Massiver Beschuss aus dem Gaza


Palästinensische Extremisten im Gazastreifen haben am Dienstag die schwersten Angriffe auf Israel seit dem Ende des Gazakriegs 2014 gestartet. Die meisten der mehr als 40 Werfergranaten seien vom Luftabwehrsystem Iron Dome abgefangen worden, teilte die Armee mit. Berichte über Opfer gab es nicht. Als Antwort flog die israelische Luftwaffe Gaza-Bewohnern zufolge Angriffe auf drei Ausbildungslager der vom Iran unterstützten Extremistenorganisation Islamischer Dschihad.

Die Bewohner im Grenzgebiet zum Gazastreifen haben den heutigen Tag mit dem Heulen der Sirenen begonnen. Gegen 7 Uhr früh gab es in allen Orten um den Gazastreifen herum „Roter Alarm“. Bürger berichteten von Explosionen. Kurz danach war klar: Diesmal war der Alarm echt, Mörsergranaten wurden vom Gazastreifen aus auf Israel abgeschossen.

Ein Sprecher der israelischen Armee meldete, dass die grösste Zahl der Mörsergranaten mithilfe der Eisenkuppel abgeschossen werden konnte. Eine der Granaten explodierte jedoch im Hof eines Kindergartens, der zu dem Zeitpunkt zum Glück noch leer war. Denn kurz vorher wurden die Fahrten der Schulbusse wegen des Alarms unterbrochen. Die Bürger wurden aufgefordert, sich in den Sicherheitsräumen aufzuhalten.

Die Mauern des Gebäudes seien beschädigt worden. Zunächst bekannte sich niemand zu den Angriffen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu machte die den Gazastreifen kontrollierende Hamas und den Islamischen Dschihad verantwortlich. Er kündigte eine mächtige Vergeltung an.

Ob bei den wenig später geflogenen israelischen Luftangriffen im Gazastreifen jemand zu Schaden kam, war zunächst nicht bekannt. Die israelische Armee bestätigte ihre Aktivitäten in dem Gebiet.

Als Reaktion auf die Angriffe reagierte die israelische Armee mit Panzerbeschuss auf eine Stellung der Hamas. Es wird angenommen, dass es sich bei dem Beschuss um eine Vergeltung des Islamischen Jihads handelt. Vorgestern wurden drei seiner Mitglieder durch einen Angriff der israelischen Armee getötet. Der Angriff war eine Reaktion auf einen Sprengsatz, den Terroristen des Jihads an den Grenzzaun gelegt hatten.

Die EU verurteilte die Angriffe auf Israel scharf. „Ich kenne die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden in Südisrael, aber wahllose Angriffe sind völlig inakzeptabel und vorbehaltlos zu verurteilen“, schrieb der EU-Botschafter in Israel, Emanuele Giaufret, auf Twitter.

Der UN-Nahostgesandte Nikolay Mladenov sagte: „Solche Angriffe (…) untergraben die ernsthaften Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, die Situation in Gaza zu verbessern.“ Er forderte alle Beteiligten zur Zurückhaltung auf.

Der US-Gesandte für den Nahost-Friedensprozess, Jason Greenblatt, verurteilte eine Aktion der Hamas. Sie schickten ein Boot mit 17 Palästinensern an Bord gegen Mittag aus den Hafen von Gaza, um die israelische Seeblockade des Küstengebiets zu durchbrechen. „Hamas behandelt das wie ein Theaterstück, das nur für die Live-Berichterstattung aufgeführt wird“, twitterte er. „Aber das sind echte Leben, die Hamas zynisch riskiert in einem erbitterten Versuch, an der Macht zu bleiben.“

Israel hat jetzt auf Grund der erneuten Terror- und Gewaltattacken der Hamas mit dem Bau einer Sperranlage im Meer vor dem Gazastreifen begonnen. Die Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

(Chaim Stolz, JNS und Agenturen)



Kategorien:Sicherheit

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