Swiss – Inflight-Karte auf Israel-Flug


(Foto Keystone)

Auf Twitter entlädt sich momentan ein Shitstorm über die Swiss. Grund dafür ist die Inflight-Karte auf dem Flug LX252 vom vergangenen Donnerstag nach Israel. Auf den Bildschirmen wurde an der Stelle von Tel Aviv auch das arabische Dorf «Esh Sheikh Muwannis» angezeigt, das 1948 vom israelischen Militär grösstenteils zerstört wurde.

Oben steht gross «Tel Aviv», unten, etwas kleiner, erscheint der Name des zerstörten Dorfes «Esh Sheikh Muwannis».

Daran stören sich auf den sozialen Netzwerken Hunderte. Für die einen existiert das Dorf nicht mehr und Tel Aviv befindet sich nun an dessen Stelle – für die anderen steht der Ort für «die oft gewaltsame Vertreibung der Araber», wie der Blick schreibt.

Heftige Reaktionen

Für Israel-Befürworter scheint der Vorfall eine Provokation zu sein – nicht wenige rufen zum Boykott der Swiss auf. Einige bezeichnen die Fluggesellschaft sogar als antisemitisch.

«Swiss International Air Lines Flug LX252 von der Schweiz nach Tel Aviv vergangenen Donnerstag: Die Inflight-Karte lässt Tel Aviv aus und ersetzt es durch den arabischen Namen ‹Esh Sheikh Muwannis›.

Ernsthaft, Swiss Air?»

«Auf Wiederschauen, Swiss Air. Mein Sohn flog mit euch zurück nach Israel und er sagte, es was sehr schön. Aber nicht mehr. Diese Familie wird NIE MEHR mit Swiss Air irgendwohin fliegen.»

«Die Schweizer hatten schon immer gemütliche Beziehungen mit den Feinden der Juden und von Israel. Aber eines Tages werden Israels Feinde den Namen der Schweiz vielleicht in einen ähnlich merkwürdigen Namen umwandeln.»

«Swiss Air Lines ist antisemitisch und pro-terroristisch.»

Es gibt aber auch Gegenstimmen. Es sei richtig, den arabischen Ortsnamen einzublenden.

Ein Schweizer User versteht die ganze Aufregung nicht und versichert, dass es in der Schweiz praktisch keinen Antisemitismus gebe.

Swiss entschuldigt sich

Die Swiss entschuldigte sich unter anderem über Twitter. Als private Firma sei man neutral und distanziere sich von politischen Äusserungen.

Das Problem scheint jedenfalls bekannt zu sein. Aus diesem Grund werden in der Regel vor der Landung in Israel die Bildschirme abgestellt – offenbar ging es beim besagten Flug vergessen.

Gemäss dem Blick werden die Karten von einem externen Anbieter bezogen und können nicht modifiziert werden. Die Swiss habe den Produzenten jedoch auf das Problem aufmerksam gemacht. (AZ)



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