Gazastreifen abgeworfen, in denen die Bewohner des Gazastreifens davor gewarnt werden, sich dem Grenzzaun zu nähern, ihn zu beschädigen oder an terroristischen Aktivitäten teilzunehmen. Sie sollten sich nicht als Werkzeug der Hamas missbrauchen lassen.

In einem der Flugblätter heisst es: „An die Demonstranten, Ihr nehmt an gewalttätigen Protesten teil, die Euer Leben gefährden. Die Hamas benutzt Euch um ihre eigenen Fehler zu vertuschen und gefährdet Euch und Eure Familie. Die israelische Armee ist auf jedes Szenario vorbereitet und wird gegen jeden Versuch vorgehen, den Grenzzaun zu beschädigen oder die Sicherheitskräfte und israelischen Bürger anzugreifen. Seid nicht die Marionetten der Hamas. Haltet Euch vom Grenzzaun fern und hütet Euch vor Randalierern und Terroristen. Passt auf Euch auf und arbeitet für den Bau Eurer Zukunft!“

„Niemand möchte Bilder wie diese sehen“ – In einem Video erklärt die israelische Armee, dass sie alles dafür tun werde, die israelische Bevölkerung zu schützen.

Die israelische Armee bereitete sich auf das Eintreffen Dutzender arabischer Unruhestifter entlang der Grenze zum Gazastreifen vor, auch Kinder. Es wird erwartet, dass sie versuchen werden, militärische Geräte in Brand zu setzen, Infrastrukturen zu zerstören und eventuell auch israelische Soldaten während der Unruhen zu entführen.

Um die 40.000 Bewohner des Gazastreifens sind dem Aufruf der Hamas gefolgt uns haben sich heute zum Protest an mehreren Stellen in der Nähe des Grenzzaunes versammelt. Sie werfen Steine auf israelische Soldaten, verbrennen Reifen und versuchen, sich dem Grenzzaun zu nähern. Um möglichst viele Menschen daran zu bewegen, sich an den Protesten zu beteiligen, wurde im Gazastreifen ein Generalstreik ausgerufen. Die israelische Armee hatte am Vormittag mit Flugblättern die Bevölkerung des Gazastreifens davor gewarnt, sich an den Protesten zu beteiligen und sich dem Grenzzaun zu nähern.

Palästinensischen Meldungen zufolge sollen bis jetzt angeblich 18 Menschen durch Schüsse der israelischen Armee ums Leben gekommen sein. Mehr als 500 sollen verletzt worden sein. Sicher ist, dass die Hamas derartige Aktionen in der Vergangenheit immer genutzt hat ums Gegner aus den eigenen Reihen zu töten und die Ermordung der Menschen Israel anzuhängen. Die Armee versucht, mithilfe von Tränengas die Menschen vom Grenzzaun fernzuhalten. Die meisten Protestierenden sollen sich in den nördlichen Grenzgebieten des Gazastreifens zusammengefunden haben, nicht weit vom israelischen Kibbutz Nahal Oz entfernt.

In der Nähe von Rafah erschoss die israelische Armee drei Terroristen, die dabei waren, einen Sprengkörper niederzulegen. Auch wurde ein Posten der Hamas angegriffen, nachdem von dort aus auf israelische Soldaten geschossen worden war.

Die Unruhen halten weiter an. Das Nachrichtenportal Ynet berichtete, dass die Hamas jedem Teilnehmer 100 Dollar versprochen hat, wenn er seine ganze Familie mit zu den Protesten bringen würde. Dies scheint geholfen zu haben. Der Höhepunkt der heutigen Unruhen soll noch nicht erreicht worden sein.

Auch Frauen sind heute mit zu den Protesten gekommen und bringen sich in Gefahr.

(JNS und Agenturen)



Kategorien:Sicherheit

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