Staatspräsident Rivlin traf UNO-Sondergesandten Mladenov


Präsident Reuven Rivlin hat heute (Mittwoch) den Sondergesandten der Vereinten Nationen für den Nahost-Friedensprozess, Nickolay Mladenov, getroffen und mit ihm über regionale diplomatische Fragen und Sicherheitsfragen gesprochen.

Rivlin begrüsste den Sonderkoordinator Mladenow und äusserte sich zur Eskalation im Süden: „Letzte Nacht wurden Raketen aus Gaza auf uns abgefeuert. Nur die schnelle Reaktion einer Mutter rettete das Leben ihrer Kinder. Männer, Frauen und Kinder verbrachten die Nacht in den Sicherheitsräumen. Israel wird nicht zusehen, wie unser Volk angegriffen wird, und die Welt muss das wissen.“

„Solange Gaza von der Hamas kontrolliert wird, ist sie für jeden Angriff auf Israel verantwortlich“, fuhr er fort. „Die Hamas hält die Menschen in Gaza weiterhin in Geiselhaft und bringt ihnen Zerstörung und Leid. Solange die Raketen und die Provokation weitergehen, gibt es keine Chance, das Leiden der Menschen in Gaza zu lindern.“

Der Sondergesandte Mladenov antwortete dem Präsidenten: „Vielen Dank, Herr Präsident, für dieses wichtige Treffen. Ich freue mich darauf, Sie über unsere Bemühungen zu informieren. Ich befürchte, dass die letzten 24 Stunden besonders kompliziert waren. Die jüngsten Raketen, die aus Gaza in Richtung Beersheva abgefeuert wurden, sind eine gefährliche Eskalation der Situation. Leider passen sie in ein Muster von Provokationen, die zum Ziel haben, Israel und Gaza in einen weiteren tödlichen Konflikt und eine neue Konfrontation zu verwickeln. Es liegt in unserer Verantwortung, alles zu tun, um diese Konfrontation zu vermeiden, und ich möchte Ihnen versichern, dass wir in den letzten drei Monaten sehr aktiv mit allen Parteien – mit der Regierung Israels, mit der Palästinensischen Autonomiebehörde, mit den regionalen Akteuren – besonders mit Ägypten und der internationalen Gemeinschaft zusammengearbeitet haben, um drei Ziele zu verfolgen. Erstens, um einen Krieg zu vermeiden, der für die Menschen in Gaza und für die Israelis, die jenseits der Grenze leben, verheerend wäre. Zweitens, um das humanitäre Leid der Menschen, die unter wirklich schrecklichen Bedingungen leben, zu lindern. Und drittens, um unsere gemeinsamen Bemühungen mit Ägypten zu unterstützen, die legitime Palästinensische Behörde wieder in die Kontrolle von Gaza zu bringen. Dies ist der einzige Weg, den wir gehen müssen, und wir müssen sicherstellen, dass wir in den nächsten 48 Stunden wirklich eine Deeskalation vor Ort erleben, damit diese Bemühungen im Interesse des Friedens zwischen Israelis und Palästinensern und im Interesse des Friedens in der gesamten Region fortgeführt werden können.

Ich habe Angst, dass es keine Zeit mehr für Worte gibt. Jetzt ist die Zeit für Aktionen. Und wir müssen auf allen Seiten sehr deutliche Schritte sehen, die die Situation zu einer Deeskalation führen. Ansonsten werden die Konsequenzen für alle schrecklich sein.

Ich freue mich darauf, mit Ihnen darüber zu diskutieren, was getan werden kann, um eine Entspannung in dieser Region zu erreichen und konstruktiv weiterzukommen. Vielen Dank.“

(Foto: Mark Neiman/GPO)

 



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