Berliner Marsch der Israel-Hasser


Rund 1.600 Menschen haben am Samstag in Berlin am anti-israelischen „Al-Quds-Marsch“ teilgenommen. Die Polizei hatte mit mehr als 2.000 Teilnehmern gerechnet. Der Marsch begann am Adenauerplatz und führte zum Wittenbergplatz. Er verlief ohne Zwischenfälle. Zu Beginn hatten die Veranstalter zu einem friedlichen Protest aufgerufen. Unter den Teilnehmern finden sich viele Anhänger der Hisbollah – und deutsche Männer, die absurde Lügen verbreiten.

Zu einer Gegendemonstration fanden sich unterdessen etwa 350 Menschen auf dem Nollendorfplatz zusammen. Zu dieser Kundgebung hatte ein Bündnis von demokratischen Parteien, jüdischen, kurdischen und iranischen Vereinigungen aufgerufen, wie die Tageszeitung „Berliner Morgenpost“ berichtet. Unter diesen Demonstranten waren auch Berlins Innensenator Andreas Geisel und die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schönefeld Angelika Schöttler (beide SPD).

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) hat unterdessen ein Verbot der Demonstration gefordert: „Der Al-Quds-Tag muss dringend verboten werden, weil er einen unverhohlenen Aufruf zum Judenhass und zur Volksverhetzung darstellt“, sagte die DIG-Vizepräsidentin Maya Zehden gegenüber der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“. Es sei eine Schande für Berlin, diese Kundgebung zu erlauben. Das Demonstrationsrecht habe an der Stelle seine Grenze, wo gegen Juden gehetzt und zur Auslöschung Israels aufgerufen werde, betonte Zehden.

Der Ausdruck „Al-Quds“ bedeutet „die Heilige“. Es ist die arabische Bezeichnung für die Stadt Jerusalem. Der Al-Quds-Tag wurde vom iranischen Revolutionsführer Ajatollah Chomeini 1979 ins Leben gerufen. Er findet im Iran jedes Jahr am letzten Freitag des muslimischen Fastenmonats Ramadan statt. Seit Jahren wird er auch in mehreren europäischen Städten begangen.

Im Iran hatten demnach bereits am Freitag hunderttausende Menschen an staatlich organisierten Kundgebungen gegen Israel teilgenommen. „Nieder mit Israel“ und „Nieder mit Amerika“, forderten die Massen in Sprechchören.

Weitere anti-israelische Aufmärsche gab es am Samstag unter anderem in London, Wien und Toronto sowie am Freitag auch in Pakistan. (INN / Jüdisches Forum)



Kategorien:Gesellschaft

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